Abriss Hunderter Garagen vom Tisch

Rathaus rückt von Plänen für Neubau einer großen Turnhalle in Gablenz ab

Das drohende Aus für eine der größten Garagenanlagen der Stadt ist offenbar abgewendet. Das Rathaus will nicht länger an seinen Überlegungen festhalten, im Zuge der Wiederinbetriebnahme der früheren Dürerschule in Gablenz eine große Zweifeld-Turnhalle auf dem Gelände des Garagenhofs Charlottenstraße zu errichten. "In einer Abwägung der Interessen der Garagennutzer auf der einen und des schulischen Bedarfs für die Kinder auf der anderen Seite wird als Kompromiss vorgeschlagen, nur eine Einfeld-Halle zu errichten", teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Diese soll auf dem Schulgelände selbst gebaut werden, heißt es. Der Stadtrat soll am Dienstag kommender Woche über die Weiterentwicklung der Chemnitzer Schullandschaft entscheiden - einschließlich des nun vorgelegten Kompromisses.

Die ursprünglichen Pläne der Stadt, die unter anderem von der Ratsfraktion der Linken scharf kritisiert worden waren, hatten unter den Besitzern und Nutzern der etwa 600Garagen in den vergangenen Wochen für erhebliche Unruhe gesorgt. Nachdem ihre Anlage vor einigen Jahren schon einmal zur Disposition gestellt worden war, sprach die erst 2017 vom Stadtrat verabschiedete Garagenkonzeption zuletzt davon, dass der Komplex langfristig erhalten bleiben soll. Nach der Ungewissheit der vergangenen Wochen wird dieser Status nun erneut bekräftigt. "Der Garagenstandort Charlottenstraße bleibt entsprechend der vom Stadtrat beschlossenen Garagenkonzeption bestehen", heißt es aus dem Rathaus.

Die seit Jahren leerstehende benachbarte Dürerschule soll wegen steigender Schülerzahlen bis 2023 saniert werden und künftig als Grundschule dienen. Durch die Nutzung mobiler Klassenräume wird die neue Schule allerdings voraussichtlich bereits ab Beginn des Schuljahres 2021/22 ihren Betrieb aufnehmen. (micm)

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