Coronaregeln: Stadt kündigt bei Verstoß Bußgelder an

Ordnungsdienst und Polizei wollen ab sofort härter durchgreifen

Die Stadt will jetzt stärker durchgreifen und Bußgelder verhängen, wenn Ausgangsbeschränkung und Abstandsgebot nicht eingehalten werden. Das kündigt die Kommune auf ihrer Facebookseite an - sicher auch vor dem Hintergrund, dass für Samstag sonniges Frühlingswetter zu erwarten ist. Chemnitzer, die in größeren Gruppen beispielsweise in Parks und auf öffentlichen Plätzen angetroffen werden, müssen damit rechnen, dass sie von Polizei und Gemeindlichem Vollzugsdienst zur Verantwortung gezogen werden, heißt es weiter. "Das bedeutet, dass jetzt auch Bußgelder verhängt werden." Dies gelte zum Beispiel für die Schloßteichinsel, den Stadtpark und den Küchwaldpark, nennt die Verwaltung beliebte Treffpunkte. Ebenso untersagt seien Zusammenkünfte von Hausgemeinschaften in den Innenhöfen der Wohngebiete. Auch diese Ansammlungen von Gruppen sind derzeit strikt zu vermeiden und werden verstärkt von Polizei und Ordnungsdiensten kontrolliert, so die Kommune. Auf das Sperren beliebter Freizeitareale oder deren Parkplätze werde aber verzichtet. Die Stadt Leipzig hatte zu diesen Maßnahmen gegriffen, zum Beispiel am Cospudener See.

Die Anzahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Chemnitz ist bis Freitag auf 74 gestiegen, drei mehr als am Donnerstag. Elf davon befinden sich laut Stadt in stationärer Behandlung. Die Corona-Ambulanz in der Messe bleibt am Wochenende geschlossen. Erkrankte können sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden, der unter der Nummer 116117 erreichbar ist. Allgemeine Auskünfte gibt das Gesundheitsamt unter Telefon 0371 4885302.

Das DRK-Krankenhaus in Rabenstein hat indes die Zugangsbeschränkung erhöht. Alle Nebeneingänge und die Haupteingangstür bleiben verschlossen. Wer in das Gebäude möchte, muss am Haupteingang klingeln. Ein sogenannter Türkoordinator regelt laut Kliniksprecherin den Einlass. Patienten und Begleitpersonen werden nur einzeln ins Haus gelassen. Außerdem wird der Aufenthalt von Begleit- und Abholpersonen im Foyer nicht gestattet, lediglich die entlassenen Patienten dürfen dort warten. Die Eingangstüren zu den Ärztehäusern bleiben vorerst geöffnet.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.