AfD-Oehme: Chemnitz ist keine Kulturstadt

OB-Kandidat sieht wenig Chancen im Rennen um europäischen Titel

Der Bewerber der AfD für die Oberbürgermeisterwahl im September, Ulrich Oehme, hat sich skeptisch zu den Chemnitzer Chancen für die Kulturhauptstadt-Bewerbung geäußert. Chemnitz sei keine Kulturstadt, sondern eher eine Stadt der Arbeit, der Wirtschaft und der Innovation, sagte Oehme am gestrigen Dienstag anlässlich seines Wahlkampfauftakts. Ohnehin habe er nicht das Gefühl, dass die Stadtbevölkerung für das Thema Kulturhauptstadt brenne, erklärte er. "Ich übrigens auch nicht", fügte er hinzu. Gleichwohl wolle er als mögliches künftiges Stadtoberhaupt an der Bewerbung festhalten. "Die Stadt hat dafür schon zu viel Geld ausgegeben, um das Projekt noch zu stoppen", so Oehme.

Inhaltliche Schwerpunkte seiner OB-Kandidatur sei die Wirtschaftspolitik, kündigte er an. Konkret nannte er als Ziel eine stärkere Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz. "Das, was es bisher gibt, reicht mir nicht", sagte er. Zur drohenden Schließung des Kaufhof-Warenhauses sagte der AfD-Kandidat, für die künftige Innenstadt-Entwicklung brauche es neue Konzepte, die in einer Diskussion mit allen Beteiligten und "ohne Sprechverbote" (Zitat Oehme) gefunden werden müssten. Auf die Nachfrage, wo er in der bisherigen Debatte Sprechverbote ausgemacht habe, nannte er als Beispiel die steigende Anzahl von "arabischen Läden" (Zitat Oehme) in der Innenstadt. Je mehr es davon gebe, so der Kandidat, desto mehr blieben die Kunden anderer Läden und Restaurants weg. "Die müssen dann schließen", fügte er hinzu.

Zum Streit in der AfD um den Landesvorsitzenden der Partei in Brandenburg, Andreas Kalbitz, sagte Oehme, er habe dessen Ausschluss durch die Parteispitze von Anfang an "für rechtlich bedenklich" gehalten. Politisch habe die Personalie der AfD ohnehin geschadet. Seine eigene politische Verortung sei national-konservativ, so Oehme. Politisch stehe er dem sogenannten Flügel nahe, "aber natürlich auf dem Boden des Grundgesetzes", betonte er. So sehe er manche Äußerungen der Parteispitze kritisch wie die Aussage von Alexander Gauland, Hitler sei nur ein Vogelschiss in der deutschen Geschichte gewesen. (su)

36Kommentare
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  • 3
    1
    Interessierte
    30.06.2020

    Ich werde mir Mühe geben :-)

  • 2
    5
    osgar
    28.06.2020

    @Interessierte, hoffentlich bleiben Sie dem Forum noch lange erhalten.

  • 2
    4
    Interessierte
    28.06.2020

    Man kann doch als Bürger mal etwas anders verstehen , die Politiker verstehen doch des Öfteren auch einiges ganz anders ....

  • 4
    3
    Interessierte
    28.06.2020

    Das sehe ich auch soooo …
    Interessante Äußerungen stehen hier ……

    Chemnitz sei keine Kulturstadt, sondern eher eine Stadt der Arbeit, der Wirtschaft und der Innovation …
    Ohnehin habe er nicht das Gefühl, dass die ´Stadtbevölkerung` für das Thema Kulturhauptstadt brenne ….
    Die Stadt hat dafür schon zu viel Geld ausgegeben, um das Projekt noch zu stoppen"....

    Was hat denn dieser Herr Csak vorher gemacht in dieser Stadt , bevor er mit dieser glorreichen Idee kam , oder ist wegen dieser Idee überhaupt erst hierher gekommen , oder vielleicht auch ´in diesem Auftrag` hierher gekommen ?

