Burgstädt reduziert Wohnbauflächen in Gückelsberg

Weil der Bedarf an Mehrfamilienhäusern zurückgegangen ist, verkleinert die Stadt einen Baustandort. Dafür wird Platz für eine andere Investition.

Burgstädt.

Die Wohnbaufläche im Burgstädter Plangebiet Gückelsberg soll von ursprünglich mehr als 15 auf rund 2 Hektar schrumpfen. Nachdem der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung Planungsunterlagen ausgewertet und über die Abwägung entschieden hat, kann laut Bauamtsleiter Hannes Langen im nächsten Schritt eine Satzung aufgestellt und beschlossen werden.

Für die Stadt gehe es um ein dringendes Anliegen, sagte Bürgermeister Lars Naumann (Freie Wähler). Der Mitte der 1990er-Jahre entwickelte Bebauungsplan hemmt seiner Ansicht nach Bauvorhaben an anderer Stelle in der Stadt. Ursprünglich sollten in Gückelsberg Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen, die für rund 2000 Menschen Wohnraum geboten hätten. Das Gebiet sei erschlossen worden. Allerdings sei das Wohnungsbauvorhaben nicht umsetzbar gewesen, sagte er. Inzwischen rechnet er nur mit Bedarf für kleinteilige Wohngebiete.


Die Stellungnahmen zum Planentwurf machten aus Sicht der Räte keine weiteren wesentlichen Änderungen erforderlich. Laut Naumann hat das Gremium reichlich 23 Seiten mit Hinweisen und Einwänden geprüft. Demnach sollen Splitterflächen vermieden und im Bereich der Bebauung auch Bäume und Sträuchern gepflanzt werden. Ein anderer Hinweis betraf Maßnahmen zum Lärmschutz. "Das sind Dinge, die logisch und nachvollziehbar sind", sagte der Bürgermeister. Die Hinweise könnten beachtet werden, ohne dass es zum Zeitverzug kommt.

Forderungen nach dem Erhalt der landwirtschaftlich genutzten Flächen über die fünf Hektar hinaus, die nach der Planänderung ausgegliedert werden sollen, oder Verzicht auf neue Wohnhäuser im Anschluss an bebaute Bereiche an der Burkersdorfer Straße, hätten ebenfalls keine Bedeutung, hieß es zur Sitzung. "Die Einwände haben uns nicht überrascht", sagte Langen. "Aber diese Dinge stehen nicht zur Debatte, weil schon seit 1996 Baurecht besteht." Der Bebauungsplan ließ zudem frühere Entscheidungen, wie die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf rund der Hälfte der ursprünglichen Wohnbaufläche und den Bau der Rettungswache an der Gückelsbergstraße zu. Wie ein Sprecher des zuständigen Landratsamtes sagt, werde der Standort für den Bau einer Rettungswache durch den Landkreis bevorzugt. Es seien Mittel zum Erwerb des Baugrundes für 2019 eingeplant. Zum Zeitpunkt des Baubeginns könne aber noch nichts gesagt werden. (mit bj)

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