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Der Südverbund endet derzeit an der Augustusburger Straße in Adelsberg. Wo heute noch Sperren aus Beton stehen, soll in einigen Jahren die Weiterfahrt möglich sein.

Foto: Andreas Seidel

Südring: Wie es mit dem Bau weitergehen soll

Im Mai wird die künftige Strecke im Osten öffentlich diskutiert. Doch viel größere Debatten gibt es darüber, ob und wie die unfertige Straße am anderen Ende fortgesetzt wird.

Von Mandy Fischer
erschienen am 16.04.2018

Eigentlich sollten die Pläne für den Weiterbau des Südverbundes in Richtung Dresdner und Frankenberger Straße im Februar öffentlich ausgelegt werden. Doch die vom Freistaat mit der Planung beauftragte Projektmanagementgesellschaft Deges musste nachbessern, wie ein Sprecher der Landesdirektion vor fast drei Monaten erklärte. Welche Änderungen genau gefordert wurden, sagte er nicht. Offenbar sind sie jetzt eingearbeitet. Nunmehr sollen laut Deges die Südverbund-Pläne im Mai ausgelegt werden, erklärte CDU-Stadtrat Falk Ulbrich während des wirtschaftspolitischen Frühschoppens der Industrie- und Handelskammer (IHK) am Samstag. Ein Schwerpunktthema war die Verkehrssituation in der Stadt.

Der 6,1 Kilometer lange Abschnitt von der Augustusburger Straße, wo der Südring derzeit endet, bis zur B 169 südlich von Ebersdorf soll zweispurig und mit einer wechselnden Überholspur in der Mitte gebaut werden. Das wird eng, sagt Ulbrich aufgrund des Lkw-Verkehrs. Er hätte einen vierspurigen Ausbau favorisiert, so wie es ursprünglich geplant war. Während der öffentlichen Auslegung der Pläne können Bürger, Verwaltungen und Umweltverbände ihre Meinung zum Vorhaben äußern. Von der Anzahl der Einwände und davon, wie schwerwiegend diese sind, ist der weitere Zeitplan abhängig. Vor 2021 aber beginnen die Arbeiten, die mit 71 Millionen Euro angesetzt sind, nicht. Noch keinen Streckenplan gibt es für die Südverbund-Verlängerung bis zur Autobahn bei Oberlichtenau.

Ebenso offen ist der Weiterbau am anderen Ende des Südrings. Zunächst sahen die Pläne vor, die Trasse bis zur Kalkstraße weiterzuführen. Das hatte eine Stadtratsmehrheit vor mehr als zehn Jahren abgelehnt, seither kommt das Vorhaben nicht voran. Grüne-Stadtrat Thomas Lehmann will an der Ablehnung festhalten. Der Lärm würde näher an Altendorf und an den Kaßberg heranrücken, fürchtet er. Außerdem reiche die parallel verlaufende Autobahn völlig aus, sagt auch SPD-Mann Detlef Müller. Ulbrich wiederum schloss den Bau bis zur Kalkstraße nicht komplett aus. Wenn allerdings das Nadelöhr am Überflieger aufgeweitet, also zweispurig ausgewiesen werde, würde die Erweiterung bis zur Zwickauer Straße womöglich reichen, so Ulbrich. Wie es weitergeht, das müsse im Verkehrsentwicklungsplan, der 2020 vorliegen soll, festgelegt werden, fordert Dietmar Berger (Linksfraktion). Darin wiederum waren sich die vier Stadträte in der IHK-Debatte einig.

 
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Kommentare
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  • 16.04.2018
    22:42 Uhr

    osgar: @cn3.... warum nur 2,5-Spurinhalte weiterbauen ist völlig logisch. In Chemnitz macht man nun mal gern nur halbe Sachen, siehe geplante neue Schwimmhalle. Da müssen ja auch 25m reichen.
    Als P+R könnte problemlos der Parkplatz an der Messe genutzt werden, da müsste man allerdings dann dort einen Haltepunkt für die Bahn einrichten. Aber das will man ja auch nicht.

