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Ein neues Logistikzentrum mit Hochregallager und Haus der Dienste ist voriges Jahr in der Komsa eröffnet worden. Bei Reparaturarbeiten im Logistikbereich kam es jetzt zu einem tödlichen Unfall.

Foto: Toni Söll

42-Jähriger stirbt bei Unfall im Logistikzentrum der Komsa

Ein Servicetechniker ist bei Reparaturarbeiten an einer Förderbandanlage tödlich verletzt worden. Ein Bauteil hatte sich gelöst. Die Kripo ermittelt.

Von Bettina Junge
erschienen am 12.04.2018

Hartmannsdorf. Am Tag nach dem Arbeitsunfall mit tödlichem Ausgang beim Telekommunikationsdienstleister Komsa in Hartmannsdorf steht die Ursache noch nicht fest. Das sagte gestern ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz. Es werde noch geprüft, ob es einen strafrechtlichen Hintergrund gibt oder ob es sich um einen Unfall handelt. Gemeinsam mit der Abteilung Arbeitsschutz der Landesdirektion werden Hintergründe beleuchtet.

Ein 42-jähriger Servicetechniker eines externen Dienstleisters führte am Dienstag Reparaturarbeiten an einer Förderbandanlage durch. Laut Polizei löste sich gegen 14.45 Uhr ein Bauteil und traf ihn am Kopf. Durch die eingetretenen Verletzungen starb der Mann noch vor Ort.

Im Unternehmen herrschte gestern noch tiefe Betroffenheit, sagte Sprecherin Katja Förster. "Wir bedauern den Vorfall zutiefst", fügte Produktionsvorstand Sven Mohaupt hinzu. Die Gedanken seien bei den Angehörigen des Verunglückten und dessen Arbeitgeber. Mehr wolle man nicht zu dem tragischen Unfall sagen. Im Bereich der Logistik fanden Wartungsarbeiten statt. Dabei kam es zum Unfall.

Die Abteilung Arbeitsschutz untersucht den Fall hinsichtlich der Ursachen, die zu dem Unfall geführt haben, sagt Vize-Pressesprecher Ingolf Ulrich. Bei der Anlage handle es sich um einen sogenannten Z-Förderer, also eine Vertikal-Förderbandanlage. Dieser verbinde verschiedene Ebenen miteinander. Wie der Servicetechniker genau verletzt wurde, wisse er noch nicht. Bei tödlichen Arbeitsunfällen würden generell die Umstände geprüft, auch ob Auflagen des Arbeitsschutzes eingehalten wurden, heißt es.

In der Statistik ist nachzulesen, dass es im Jahr 2016 in Sachsen 238 schwere Arbeitsunfälle gab, davon endeten 14 tödlich. Das waren 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ergebnisse vom Jahr 2017 liegen noch nicht vor. Nach ersten Ermittlungen ereigneten sich die tödlichen Unfälle besonders häufig durch Handlungsfehler der Person selbst oder sicherheitsrelevantes Verhalten eines Vorgesetzten. Teilweise lagen die Ursachen in Organisationsmängeln und fehlender Koordination, heißt es. Nur 32 der 238 schweren Arbeitsunfälle seien auf technische Mängel zurückzuführen, so Ulrich.

Komsa hatte erst voriges Jahr ein neues Logistikzentrum eröffnet. Das Unternehmen verschickt durchschnittlich rund 15.000 Paketsendungen am Tag. In das neue Logistikzentrum und das neue Haus der Dienstleistungen wurden insgesamt rund 30 Millionen Euro investiert. Die Komsa-Gruppe besteht seit 26 Jahren und beschäftigt inzwischen rund 1800 Mitarbeiter. Im letzten Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden Euro erzielt.

 
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