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Im Juni spielte Kraftklub (rechts Felix Brummer, links Steffen Israel) am Marx Kopf.

Foto: Toni Söll/Archiv

Wegen "Vollidioten" und "Fick-Finger": Pro Chemnitz zeigt Kraftklub an

Beim Konzert am Marx-Kopf im Juni soll sich der Sänger der Band beleidigend geäußert haben. Im Netz geht ein Shitstorm über den Kläger nieder.

Von Jana Peters
erschienen am 17.07.2017

Rund 8000 Zuschauer haben am 11. Juni zugehört, als Felix Brummer, Sänger der Band Kraftklub, die Mitglieder der rechtspopulistischen Ratsfraktion Pro Chemnitz als Vollidioten bezeichnet hat. Das könnte jetzt ein Nachspiel haben. Am Montag veröffentlichte die Band, die an jenem Nachmittag kostenlos am Marx-Kopf spielte, ein Schreiben auf Facebook. Es ist offenbar an Felix Brummer gerichtet. Er wird darin aufgefordert, sich als Beschuldigter schriftlich zu äußern. Der Fraktionsvorsitzende von Pro Chemnitz, Martin Kohlmann, habe Anzeige erstattet. Felix Brummer habe folgenden Ausspruch an das Publikum gerichtet: "das geht übrigens auch raus an die ganzen Vollidioten, die sich ne ganze Weile versammelt haben, von Pro Chemnitz oder von Pegida oder wie die alle heißen. Fick-Finger..." Das Publikum skandierte daraufhin mehrmals "Nazis raus".

Auf ihrer Facebook-Seite postete die Band einen Auszug des Schreibens, dessen Absender gestern unklar blieb. "Wer holt mit uns Felix aus dem Knast?" hieß es dort. Felix Brummer postete den Brief auf seiner eigenen Künstlerseite mit den Worten "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!" Die Fans geizten nicht mit Spott für die Kläger. "Mit der Wahrheit konfrontiert zu werden tut wohl weh?", fragte einer. Ein anderer Fan schrieb: "Auf Kraftklub im Sitzungssaal hätte ich Lust. Passiert wenigstens mal was am Gericht."

Für die "Freie Presse" waren am Montag weder Felix Brummer noch Martin Kohlmann zu erreichen.

 

 
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Kommentare
7
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 21.07.2017
    20:00 Uhr

    norbertfiedler: Herr Bonitz, wenn Sie nur Ihre Meinung wiedergeben, dann formulieren Sie es doch auch bitte als Meinungsäußerung und nicht als Tatsache. Meiner Meinung nach ist das sehr einfach.

    2 0
     
  • 21.07.2017
    12:21 Uhr

    cn3boj00: @1953866: ja ermittelt wurde schon, aber es kam nichts raus. Verfahren eingestellt, der Beschuldigte hat den Galgen als "Satire" deklariert. Dagegen ist es einfach nur lächerlich, wenn sich jemand beleidigt fühlt, wenn man von Vollidioten spricht, und dabei noch nicht mal Namen nennt. Da muss man auch nicht diskutieren ob das nun Kunst sei. Wenn ich jemanden für einen Vollidioten halte sage ich das auch.
    Aber für die Aufreger hier: natürlich nehm ich keine juristische Entscheidung vorweg und weiß auch nichts besser, ich hab nur meine Meinung gesagt.

    4 4
     
  • 20.07.2017
    08:01 Uhr

    Hinterfragt: Man sieht mal wieder, mit welchem medialem Aufwand der Fakt zum Vorteil vorgearbeitet wird.
    Ich möchte wetten, hätte eine "rechtslastige" Bank auf einem Konzert (falls genehmigt) selbiges zur Linksfraktion im Stadtrat gesagt, ...

    Da fällt mir nur ein, wieder einmal zweierlei Maß!

    5 4
     
  • 19.07.2017
    21:08 Uhr

    norbertfiedler: Niemand muss sich beleidigen lassen. Ob es sich um eine Beleidigung oder eine zulässige Meinungsäußerung handelt, wird ein Richter entscheiden. Der Staatsanwalt hält eine Beleidigung zumindest möglich, da er sonst keinen Anhörungsbogen an den Beschuldigten verschickt hätte. Aber hier gibt es ja Rechtsexperten, die das offensichtlich besser als der Staatsanwalt wissen.

    4 7
     
  • 19.07.2017
    18:52 Uhr

    Blackadder: Wenn man sich die Kommentare auf Spiegel, Welt, Stern zu dem Thema durchliest kann man nur zu einem Fazit kommen : Das ganze Land lacht über Pro Chemnitz. Klasse Negativ-Publicity für Herrn Kohlmann.

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