Nach Elternprotest: Grundschule wird vergrößert

In Adelsberg gibt es mehr Kinder als Platz in der Schule. Lange Zeit schien eine Erweiterung nahezu ausgeschlossen.

Adelsberg.

Nach Jahren der Enge soll die Grundschule in Adelsberg jetzt einen Erweiterungsbau bekommen. Da ein direkter Anbau aus Platzgründen nicht möglich ist, hatte die Stadt zunächst mehrere Alternativ-Standorte in Schulnähe geprüft und nun eine geeignete Fläche in direkter Nachbaraschaft gefunden.

Für die Kapazitäts-Erweiterung ist allerdings ein Grundstückstausch notwendig. Die Stadt will einem privaten Eigentümer gut 600Quadratmeter für rund 210.000 Euro abkaufen und im Gegenzug eine andere Fläche, knapp 1000 Quadratmeter groß, verkaufen. Dafür würde sie 91.000 Euro einnehmen. Ein entsprechender Beschlussvorschlag liegt dem Verwaltungs- und Finanzausschuss zur Sitzung am morgigen Donnerstag vor.

Auf dem Grundstück, das die Stadt kaufen will, stehen ein Wohnhaus und eine Garage. Beides soll abgerissen werden, geht aus der Information an die Stadträte hervor. Auf dem Austausch-Grundstück wiederum soll ein Wohnhaus entstehen.

Adelsberger Eltern hatten schon seit mehreren Jahren die Erweiterung auf eine dauerhafte Zweizügigkeit gefordert. Im Stadtteil entstanden Eigenheimsiedlungen, die vornehmlich junge Familien anziehen. In der Vergangenheit waren in einigen Jahrgängen bereits mehrere Klassen gebildet worden, doch die Räume sind dafür eigentlich nicht ausgelegt. Auch auf dem Schulhof, in Garderobe und Speiseraum geht es eng zu. Eltern und Heimatverein hatten deshalb 2017 eine Petition gestartet, die darauf abzielte, regulär pro Jahrgang zwei Klassen zu bilden, verbunden mit einer baulichen Erweiterung. Knapp 1000 Unterschriften wurden gesammelt. Der Stadtrat hatte die Petition im März 2018 jedoch abgelehnt. Mit dem jetzt bevorstehenden Anbau soll nun doch die Voraussetzung für eine Zweizügigkeit geschaffen werden. (dy)

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