  • 8
    6
    vonVorn
    26.06.2020

    @DS, es geht nicht um Generalverdacht, sondern darum das man ohne Kontrolle aller hereingelassen hat und damit gar nicht erst versucht hat Kriminelle herauszufiltern. Man muss bloss wollen und an Ihrer Äußerung merkt man das Sie nicht wollen. Ich hoffe sie wissen das, die Opfer von Gewalttaten leiden Ihr leben lang unter den folgen, das sollte doch genügen als Erklärung warum man so viel wie möglich verhindern sollte.

  • 7
    6
    Lesemuffel
    26.06.2020

    Die Überschrift kann man mit "Ja" beantworten. C. war, ist und bleibt das Schmuddelkind unter den sächsischen Drei. So wird die Stadt auch behandelt. Überall abgehängt. Leider. Das stimmt, mit der AfD hat's allerdings nichts zu tun, auch wenn sie nicht träumt, sondern die Realität sieht.

  • 7
    6
    mops0106
    26.06.2020

    @Simple: Und im Übrigen: Meine Frage, welche früheren Verhältnisse Sie meinen, haben Sie nicht beantwortet.

  • 9
    6
    mops0106
    26.06.2020

    Ich habe keine selektive Wahrnehmung, ich gehöre zu den immer mehr werdenden Bürgern unseres Landes, die Realitäten als das benennen, was sie sind. Ich möchte diese sogenannten "Partygänger" und "Einzelfälle" etc. nicht bei uns.

  • 5
    9
    SimpleMan
    25.06.2020

    @mops0106 Tja, Sie haben halt eine sehr selektive Wahrnehmung.

  • 12
    5
    franzudo2013
    25.06.2020

    Bitte Ruhe bewahren. Herr Oehme ist doch nur derjenige, der ein Thema angesprochen hat.
    Das Thema gibt es auch ohne Herrn Oehme.
    Die Leute stimmen mit den Füßen ab.
    Und im Moment kommen sehr viele Faktoren zusammen, die den Innenstädten schwer zu schaffen machen.

  • 6
    9
    DS91
    25.06.2020

    @sunhiller

    Wenn Herr Oehme diese Händler als Problem sieht... was hier ganz deutlich zu erkennen ist... wie möchte Herr Oehme denn dieses Problem denn lösen? Selbst wenn er die Innenstadt für bestimmte Händler ansliedlungen schließt wäre es mit meiner bisherigen Aussage gleichzusetzen.

    Wenn Sie andere ansetzen sehen, würden mich diese sehr interessieren!

    Allein die Händler in der City zu spalten ist sehr billig. Aber was anders kann Herr Oehme nicht.

  • 8
    7
    mops0106
    25.06.2020

    @Simple: Ich wohne schon mein ganzes Leben hier und weiß nicht, welche "früheren Verhältnisse" Sie meinen? Bis 2015 habe ich keine Verhältnisse festgestellt.

  • 3
    11
    osgar
    25.06.2020

    @Franzl, was hat Amri mit Oehme zu schaffen?
    Wo bleibt Ihre Wahrnehmung der Wirklichkeit?

  • 11
    6
    franzudo2013
    25.06.2020

    Man müsste überhaupt wissen, wer im Land ist. Das wäre ein erster Schritt zu Recht und Ordnung. Amri 14 Identitäten = 14 x Sozialhilfe.
    DS91, wo bleibt die Wahrnehmung der Wirklichkeit?

  • 9
    7
    sunhiller
    25.06.2020

    @DS91...

    Wo in dem Artikel steht geschrieben, dass Herr Oehme die Ladenbesitzer vertreiben will ?
    Haben Sie das in Ihrer hier zitierten Glaskugel gesehen ?

