Das leistet die neue Stadt-Homepage

Limbach-Oberfrohna hat für 20.000 Euro den Internetauftritt überarbeitet. Die Verbesserungen im Vergleich zur alten Version fallen schnell ins Auge. Es gibt aber auch Schwächen.

Limbach-Oberfrohna.

Seit wenigen Tagen präsentiert sich die Internetseite der Stadt Limbach-Oberfrohna in neuem Design. Das Rathaus hat das kommunale Aushängeschild in Zusammenarbeit mit einem IT-Dienstleister für etwa 20.000Euro überarbeitet. Die Homepage ist nun auf allen mobilen Geräten problemlos nutzbar. Zudem können Menschen mit Handicap Informationen einfacher abrufen. Die "Freie Presse" hat die neue mit der alten Version verglichen. Optik: Die alte Homepage wirkte unübersichtlich, da sie mit Informationen überladen war. Auswahlmenüs links und oben drohten den Nutzer zu überfordern. Als Hingucker fehlte ein großes grafisches Element, das Auge irrte mitunter umher. Zudem konnte die Seite per Klick in Schwarz-Weiß-Optik umgestellt werden - eine Funktion, die wohl kaum ein Besucher je genutzt hat. Die neue Internetseite bietet diese Möglichkeit nicht mehr an. Sie wirkt wesentlich aufgeräumter und übersichtlicher. Die Auswahlmenüs sind jetzt ausschließlich unter einem schmucken Luftbild der Stadt angeordnet, das einen attraktiven ersten Eindruck hinterlässt.

Navigation: Die Kategorien der alten Internetseite waren nicht immer trennscharf. Zum Beispiel dürfte einigen Nutzern nicht klar gewesen sein, worin der Unterschied zwischen den Bereichen "Unsere Stadt" und "L.-O. erleben" bestehen sollte. Die neue Gliederung in die vier Menüs "Rathaus", "Leben", "Wirtschaft" und "Freizeit" erscheint logischer. Etwas irritierend ist, dass als erster Stichpunkt in jedem der Bereiche stets der Begriff "Weiter" erscheint - seine Funktion bleibt unklar.

Christoph Ulrich

Ulrichs Bilanz:Der „Freie Presse“-Wirtschaftsnewsletter von Chef­korrespondent Christoph Ulrich

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Informationen: Die meisten Informationen, die von Nutzern oft abgefragt werden dürften, sind schnell zu finden. Wer eine Angelegenheit mit der Stadtverwaltung klären will, findet unter "Rathaus" wie in der alten Version eine Liste mit Ansprechpartnern. Wesentlich leichter lässt sich nun der Veranstaltungskalender bedienen, es sind weniger Klicks nötig als zuvor. Unverständlich ist, warum die Bürgerstiftung, die in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung tritt, unter "Leben" direkt als Stichwort auftaucht, Kitas und Schulen aber nur unter der Unterrubrik "L.-O. von A bis Z". Ein Pluspunkt ist, dass die Lage der Kitas auf einem Stadtplan verdeutlichlicht wird. Das gab es zuvor nicht. Bei den Schulen fehlt dieser Service hingegen. Wer Informationen vermisst, sollte die Suchfunktion anklicken, die etwas versteckt ganz unten auf der Seite platziert ist. Auf der alten Internetseite war sie noch ganz oben prominent vertreten. Neu ist, dass Informationen auch in umgekehrter Richtung fließen können: Per sogenanntem "Bürgermelder" können Einwohner die Verwaltung auf Verschmutzungen oder andere Probleme im Stadtgebiet aufmerksam machen. Eine solche Funktion war bei einer Bürgerversammlung für die Kernstadt gefordert worden.

Aktualität: Die alte Internetseite ließ mit Blick auf Aktualität an mehreren Stellen Wünschen offen. Im Bereich Wirtschaft, wo ein Foto vom Gewerbegebiet Süd aus dem Jahr 2015 zu sehen war, ging die Stadtverwaltung mit diesem Missstand offensiv um. "Bald startet unsere neue Internetseite, bitte entschuldigen Sie die alten Inhalte", war dort zu lesen. Zudem reichte die Liste der Ehrennadel-Preisträger nur bis 2017. Diese Probleme sind nun behoben. Die Preisträger aus dem vergangenen Jahr sind online, zu den Gewerbegebieten finden sich aktuelle Fotos und Informationen. Nur in einem Übersichtsplan des Gewerbegebiets Süd ist noch von USK die Rede, obwohl der Sondermaschinenbauer inzwischen Aumann heißt. Mehrere Links gehen derzeit ins Leere, so sind zu den Stichpunkten Vereinsräume sowie Sportstätten noch keine Inhalte hinterlegt. Dasselbe gilt für das Impressum, was aus rechtlicher Sicht problematisch ist. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, bislang fehlende Inhalte nachzureichen.

Fazit: Mit Blick auf Optik und Navigation schneidet die neue Internetseite deutlich besser ab als die alte. Das gilt mit Abstrichen auch für die Aktualität. Bei den Informationen wirkt nicht alles durchdacht. Zudem sollte die Stadtverwaltung fehlende Stichwörter möglichst schnell ergänzen.

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