Coronakrise: Cinestar-Kino entlässt doch Mitarbeiter

Unternehmen revidiert eigene Angaben - 14 Personen gekündigt

Aufgrund der Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus haben die Kinos der Stadt seit vier Wochen geschlossen. Betroffen ist auch das Cinestar-Kino im Roten Turm, mit elf Sälen das größte Lichtspielhaus der Stadt. Die Mitarbeiter seien auf Kurzarbeit gesetzt worden, sagte eine Sprecherin von Cinestar vergangene Woche der "Freien Presse". Entlassungen habe es nicht gegeben.

Nachdem diese Aussagen in der "Freien Presse" erschienen, meldete sich Rechtsanwalt Adrian Peters in der Redaktion. Die Angaben von Cinestar seien falsch. Er vertrete zwei Mandanten, denen in der Coronakrise vonseiten des Kinos gekündigt worden sei, sagte der Fachanwalt für Arbeitsrecht. Darüber hinaus gebe es weitere Betroffene. Der Betriebsrat des Kinos teilt auf Anfrage mit, dass es 14 Kündigungen gegeben habe. Sie seien mit der wirtschaftlichen Situation begründet worden.

Damit konfrontiert, ruderte Cinestar zurück. Sie habe "eine korrigierte Information" erhalten, teilt die Sprecherin nun mit. Demnach habe es tatsächlich Kündigungen gegeben. Betroffen seien 14 Mitarbeiter: zehn Minijobber, zwei Studenten und zwei sozialversicherungspflichtige Teilzeitkräfte. Alle hätten sich in der Probezeit befunden. Vor Ausspruch der Kündigungen habe das Kino 62 Mitarbeiter gezählt, davon 48 geringfügig Beschäftigte und Studenten sowie 14 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Die Sprecherin sieht Kinos wie das im Roten Turm existenziell bedroht, sollten keine Fördergelder fließen. Dem Hauptverband Deutscher Filmtheater zufolge können größere Kinos mit mehr als sieben Sälen bislang keine Förderprogramme in Anspruch nehmen. (lumm)


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