Zur Mutter, zum Vater oder zu beiden?

Viele Kinder leiden unter der Trennung ihrer Eltern. "Freie Presse" lädt ein zur Leserdiskussion über das richtige Betreuungsmodell.

8Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    3
    BertaH
    08.04.2019

    Täglichleser, auch Familien die unglücklich sind und nur wegen der Kinder zusammen bleiben sind KEINE intakten Familien. Besser glücklich getrennt als unglücklich zusammen. DIe Kinder spüren dass und werden in derartigen Konstellationen eher geschädigt als geschützt. Jede Familie muss ihren eigenen WEG finden. Ich finde es verantwortungslos, finanzielle Interessen und Besitzansprüche an den Kindern als Argument zu nutzen um eine Parität herzustellen. ECHTE Parität, wenn sie zum Wohle der Kinder gelebt werden soll, wird FREIWILLIG und bereits VOR TRENNUNG gelebt. Die meisten entdecken diese jedoch erst nach der Trennung. DAs ist nicht zum WOHLE der Kinder! WM bedeutet für die MEHRZAHL der Kinder die ich kenne, mehr Betreuung von dritten, damit Mama und Papa arbeiten gehen können um sich das überhaupt leisten zu können. Völliger IRRSINN!

  • 4
    3
    Mike1969
    08.04.2019

    Hier eine Ergänzung dazu von mir zum Wechselmodell:

    https://www.welt.de/vermischtes/article188344469/Anita-Heiliger-kritisiert-Wechselmodell-Recht-des-Vaters-ueber-dem-des-Kindes.html#cs-GettyImages-764783223-jpg.jpg

    Ich möchte auch keine 2 Büros oder Wohnungen haben. Das wird verlangt erst von Müttern die zu ihrer neuen Familie ziehen wollen. Und da ist egal ob es noch ein weiteres Kind gibt. Und dann geht's ab ins Wechselmodell für das Kind. Welcher Irrsinn ist das? Das wollen schon Erwachsene nicht. Warum sollten Kinder dies toll finden?

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    cn3boj00
    08.04.2019

    @BertaH: als Mann pflichte ich Ihnen zu 100% zu. In vielen Dingen, die mit der Scheidung einhergehen, wird vorrangig nur auf die Erwachsenen abgestellt, das Wohl des Kindes steht hintenan. Und wer behauptet, es sei im Interesse der Kinder, wenn sie wechselweise in einer zerissenen Familie aufwachsen, hat keine Ahnung. Kinder brauchen eine intakte Familie, keine kaputte. Für sie ist es allemal besser, sich an ein Elternteil, in der Regel die Mutter, zu binden. Das vereinfacht auch die Möglichkeit, wenn sich ein Elternteil, auch die Mutter, eines Tages neu bindet.
    Grundsätzlich kann so etwas nicht gesetzlich geregelt werden. Wenn nach der Scheidung die Eltern weiterhin in einer guten Beziehung leben werden sie in der Lage sein, das richtige für das Kind zu tun, auf freiwilliger Basis. Wenn die Eltern sich so auseinandergelebt haben, dass dies nicht möglich ist, muss man abwägen, welches zu Hause dass bessere ist, aber ein echtes Zuhause ist viel besser zwei halbe! Und im Zweifel ist sogar ein Zuhause bei den Großeltern vorzuziehen. Wechselmodell heißt meistens, ein unschuldiges Kind in einen Konflikt, der zur Scheidung geführt hat, hineizuziehen. Denn es ist eher die Ausnahme, dass geschiedene Eltern danach noch eine harmonische Beziehung pflegen. Das darf auch ich aus der Erfahrung eines Opas zweier Scheidungskinder sagen.

