Ein Feuerwerk abgesagt, eines erlaubt

Zwei Anträge zur selben Zeit und warum die Stadt unterschiedlich entscheidet

Weshalb durfte beim Schönherrfest am Samstagabend ein Feuerwerk abgebrannt werden, bei Classics unter Sternen in der Innenstadt zur selben Zeit aber nicht? Für Besucher der Veranstaltungen waren die unterschiedlichen Entscheidungen nicht nachvollziehbar. Der Standort ist entscheidend gewesen, hat die Stadtverwaltung am Montag auf Anfrage erklärt.

Das Feuerwerk für das Classics-Konzert sollte vom Schillerpark aus abgeschossen werden. Wegen der Trockenheit erteilte das Grünflächenamt als Grundstückseigentümer keine Erlaubnis. Das Ordnungsamt schloss sich mit einer Nicht-Genehmigung an. In die Entscheidung sei auch die Nähe zur benachbarten Kirche einbezogen worden.

Auch das Feuerwerk in der Schönherrfabrik war eigentlich aus Gründen der Waldbrandstufe zunächst untersagt worden. Am Samstagvormittag wurde jedoch kurzfristig die Genehmigung erteilt. Der in der Nacht zuvor einsetzende Regen hatte für entsprechende Feuchtigkeit gesorgt, sodass die Stadt keine Brandgefahr mehr sah. Außerdem hatte der Grundstückseigentümer, die Verwalter der Schönherrfabrik selbst, bereits seine Erlaubnis erteilt.

Aber auch die Größe der geplanten Feuerwerke habe eine Rolle gespielt. Die Feuerwerks-Effekte im Schillerpark seien laut Sprengstoffverordnung in den Klasse 3 und 4 und damit größer einzustufen gewesen als das beim Schönherrfest mit Klasse 2. (dy)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...