Auseinandersetzungen eskalieren - Zeugen gesucht

Binnen zwei Stunden ist die Polizei zu drei Streitigkeiten gerufen worden. Parallelen bei den Örtlichkeiten sind zufällig, sagt die Polizei.

Nach einer Auseinandersetzung am Montagabend an der Heinrich-Schütz-Straße sucht die Polizei jetzt Zeugen. Wie sie am Dienstag mitteilte, soll eine 20-jährige Zeugin gegen 18.30 Uhr gesehen haben, dass an der Bushaltestelle Hofer Straße ein älterer Mann von einem zunächst Unbekannten geschlagen wurde. Der Geschädigte, der mit Gehstützen unterwegs gewesen sein soll, sei daraufhin in einen Bus gestiegen und weggefahren sein. Den mutmaßlichen Angreifer, einen 36-jährigen Deutschen, trafen die Beamten in der Nähe an. Weil er stark angetrunken war - die Polizei spricht von über drei Promille - wurde er für einige Stunden in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt. Die Polizei bittet den Geschädigten, sich zu melden.

Zur Endhaltestelle der Straßenbahn in Schönau rückte die Polizei gegen 19.30 Uhr aus. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 35-jähriger Deutscher auf ein parkendes Auto gesprungen, woraufhin die Frontscheibe beschädigt wurde. Als ein Zeuge den Mann ansprach, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 35-Jährige mit Abfall um sich warf und offenbar eine Passantin traf. Weitere Zeugen griffen ein. Daraus entwickelte sich laut Polizei eine Auseinandersetzung mit mindestens drei Beteiligten. Der alkoholisierte 35-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Ermittlungen zu Hintergründen und zur Tatbeteiligung wurden aufgenommen.

Eine Stunde nach diesem Streit sollen an einer Bushaltestelle auf der Rathausstraße zwei augenscheinlich Jugendliche einen 23-Jährigen angesprochen, bedroht und auf ihn eingeschlagen haben. Die Angreifer flüchteten in Richtung Straße der Nationen. Der 23-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Er hatte sich zuvor offenbar auf dem Neumarkt aufgehalten, wo ein sogenannter "Spaziergang", ein Protest gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie, stattgefunden hatte. Die Tatsache, dass es sich bei den Örtlichkeiten der Vorfälle um Nahverkehrshaltestellen gehandelt hat, ist laut einem Polizeisprecher Zufall. Es gebe keine Hinweise auf mögliche Zusammenhänge, sagte er. (gp)

Zeugen zum erstgenannten Fall sowie der dabei Geschädigte werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0371 387102 zu melden.

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