30 Jahre Einheit mit Vorträgen und Ausstellungen

Chemnitz plant mehrere Veranstaltungen zum Jahrestag Anfang Oktober

Die Stadtverwaltung will am 3. Oktober zum 30. Jahrestag einen regionalen Blick auf die deutsche Einheit geben. Wie aus einem Papier aus dem Rathaus hervorgeht, plant die Kommune das Jubiläum mit mehreren Veranstaltungen. So soll es am 3. Oktober eine Gesprächsrunde mit dem früheren Superintendenten von Karl-Marx-Stadt, Christoph Magirius, und dem ehemaligen Schauspiel-Chef, Hartwig Albiro, geben, die laut Rathaus "einen Blick auf friedliche Revolution und Wiedervereinigung in Chemnitz" werfen soll.

Rund um den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung ist außerdem eine Ausstellung zu den Ereignissen in Chemnitz geplant, die vom Stadtarchiv unterstützt wird. Die Stadtbibliothek ihrerseits bereitet eine Ausstellung mit verschiedenen Werken und Schriften zur Zeit um 1990 sowie zum Wandel der Bibliothek vor. Die Ausstellung soll etwa drei Monate zu sehen sein. Weiterhin ist im Herbst die Eröffnung der Stefan-und-Inge-Heym-Arbeitsbibliothek vorgesehen.

Die Volkshochschule beteiligt sich den Angaben zufolge mit zwei Programmpunkten. So soll voraussichtlich am 22. September in der Einrichtung die Ausstellung "Umbruch Ost. Lebenswelten im Wandel" eröffnet werden. Die Schau beinhaltet eine neue Plakat-Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Zur Eröffnung wird der Historiker Stefan Wolle, Leiter des DDR-Museums in Berlin und Kurator der Ausstellung, über die Bedeutung der ostdeutschen Um- und Aufbrüche sprechen. Weiterhin findet Mitte Oktober im Haus der Gewerkschaften ein von der Volkshochschule organisierter Vortrag unter dem Titel "Die Treuhand und die wirtschaftlichen Umbrüche in Ostdeutschland nach 1990" statt.

Die Städtepartnerschaft mit Düsseldorf soll auf zwei Wegen im Rahmen des Jubiläums gewürdigt werden. So soll eine der neuen Skoda-Straßenbahnen der CVAG auf den Namen der Partnerstadt Düsseldorf getauft werden. Für Oktober ist eine Reise von 30 Chemnitzerinnen und Chemnitzern nach Düsseldorf geplant. Es soll sich dabei um einen Gegenbesuch in die Partnerstadt handeln. Im November 2019 waren 30 Düsseldorfer in Chemnitz zu Gast. (su)

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