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Die vom Verfassungsschutz beobachtete rechtsextreme Partei "Dritter Weg" hat am 1. Mai in Chemnitz demonstriert. Dagegen formierte sich breiter Protest. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Foto: Uwe Mann/Archiv

Neonazi-Demo: Chemnitz spendet Geld für Demokratiepreis

Ein Neonazi-Aufmarsch in Chemnitz hat positive Folgen. Die Stadt nutzt die Teilnehmerzahl, um einen Demokratiepreis mitzufinanzieren.

erschienen am 01.06.2018

Chemnitz (dpa/sn) - Der Aufmarsch der kleinen rechten Partei der III. Weg in Chemnitz bringt Geld für einen Demokratiepreis. Die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) hatte vor dem Aufzug am 1. Mai versprochen, für jeden Teilnehmer an der Neonazi-Demonstration einen Euro zu spenden. Nun bekommt die Amadeu-Antonio-Stiftung 800 Euro von dem stadteigenen Unternehmen, teilte das Stadtmarketing am Freitag mit.

Das Geld soll zur Unterstützung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie eingesetzt werden, der voraussichtlich im Herbst vergeben werden soll. Die Stiftung setze sich konsequent für die Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft ein. Mit der Spende wolle man unterstreichen, dass Toleranz gegenüber und Respekt vor Andersdenkenden auch ein Bildungsauftrag an nachfolgende Generationen sei, sagte CWE-Geschäftsführer Sören Uhle.

«Wir müssen aushalten, dass unsere demokratischen Spielregeln einen solchen Aufmarsch durch die Stadt zulassen», sagte Uhle. Dennoch könne man dazu eine Haltung haben, die durch den «Teilnehmer-Beitrag» zum Ausdruck gebracht werde. Das Geld sei eine Investition in das positive Image von Chemnitz, das letztendlich auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt beitrage.

Bei der Anzahl der Kundgebungsteilnehmer habe man sich auf die Angaben des Veranstalters berufen, hieß es. Die Stadt hatte am 1. Mai die Zahl mit etwa 650 angegeben. Zu Gegenveranstaltungen und Demonstrationen der Gewerkschaften waren nach offiziellen Angaben rund 4000 Menschen - darunter die Rockband Kraftklub - zusammengekommen.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
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