Kontroverse um Gedenken an Herbst 89

Bürgerrechtler fühlen sich übergangen

Limbach-Oberfrohna.

Vor der Veranstaltung in Erinnerung an die Friedliche Revolution in Limbach-Oberfrohna gibt es Unstimmigkeiten. Hermann Schnurrbusch, vor 30 Jahren Sprecher des Neuen Forums in der Stadt, hatte im Interview mit der "Freien Presse" gesagt: "Ich und andere damals aktive Personen sind in die Vorbereitungen nicht einbezogen worden." Das Rathaus widerspricht dieser Darstellung. "Es gab am 12. September eine Beratung, zu der von den Wendeaktivisten Lothar Raschker und Konrad Felber eingeladen waren", teilte eine Sprecherin mit. Raschker sei allerdings terminlich verhindert gewesen. Der Mitarbeiter der Stasiunterlagen-Behörde in Chemnitz bestätigte das auf Anfrage. Er habe die Einladung zu kurzfristig erhalten, sagte Raschker. Dabei habe er schon Anfang des Jahres per Brief im Rathaus angefragt, ob eine Gedenkveranstaltung geplant sei, zunächst aber keine Antwort erhalten. "Es wäre schön gewesen, wenn bei der Beratung noch einige Bürgerrechtler der ersten Stunde dabei gewesen wären", konstatiert Raschker.

Am Freitag, 1. November, ist um 18 Uhr zunächst ein Friedensgebet in der Stadtkirche vorgesehen. Anschließend gibt es einen Kerzenmarsch bis in den Rathaushof. Dort erinnert eine Stele an die Friedliche Revolution. Am 1. November 1989 hatten sich 8000 Bürger an einer Demonstration beteiligt. (jop)

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