Händler mit neuer Idee für offenen Sonntag

Gemeinsame Aktion der Einkaufszentren zum Stadtjubiläum

Der Name klingt wie der eines Tennisturniers: Unter dem Motto "Chemnitz Open" soll am 30. September der erste von vier verkaufs-offenen Sonntagen in diesem Jahr über die Bühne gehen. Das Besondere: Zum ersten Mal haben sich die Vertreter des Chemnitzer Handels zusammengeschlossen, um ihre Aktivitäten gemeinschaftlich zu vermarkten. Zwar habe es auch schon in der Vergangenheit Kooperationen zwischen zwei und mehr Akteuren gegeben, aber nie einen derartigen Schulterschluss, der auch ein gemeinsames Budget umfasse, so Chemnitz-Center-Manager Thomas Stoyke . 60.000 Euro bringen die Händler gemeinsam auf. Hinzu kommen rund 160.000 Euro für eigene Aktionen, die die Teilnehmer aus eigener Tasche tragen.

Als Anlass, gemeinschaftlich etwas auf die Beine zu stellen, dient die 875-Jahr-Feier der Stadt. "Grundlage für die Jahreszählung ist die nachgewiesene Verleihung des Marktrechts an Chemnitz. Schon deshalb sieht sich auch der Handel in der Pflicht, sich zu positionieren", so Sven Hertwig von der Agentur Exclusiv Events, wo die organisatorischen Fäden zusammenlaufen. Open Chemnitz, also "offenes Chemnitz", bedeute auch, möglichst viele Menschen gerade aus dem Umland am 30. September zwischen 12und 18 Uhr an die verschiedenen Einkaufsstandorte zu locken.

Den historischen Hintergrund im Blick, sollen Menschen auf dem Markt eine überdimensionale 875 bilden, die aus der Luft fotografiert wird. Die Galeria Kaufhof lädt zu Führungen durch die Katakomben ein, die den Kunden sonst versperrt bleiben. Ähnliches plant Peek & Cloppenburg mit seiner hausinternen Schneiderei. Zudem gibt es Führungen durch Roten Turm und Rathausturm. Im Chemnitz-Center wartet ein Mittelaltermarkt mit einem feuerspeienden Drachen, in der Sachsen-Allee macht die Kinder- und Senioren-Uni der TU Station. Der Neefe-Park lädt zum Schlagernachmittag mit "Fernando Express" und "Die Cappuccinos". Gleich nebenan feiert Ikea nicht nur die Stadt, sondern auch sich selbst - mit einer Party zum 75-jährigen Bestehen des Unternehmens. Shuttle-Busse kommen allerdings nicht zum Einsatz. "Das wäre etwas für die Zukunft", so Hertwig.

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