  • 6
    10
    DS91
    25.06.2020

    @vonVorn

    Wie möchten Sie bitte im Vorfeld wissen wer kriminell wird und wer nicht? Haben Sie eine Glaskugel die das vorhersagt?
    Stellen Sie einfach alle unter General Verdacht?
    Und weshalb sollen die Ladenbesitzer um die es hier geht und die Herr Oehme aus der Innenstadt vertreiben möchte darunter leiden?

    Die Forderungen von Herr Oehme sind absoluter Unsinn!

  • 11
    6
    vonVorn
    25.06.2020

    @DS91, die Frage "Warum nehmt Ihr Kriminelle auf?" musste ich mir schon zweimal von Ausländern gefallen lassen. Viele Deutsche sagen, ist nicht schlimm, gibt es überall, sehen Sie den Unterschied?

  • 8
    12
    SimpleMan
    24.06.2020

    @mops " ... Ich weiß ja nicht in welcher "berüchtigten" Straße Sie wohnen, aber die vielen Schlägereien, Messerstechereien, Überfälle gibt es erst seit einigen Jahren in Chemnitz. ..." Sie scheinen die früheren Verhältnisse nicht gut zu kennen. Sind Sie überhaupt Chemnitzer/in? Ich erlebe immer wieder, dass Leute, die nicht hier wohnen, merkwürdige Ansichten über diese Stadt haben.

  • 12
    5
    mops0106
    24.06.2020

    Ich möchte natürlich keinerlei Kriminalität. Aber das gibt es nicht mal im Märchen. Deutsche Straftäter sollen entsprechend ihrer Taten verurteilt werden. Ausländische Straftäter (von denen viele schon in ihren Herkunftsländern kriminell waren, dort aus den Gefängnissen entlassen wurden und von den Staaten nicht zurückgenommen werden- zumindest sagt man uns das) sollen verurteilt und abgeschoben werden, um ihre Strafen in ihren Ländern zu verbüßen. Das wurde bisher aber nur bei sehr wenigen Straftätern gemacht.
    Wer rechtskräftig zu 3 Jahren (in besonderen Fällen zu 1 Jahr) verurteilt wurde, hat kein Recht auf Anerkennung auf Asyl/ als Flüchtling, auf subsidären Schutz. -Eigentlich...
    Das ist mein sachlicher Standpunkt dazu.

  • 8
    13
    DS91
    24.06.2020

    @mops0106
    "Aber diese zusätzliche Kriminalität müsste nicht sein"

    Ich unterstelle Ihnen nix... aber Sie sehen scheinbar zwei verschiedene Varianten der Kriminalität...


    Zu Ihrer Aussage...

    Keine Kriminalität darf sein.. ich denke darauf können wir uns einigen. Wenn Sie jedoch den Fokus nur auf die Herkunft legen... dann mache ich ihnen das zum Vorwurf... zum Vorwurf auf sachlicher Ebene! Persönlich kenne ich Sie ja nicht.

  • 10
    12
    mops0106
    24.06.2020

    @DS: Was wollen Sie mir unterstellen? Ich weiß, dass es deutsche Straftäter gibt; auch deutsche Täter mit Messer, Mörder, Vergewaltiger. Aber diese zusätzliche Kriminalität müsste nicht sein. Ich äußere auch keine "dumpfen Gedanken", denn in der Statistik des BKA werden Fakten genannt. Es gibt genügend Quellen, in denen versucht wird, die täglichen Straftaten aufzulisten. Es reicht, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen und nicht nur ÖRR zu konsumieren. Es bleibt jedem überlassen, dies wahrzunehmen oder die Augen zu verschließen.

  • 10
    8
    DS91
    24.06.2020

    @franzudo2013

    Zitat:
    "Deutsche und Messerstecherei? Da lachen ja die Hühner."

    19.04. ... stand in der Zeitung, waren zwei deutsche, haben Sie bestimmt deshalb nicht wahrgenommen.

