Anbau für Schule Altendorf gestrichen

Eigentlich sollten die Container, die in Kürze in Betrieb genommen werden, eine Zwischenlösung sein. Doch jetzt hat die Stadt offenbar andere Pläne.

Das Schulgebäude in Altendorf ist für alle angemeldeten Grund- und Oberschüler zu klein. Die Stadt hatte bereits mehrere Ansätze, dieses Problem zu lösen: Vor zwei Jahren wollte die Verwaltung die Grundschule schließen und die Kinder in andere Einrichtungen schicken. Das Haus sollte ausschließlich für die Oberschule genutzt werden, einschließlich der Vorbereitungsklassen für Flüchtlingskinder. Gegen diese Schließungspläne liefen die Eltern Sturm - mit Erfolg. Der Stadtrat erteilte dem Verwaltungsvorhaben eine Absage. Der Altendorfer Grundschulstandort blieb erhalten.

Allerdings sind die Kinder seit Jahren ausgelagert - zunächst, weil das Haus an der Ernst-Heilmann-Straße saniert wurde. Danach ist festgestellt worden, dass im Schulgebäude nur noch Platz für die Fünft- bis Zehntklässler ist. Deshalb lernen die rund 100 Altendorfer Grundschüler weiter an ihrem Ausweich-Standort, der Flemming-Grundschule. Die allerdings wird derzeit ebenfalls saniert.

Um diesem Engpass zu entgehen, hatte der Stadtrat den Kauf von Containern für mehr als eine Million Euro beschlossen, die im Juni vorigen Jahres aufgestellt werden sollten. Womit die Verwaltung nicht gerechnet hatte, war der Engpass an Containern. Die Bestellliste bei den Produzenten war lang. Zum einen wurden Container als Ersatz für zu sanierende Schulen, zum anderen als Flüchtlingsunterkünfte benötigt. Deshalb wurden die ersten mobilen Klassenzimmer erst im November in Altendorf angeliefert. In Betrieb genommen werden sollen sie aber erst Ende Februar, nach den Winterferien.

Bislang stand fest, dass die Container zwar eine lange Lebensdauer haben, aber dennoch nur als Zwischenlösung dienen sollen. Die Verwaltung hatte einen Anbau in Aussicht gestellt. Erste Schätzungen gingen von drei Millionen Euro Baukosten aus. Davon nimmt die Stadt jetzt wieder Abstand, wie es in einer Information an die Stadträte heißt. Offenbar wird künftig mit weniger Oberschülern gerechnet, weil die Aufnahmekriterien für Gymnasien gelockert wurden. Außerdem sei durch den Rückgang der Flüchtlingszahlen mit weniger Spezialklassen für Migrantenkinder zu rechnen. Deshalb könnte das Schulhaus künftig doch wieder für Grund- und Oberschüler reichen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...