  • 7
    6
    gelöschter Nutzer
    08.04.2019

    Ja zu DDR-Zeiten trennte man sich schnell.
    Vor allen, wenn noch keine Kinder vorhanden waren. Wenn dann Kinder vorhanden, trennte man sich dann nicht so schnell. Irgendwie war uns das Kindeswohl
    wichtiger als alles andere. Kinder sollten
    gemeinsam mit Vater uns Mutter aufwachsen. Irgendwie war das eine moralische Vorgabe. So schlecht fand ich das nicht. Die Unstimmigkeiten der Ehe haben sich dann oft geglättet. Liebe in
    alle Ewigkeiten hin und her. Scheidung später ging dann immer noch.
    Familienfreundlich war das. Heute weniger.
    Thema wäre jetzt für mich, wie binden wir die Grosseltern ein in den "Generationenkonflkt" und die Erziehung der Kinder auch zum generationenübergreifenden Zusammenleben. Familen sind explodiert.
    Oma und Opa sind kein Thema mehr.
    Schade. Intakte Familien sind hier im Osten die Ausnahme. Aber es wird sich langsam biologisch lösen.

  • 8
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    Steuerzahler
    08.04.2019

    „Die Mediatorin und Fachanwältin für Familienrecht aus Dresden sagt: Väter nutzen heute mit Erfolg ihre Rechte gleichberechtigt wie die Mütter. Sie wollen weiter im Leben ihrer Kinder präsent sein.“
    Genau das ist das Problem! Sie nutzen ihre Techte und genau darauf wird gezielt abgestellt! Aber wie sieht es mit dem Pflichten aus? Die bleiben natürlich standardmäßig bei der Mutter kleben und Streitigkeiten gehen am Kind vorbei? Man hat eh den Eindruck, dass es mehr darum geht, das Kind wie die Wäre X mit 50/50 aufzuteilen und den Vätern dabei ihre Genugtuung zu verschaffen. Ein festes Zuhause für das Kind mit regelmäßigen Umgangsformen und Regularien - Fehlanzeige! Das sage ich aus Erfahrung und als Mann!

  • 8
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    BertaH
    08.04.2019

    Ich werde dieser Diskussion beiwohnen. Das Wechselmodell wird nur den Elterninteressen gerecht, aber nicht den kindlichen Bedürfnissen. Ein Kind braucht ein zu Hause. Elternteile die sich bereits vor der Trennung gleichberechtigt gekümmert haben, sind durchaus in der Lage ein WM zu führen. Aber es bedarf großer Kompromisse zum Wohle der Kinder und einer entspannten Elternebene. Sobald Konflikte da sind, werden diese über die Kinder ausgetragen. Das WM ist ein guter Nährboden für streitverschlimmernde Situationen die überwiegend die Kinder belasten. Es wäre sinnvoll nicht mehr den argumenten ZEITGEMÄSS etc. zu kommen, sondern die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund zu stellen. Und da spielt es keine Rolle ob das ZEITGEMÄSS ist. Kinder sind keine Besitztümer die man 50/50 aufteilen kann und sollte! Völlig falscher Ansatz!

  • 6
    11
    Mike1969
    08.04.2019

    Hier mal paar Anregungen:
    https://muetterimfamiliengericht.wordpress.com/category/wechselmodell/
    https://www.stadtlandmama.de/content/trennung-%E2%80%9Ewie-das-wechselmodell-unsere-familie-fast-den-wahnsinn-trieb%E2%80%9C-%E2%80%93-gastbeitrag-von
    In Frankreich streigt man inzwischen gegen das Wechselmodell.

    Und am Rande. Ihr Frauen solltet Euch genau überlegen ob ihr Ende nur als Leihmutter oder Brutkasten Euch behandeln lassen wollt?! Denn es gibt in Berlin schon Wechselmodelle von Kleinkindern die noch die Muttermilch brauchen. Ihr habt den Stress das Kind zu bekommen und verzichtet auf Alles. Der Vater verzichtet auf was? Warum wollt ihr noch ein Kind, wenn es Euch dann sowieso weggenommen werden kann?

  • 9
    5
    Mike1969
    08.04.2019

    Nestmodell! Hammer! Dann kommen neue Kinder unter die Räder, da diese dann auch ständig 2 Wohnungen haben. Oder aller 14 Tage auf Mutter oder Vater verzichten müssen. Was ist hier los in Deutschland? Steigt der Wohlstand der Gesellschaft langsam den Entscheidern in den Kopf?



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