    Oder vor 3 Wochen... als ein bekennender Rechter Kinder verprügelt hat.

    Ich finde Gewalt und Kriminalität genauso so wie die meisten von uns furchtbar. Im Gegensatz zu Ihnen ist mir die Herkunft der Täter allerdings egal. Und solche Aussagen wie "vor Jahren gab es das alles nicht" kann ich einfach nicht mehr ernst nehmen. Nennen Sie mir doch mal bitte ein belegbaren Beweis dafür das es vor einigen Jahren - so viel besser war.

    Entweder Sie haben wo ganz anders gelebt... oder Sie haben ein schlechtes Gedächtnis.

    "Früher war es genauso. Ist das Satire ?
    Warum hat ein gewisser Mord solche Kreise gezogen?"

    Dieser Mord hat solche Kreise gezogen weil Leute - wie wir sie auch hier unter den Kommentatoren finden - nur noch auf die Herkunft der Täter achten und Ihren dumpfen Gedanken auch noch äußern.

    NSU, RAF oder sonst welche üblen Menschen gab es auch damals...

    @mops0106
    19.04.2020 zb ...

  • 11
    9
    mops0106
    24.06.2020

    @DS:
    Ich weiß ja nicht in welcher "berüchtigten" Straße Sie wohnen, aber die vielen Schlägereien, Messerstechereien, Überfälle gibt es erst seit einigen Jahren in Chemnitz. Und es geht um unsere Stadt. In Chemnitz hat man es mit Restaurants und auch hochwertigen Geschäften immer schon schwer. Aber es wird nicht besser, wenn immer mehr Bürger, die das Geld haben, das Stadtzentrum meiden. Und das passiert zunehmend. Daran hat meiner Meinung nach auch die Gestaltung der Brückenstraße großen Einfluss. Seit einigen Jahren geht es dort nachts vor allem in der wärmeren Jahreszeit fast jede Woche rund. Und in anderen westdeutschen Städten ist das schon seit Jahrzehnten so.
    Das ist meine Meinung. Wenn Sie das anders sehen, ist das Ihre Meinung. Ich möchte jedenfalls keine heißen Sommer wie in Stuttgart, Dijon...

  • 9
    15
    franzudo2013
    24.06.2020

    Deutsche und Messerstecherei? Da lachen ja die Hühner.
    Früher war es genauso. Ist das Satire ?
    Warum hat ein gewisser Mord solche Kreise gezogen?
    Sicher nicht, weil das hier schon immer so war.

  • 18
    4
    Mike1969
    24.06.2020

    Mit dem Thema Stärkung der Wirtschaft erreicht er mich. Mit dem Thema Chemnitz sei keine Kulturhauptstadt, schüttelt es mich. Chemnitzer Industrielle haben soviel Kultur in Chemnitz bewegt. Frau Mössinger hat es geschafft das Chemnitz neben New York und London bei Experten genannt wird. Woher hat dieser Mann sein Wissen? Nur wer an Großes glaubt, erreicht Großes. Scheinbar sind Sie doch der Falsche für das Amt des Bürgermeisters?

  • 12
    11
    DS91
    24.06.2020

    @Sunhiller

    "Die Herkunft der Ladenbesitzer zieht unweigerlich ein gewisses Klientel an. Damit hat er wohl so seine Schwierigkeiten."

    Jedes Geschäft zieht ein "Klientel" an... dieses "Klientel" nennt sich Kunde und bringt Umsatz, zahlt Steuern und erhält Geschäfte am Leben!

    Und wenn einige sich hier erdreisten, die Schuld für die Innenstadt entwicklung auf wenige abzuwälzen, sollten diese Personen mal in den Spiegel schauen und überlegen ob Sie sich lieber doch nicht nochmal auf die Schulbank setzen und sich mit den Sachverhalt auseinandersetzen!!

    "Sie gehen sehr inflationär mit dem Begriff Rassismus um." - anders kann man solche Aussagen und Standpunkte nicht benennen.

