Bürgermeister will Amtszeit erfüllen

Niederfrohnas Ortschef Klaus Kertzscher dementiert anderslautende Gerüchte

Niederfrohna.

Wer sitzt im Niederfrohnaer Rathaus künftig auf dem Chefsessel? Diese Frage stellt sich, seit der stellvertretende Ortschef Jens Hinkelmann (CDU) seine Ambitionen auf den Bürgermeisterposten öffentlich gemacht hat. Er wolle für das Amt kandidieren, sagte der 44-jährige Sparkassen-Mitarbeiter im Gemeinderat. Im Gespräch mit der "Freien Presse" ergänzte Hinkelmann, dass er bis Anfang des Jahres davon ausgegangen war, von Amtsinhaber Klaus Kertzscher (Freie Wähler) bei der Kandidatur unterstützt zu werden. Zumindest habe er entsprechende Signale von Kertzscher erhalten, sagte Hinkelmann. "Schließlich haben wir grundsätzlich ein gutes Verhältnis." Doch zuletzt habe er wahrgenommen, dass die Freien Wähler selbst einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufstellen wollen, so der CDU-Vertreter. Während der Gemeinderatssitzung hatten sich Hinkelmann und Kertzscher mehrmals gegenseitig kritisiert.

Daraus abzuleiten, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden Lokalpolitikern eingetrübt habe, sei aber falsch, erklärte Kertzscher. "Ich habe kein Problem mit Jens Hinkelmann." Zu der Frage, wen er selbst als seinen Nachfolger favorisiere, wollte sich der Amtsinhaber nicht äußern. Das spiele auch keine Rolle. "Wer Bürgermeister wird, entscheiden die Bürger." Kertzschers Amtszeit endet im Sommer 2022, einige Monate zuvor müsste gewählt werden. Gerüchten, denen zufolge Kertzscher aus Altersgründen - er wird im November 72 - vorzeitig zurücktreten könnte, erteilte der Ortschef eine Absage. "Wenn gesundheitlich nichts dazwischenkommt, möchte ich die Amtszeit zu Ende bringen."

Nach Angaben von Jürgen Jäger, dem Vorsitzenden der Freien Wähler, gibt es Überlegungen, Gemeinderätin Ines Polster-Peters als Bürgermeisterkandidatin aufzubauen. Die Bauingenieurin wollte die Frage, ob sie kandidiere, im Gemeinderat aber weder mit Ja noch mit Nein beantworten. Unabhängig davon lehnt Jäger es ab, in Niederfrohna "Parteigeplänkel" zuzulassen, wie er es nennt. Er lobte Hinkelmann für seine bisher geleistete Tätigkeit als stellvertretender Bürgermeister. (jop)

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