Maschinenbauer erweitert Kapazitäten

Die Firma Sitec hat eine neue Fertigungshalle in Borna errichten lassen. Ein Grund dafür sind Aufträge von Entwicklern neuartiger Fahrzeug- antriebe.

Der moderne Neubau ist fertig und soll ab September bezogen werden. Um rund 3500 Quadratmeter erweitert die Firma Sitec Industrietechnologie damit ihre Produktionsfläche. Die seit Mitte 2017 auf dem dafür erweiterten Firmengelände an der Bornaer Straße errichtete Halle beherbergt zudem den neuen zentralen Empfang sowie einen modernen Konferenzbereich. Rund sechs Millionen Euro wurden dafür nach Unternehmensangaben insgesamt investiert.

Für die Beschaffung neuer Maschinen und Anlagen soll noch einmal die gleiche Summe ausgegeben werden. Grund für die erneute Erweiterung der Kapazitäten ist die sehr gute Auftragslage, sagt Marketingleiterin Sabine Rabenhold. Auf Wachstumskurs befindet sich Sitec schon seit Jahren. Zuletzt war deswegen im Jahr 2008 die 2001 neu errichtete, etwa 4000 Quadratmeter große Montage- und Fertigungshalle um rund 2000 Quadratmeter für Produktion und Entwicklung vergrößert worden.

Das 1991 gegründete Unternehmen ist heute in zwei Geschäftsfeldern tätig: im Sondermaschinenbau und der Serienfertigung von Komponenten und Baugruppen. Bei Sondermaschinen hat sich Sitec auf Anlagen zur Lasermaterialbearbeitung spezialisiert. Die Fertigungspalette reiche von flexiblen Standardmaschinen bis hin zu vollautomatisierten Großserienanlagen insbesondere für die Prozesse Laserschweißen, Laserschneiden, Laserhärten und Laserstrukturieren. Daneben zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den Technologieführern bei der Entwicklung und dem Bau von Anlagen für automatisierte Montage und elektrochemische Metallbearbeitung.

Als Generalauftragnehmer plant und realisiert der Chemnitzer Hersteller weltweit Produktionsanlagen für unterschiedliche Branchen, darunter die Automobilindustrie, Elektrotechnik/Elektronik, Medizintechnik und alternative Energietechnik. "Wir wachsen mit den Herausforderungen unserer Kunden, die zum Beispiel neue Produkte im Bereich E-Mobilität und Brennstoffzellen entwickeln", erklärt Jörg Lässig, einer der beiden Geschäftsführer von Sitec. Für solche Erzeugnisse zwingend erforderlich seien Kompetenzen in der Laserbearbeitung von Kupfer, über die das im Stadtteil Borna ansässige Unternehmen verfüge.

Im Geschäftsfeld Serienfertigung entwickelt und liefert Sitec Baugruppen und Teile an die Automobilindustrie in den Bereichen Motor, Antriebsstrang, Fahrzeugsicherheit, Komfort und E-Mobilität. Seit dem Jahr 2005 seien beispielsweise mehr als 110 Millionen Bauteile für Diesel-Injektoren, also für Einspritzdüsen von Dieselmotoren, hergestellt worden. Diese Serienfertigung, die unter anderem mithilfe von Laser- und elektrochemischer Metallbearbeitung erfolgt, soll laut Aussage von Marketingleiterin Rabenhold künftig komplett in der gerade fertiggestellten neuen Produktionshalle untergebracht werden. Der Sondermaschinenbau erhalte dadurch mehr Platz in der bereits länger vorhandenen Halle.

Sitec wurde 1991 von zwei ehemaligen leitenden Mitarbeitern des früheren Karl-Marx-Städter Forschungszentrums für Werkzeugmaschinenbau als Ingenieurbüro gegründet. 2017 habe das Unternehmen einen Umsatz von rund 43 Millionen Euro erwirtschaftet. Das waren nach Angaben der Marketingleiterin etwa drei Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Im Zuge der Kapazitätserweiterung sollen 20 neue Arbeitsplätze entstehen, mit denen die Mitarbeiterzahl bei Sitec auf insgesamt 245 anwächst. Das sind etwa sechsmal so viele wie Anfang der 1990er-Jahre.

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