    @mops0106
    Seit einigen Jahren ist untertrieben... Schlägereien gibt es leider schon immer. Also keine neue Entwicklung. In meiner Straße übrigens auch immer häufiger, neulich erst haben sich zwei deutsche eine Messerstecherei geleistet.

    Aber wir reden hier über die Kulturhauptstadt und Gewerbebetriebe.

  • 20
    10
    mops0106
    24.06.2020

    Ich finde, dass Chemnitz viel Kultur zu bieten hat und das ist gut so. Allerdings als Kulturhauptstadt sehe ich unsere Stadt nicht. Eine Befragung vor der Bewerbung- gerade auch bei den immensen Kosten- hätte ich auch für gut befunden.

  • 15
    15
    mops0106
    24.06.2020

    Es gibt seit einigen Jahren auf der Brückenstraße nachts ständig Schlägereien und Überfälle....

  • 11
    23
    sunhiller
    24.06.2020

    @DS91...zumal er explizit nur arabische Geschäfte meint, es geht nicht um die Qualität des Sortiments, es geht nicht um den Service... es geht nur darum woher der Betreiber kommt...

    Richtig, es geht nicht um die Qualität des Sortiments, es geht nicht um den Service...

    Ich glaube, dass Herr Oehme meinte: Die Herkunft der Ladenbesitzer zieht unweigerlich ein gewisses Klientel an. Damit hat er wohl so seine Schwierigkeiten.
    Seine Schlußfolgerungen daraus, dass dann andere Läden und Restaurants schließen kann ich aber durchaus nachvollziehen.

    PS.
    Sie gehen sehr inflationär mit dem Begriff Rassismus um.

  • 28
    13
    DS91
    24.06.2020

    @sunhiller

    Wenn Sie an den Aussagen nix verwerfliches finden, sehe ich nur zwei Ursachen dafür.

    Entweder Sie verstehen diese Aussagen nicht, oder Sie sind der selben Meinung.

    Diese Aussagen sind mehr als rassistisch, zumal er explizit nur arabische Geschäfte meint, es geht nicht um die Qualität des Sortiments, es geht nicht um den Service... es geht nur darum woher der Betreiber kommt.. sowas ist Rassismus!!

    Sollten Sie einer Meinung mit diesen "Politiker" sein, dürfen Sie sich nicht wundern wenn Sie als rassistisch bezeichnet werden.

  • 39
    4
    Ramomba
    24.06.2020

    Es wäre fatal, über die Personalie Oehme zu lachen. Hat er doch mit seiner Wahl in den Bundestag gezeigt, dass er genügend Stimmen hinter sich scharren kann. Deshalb gilt es, seine Aussagen kritisch zu überprüfen – auch wenn er damit nur billige Wahlpolitik betreibt und seinen Wählerinnen und Wählern das gibt, was sie wollen. Über seine Aussage, dass Chemnitz keine Kulturstadt sei – darüber wiederum darf man gern lachen. Eine Stadtgesellschaft ohne Kultur ist faktisch keine Gesellschaft. Wer den Kulturbegriff nicht losgelöst sieht von Ballett, Oper, Schauspiel, Museumslandschaft, hat den Sinn hinter der Kulturhauptstadtbewerbung nicht verstanden. Kultur greift weit mehr auf. Nimmt alle Bürgerinnen und Bürger einer Stadt mit. Greift das Stadtgrün genau so auf, wie gewachsene architektonische Strukturen. Nur gibt Kultur – im weitesten Sinne – dem allem einen neuen Anstrich, lässt neue Sichtweisen zu. Das kann, sollte für alle Menschen spannend sein. Das Chemnitz das kann, bewiesen in den vergangenen Jahren/Jahrzehnten beispielsweise Höhepunkte wie Baustellentage, das Festival Begegnungen (was es leider nicht mehr gibt), das Hutfestival oder erst 2019 Kosmos – hier waren Tausende, Zehntausende Chemnitzerinnen und Chemnitzer und Gäste von außerhalb zu Gast und haben es genossen. Da sehe ich sehr wohl, dass wir hier nicht nur arbeiten und innovativ sein wollen – nein, wir wollen auch etwas erleben und dazu nicht nach Leipzig oder Dresden fahren. Nun zu seiner Aussage, dass „Arabische Läden“ für die Schließung von Geschäften in der Innenstadt verantwortlich seien: Da möchte ich doch lieber die Betroffenen selbst oder die Fachleute der IHK zu Wort kommen lassen.

