Nach Beschwerden: Walter-Klippel-Straße wird ausgebaut

Die Stadt stellt Pläne für den Umbau einer überlasteten Straße vor. Zur Beseitigung der Ursache baut sie auf Hilfe der Bürger.

Adelsberg.

Seit Jahren beschweren sich Anwohner über den Verkehr auf der Walter-Klippel-Straße. Viele Autofahrer nutzen die Verbindung, um von der Eubaer Straße zum Südring zu gelangen, denn dieser endet in Höhe Augustusburger Straße. Für den Durchgangsverkehr ist die Walter-Klippel-Straße jedoch nicht ausgelegt. Anwohner sorgen sich vor allem um die Sicherheit ihrer Kinder, wenn diese etwa auf dem Weg zur Schule die Straße entlang laufen müssen. Es gibt dort größtenteils keine Gehwege und die Fahrbahn sei so schmal, dass an manchen Stellen keine zwei Autos aneinander vorbeipassen würden, hatten Anwohner immer wieder kritisiert. In einer Bürgerversammlung am Dienstagabend nannte Uwe Grüner ein Beispiel dafür, wie eng es zugeht: "Einmal wurde ich von einem vorbeifahrenden Auto gestreift."

In der Versammlung stellte Bernd Gregorzyk, Leiter des Tiefbauamtes, Pläne zum Ausbau der Verbindungsstraße vor, der bis Ende 2020 abgeschlossen sein soll. Sie sehen unter anderem vor, die Walter-Klippel-Straße auf zwei Fahrstreifen zu erweitern. Außerdem soll ein zwei Meter breiter Gehweg gebaut werden. Im Zuge der Arbeiten sollen auch die Entwässerung komplett erneuert sowie Rohre für Glasfaserleitungen verlegt werden, um die Anlieger mit schnellem Internet zu versorgen. Mehr als drei Millionen Euro würde die Baumaßnahme kosten, so Gregorzyk. "Für eine Anwohner-Straße ist das viel Geld, aber das ist es uns wert", sagte SPD-Stadtrat Jörg Vieweg, der die Versammlung moderierte. Das Geld soll im Haushalt der Stadt für die Jahre 2019/2020 beantragt werden.

Im Frühjahr 2017 konnte eine Bürgerinitiative bereits erwirken, dass Autofahrer nicht mehr von der Eubaer Straße in die Walter-Klippel-Straße einbiegen dürfen. Anwohner Uwe Grüner fordert jedoch mehr Verkehrskontrollen, insbesondere während der Stoßzeiten, da das Verbot häufig ignoriert werde. "Selbst die Polizei hält sich teilweise nicht daran", sagte ein Anwohner, der anonym bleiben möchte. Auch andere Anlieger hätten beobachtet, wie Polizeiautos ohne Blaulicht in die Straße eingebogen seien. Ignoriert werde häufig auch das Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde.

Wenn der Ausbau der Walter-Klippel-Straße abgeschlossen ist, soll laut dem Amtsleiter auch das Einfahrverbot aufgehoben werden. Frieder Ludwig, der an der Straße wohnt, ist skeptisch: "Solange der Südring nicht weitergebaut wird, haben wir dann wieder den ganzen Durchgangsverkehr." Gregorzyk möchte die Fertigstellung des Südring-Abschnitts zwischen Augustusburger Straße und Eubaer Straße und weiter bis zur Dresdner Straße daher vorantreiben. Der Amtsleiter forderte die Teilnehmer der Versammlung auf, sich an den Bund zu wenden, der für den Bau zuständig ist. "Wir müssen jetzt Druck machen, damit nicht erst in zwei bis drei Jahren mit dem Bau begonnen wird", so Gregorzyk.

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