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  • 16.04.2018
    21:29 Uhr

    cn3boj00: Warum der Südring Richtung NO nur 2 1/2 spurig werden soll ist nicht nachvolziehbar. Dass zwischen Zschopauer und Augustusburger Str. bisher eher geringes Verkehrsaufkommen herrscht liegt ja nur daran, dass das Ende jetzt nicht brauchbar ist. Niemand, der heute irgendwie in Richtung Frankenberger Str. will fährt ja heute da lang und dann die Augustusburger rein in die Stadt. Da fährt man eben schon eher ab. Spätestens dann, wenn der Südring eine Anbindung bist OLI hat wird sich das ändern! Dann werden die LKW rollen. Und dann wird man sich am Kopf kratzen wie heute am Überflieger, und jahrelang wird es Baustellen geben um nachzubessern. Das gleiche gilt am anderen Ende. Die Nutzung von Neefestraße/A72 setzt eine Lösung am Überflieger voraus, die aber nicht in Sicht ist. Ein Weiterbau bis zur Kalkstraße würde für eine deutliche Entlastung des Überfliegers / Neefestraße / Jagdschänkenstr. führen.
    @Christophdörfel: was wollen Sie mit einem P+R am Neefepark? Jeder kann doch dort sein Auto heute schon hinstellen und in der Bus umsteigen. Was bitte hat das mit dem Südring zu tun? Der ist dafür da, den Transitverkehr aus Richtung der Autobahnen im Norden und Westen mit dem Süden und dem Erzgebirge zu verbinden, so dass er sich aus der Stadt raushält. Außerdem setzt P+R einen schnellen Schienenanschluß voraus, denn vom Auto in den Bus zu steigen ist echt keine Alternative.

    0 8
     
  • 16.04.2018
    19:41 Uhr

    christophdoerffel: Es fragt sich, was eine Verlängerung zur Zwickauer Str. oder der Kalkstr. bringt. Parallel zur Zwickauer verläuft die Neefestr. die schon als Einfallstr. ausgebaut ist und die Kalkstr. ist über die A72 angebunden. Sinnvoller wäre eine Verbesserung des Verkehrsflusses auf der Neefestr. zwischen Überflieger und Chemnitz Süd. Alternativ und besser: ein Park and Ride System am Neefepark.

    7 2
     
  • 16.04.2018
    17:02 Uhr

    Steuerzahler: @Hankmann: "Es ist bedauerlich, dass der Südring zur Frankenberger Straße nur zweispurig geplant wird. Ob das reichen wird ...? " Nein, das wird natürlich nicht reichen. Das weiß jeder, der den Südring nutzt und die LKW-Schlange Richtung Autobahn kennt. Wenn man das auf den zu erwartenden einspurigen Neubauteil projiziert weiß man, was zu erwarten ist. Aber das ist von den Experten entweder so gewollt oder so entsprechend von Vorgaben umgesetzt.

    1 7
     
  • 16.04.2018
    12:03 Uhr

    Hankman: Es ist bedauerlich, dass der Südring zur Frankenberger Straße nur zweispurig geplant wird. Ob das reichen wird ...? Noch ärgerlicher ist das Gezerre um das andere Ende des Südrings. Wenn man sich (noch) nicht einigen kann, die Trasse bis zur Kalkstraße zu führen, dann sollte man jetzt einfach die Entscheidung für das Stück bis zur Zwickauer Straße treffen. Und dabei halt die Option einer möglichen Verlängerung offenhalten. Die Trassenführung ist hier sowieso mehr oder weniger vorgezeichnet. Aber es muss endlich weiter vorangehen, um so viel Durchgangsverkehr wie möglich aus der Stadt zu verbannen und eine sinnvolle Verkehrsführung zu erreichen.

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