LED-Lampen in Niederfrohna: Mehr Licht, weniger Kosten

Gemeinde bestückt sämtliche Straßenlaternen im Ort neu - Umrüstung beginnt Anfang Juni

Niederfrohna.

Der Gemeinderat hat beschlossen, 100.000 Euro in eine neue Straßenbeleuchtung zu investieren. Bei der Umsetzung wird auch auf Hinweise aus der Bevölkerung Rücksicht genommen. Die "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen zu dem Vorhaben.

Was hat die Gemeinde Niederfrohna vor?

In diesem Jahr sollen die Lampen in allen 289 Straßenlaternen im Ort ausgewechselt werden. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Bisher wird Niederfrohna laut Klaus Kertzscher durch Natriumdampflampen erhellt. "Die sind aber in die Jahre gekommen", sagt der Bürgermeister. Die Gehäuse aus Glas seien derart beschlagen und verdreckt, dass sie kaum mehr gereinigt werden könnten. Künftig sollen moderne LED-Leuchten samt neuer Gehäuse zum Einsatz kommen.

Gibt es bei Dunkelheit also künftig bessere Sicht?

Laut Kertzscher ist das der Fall. "Mit Blick auf die Helligkeit lassen sich die neuen mit den alten Lampen gar nicht vergleichen", sagt er. Zudem sollen 15 Straßenlaternen ganz neu errichtet werden. Nach Angaben des Bürgermeisters geschieht dies als Reaktion auf Beschwerden von Bürgern, die über zu wenig Licht an einigen Orten in der Gemeinde geklagt hatten.

Bringen die neuen Lampen weitere Vorteile mit sich?

Ja. Die Leuchten können laut Kertzscher unterschiedlich ausgerichtet werden. Man kann zum Beispiel gezielt die Fahrbahn oder den Gehweg ausleuchten. Außerdem erwartet die Gemeinde große Einspareffekte bei der Energie. "Zurzeit hat jede Lampe 80 Watt. Die LED-Leuchten haben nur 20 bis 25 Watt", erklärt Kertzscher. Übersetzt in Kosten heißt das: Bislang wendet die Gemeinde jährlich gut 30.000 Euro für Strom und Unterhaltung der Lampen auf, künftig soll sich der Betrag auf etwa 15.000 Euro halbieren.

Wie teuer ist die Umrüstung?

Sie kostet etwa 100.000 Euro. Knapp 30.000 Euro finanziert die Gemeinde selbst, der Rest fließt als Fördermittel. Bei einer jährlichen Ersparnis von etwa 15.000 Euro hätte sich die Investition also nach sieben Jahren amortisiert.

Wann werden die Lampen ausgetauscht?

Dies soll ab Anfang Juni passieren. Zuvor muss der Auftrag ausgeschrieben werden, dann wird der Gemeinderat eine Firma beauftragen. Wie lange die Installation der neuen Leuchten dauern wird, ist derzeit noch unklar. Das müsse erst mit der ausführenden Firma besprochen werden, erläutert Kertzscher.

Gibt es schon einen Prototyp zu besichtigen?

Ja. An der Zufahrt von der Oberen Hauptstraße zum Parkplatz am Rathaus sind gleich zwei Lampen nebeneinander an einem Mast montiert: eine alte Natriumdampf- und eine neue LED-Lampe. Der Unterschied bei der Helligkeit ist deutlich zu erkennen.

Leuchten die Straßenlaternen in Niederfrohna die ganze Nacht über?

Bislang nicht. Um Strom zu sparen, bleiben die Lampen laut Kertzscher drei Stunden lang dunkel, derzeit etwa von ein bis vier Uhr. Künftig soll Niederfrohna die ganze Nacht über erleuchtet bleiben - die Ersparnisse dank der neuen Technologie machen es möglich. Vielleicht soll die Leuchtkraft der LED-Lampen nachts nach Angaben des Bürgermeisters etwas reduziert werden. Diese müsse allerdings erst in der Praxis getestet werden, sagt Kertzscher. (jop)

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