  • 12
    41
    sunhiller
    24.06.2020

    @DS91...
    "Die Aussagen von diesen "Politiker" sind ungeheuerlich, falsch und absolut verwerflich."

    Also ich kann nichts ungeheuerliches, falsches oder gar absolut verwerfliches an den Aussagen von Herrn Oehme finden !

  • 33
    10
    Lexisdark
    24.06.2020

    Ein Grund mehr, nicht für Herr Oehme zu stimmen. Gegen Kulturhauptstadt sein, aber fortsetzen wollen ohne Ahnung, was an Kultur in Chemnitz vorhanden ist. Der Mann wäre eine kapitale Fehlbesetzung. Und dann sind noch die arabischen Läden schuld. Die zahlen bestimmt keine Miete, Steuern, verkaufen auch nix, null Service. Die Läden davor waren bestimmt besser. Deswegen sind die auch weg. Moment...

  • 37
    16
    FromtheWastelands
    24.06.2020

    Über diesen Typen kann man eigentlich schon jetzt nur noch lachen.

  • 42
    16
    osgar
    24.06.2020

    Wenn es stimmt wie in diesem Beitrag über diesen OB-Kandidaten berichtet wird, ist dieser Mann an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Mit den „arabischen Läden“ bedient er die Ressentiments einer bestimmten Klientel. Dem ganzen setzt er aber mit seiner Meinung zur Kultur die Krone auf. So reden kann nur Einer, der das Chemnitzer Opernhaus oder Schauspielhaus noch nie von innen gesehen hat. Ich erspare mir hier eine Aufzählung der Namen, die diese kulturellen Einrichtungen zu angesehenen Adressen gemacht haben. Herr Oehme sollte sich mal informieren, welche Schauspieler aus der ersten Reihe im Schauspielhaus groß geworden sind. Auch von den Kunstsammlungen Chemnitz hat er wahrscheinlich noch nie gehört.

    So ein Typ an der Spitze von Chemnitz, unvorstellbar.

  • 49
    17
    DS91
    24.06.2020

    Unglaublich: jetzt sind sogar Ladenbesitzer Schuld an der Innenstadt Entwicklung. Natürlich laut Herr Oehme nur die arabischen Ladenbesitzer.

    Zitat: nannte er als Beispiel die steigende Anzahl von "arabischen Läden" (Zitat Oehme) in der Innenstadt. Je mehr es davon gebe, so der Kandidat, desto mehr blieben die Kunden anderer Läden und Restaurants weg"

    Das ist genau die selbe Rhetorik wie 36....

    Andere sind dran Schuld!

    Die Innenstadt hat seit mindestens 25 Jahren Probleme, große Kaufhäuser am Stadtrand, große langweilige Fassaden (Düsseldorfer Platz), fehlende Anziehungskraft und für manche die Parkplatz Situation - wobei ich bei der Auswahl an Parkhäuser nie lange suchen musste.

    Die Aussagen von diesen "Politiker" sind ungeheuerlich, falsch und absolut verwerflich.

    Und das Herr Oehme KEINE Ahnung zum Thema Kulturhauptstadt und Kultur in Chemnitz hat, hatte er schon oft bewiesen und jetzt erneut bestätigt.