Nachfüllen statt neu kaufen - Modellprojekt bei Globus zum Plastiksparen

In Deutschland fällt jährlich viel Verpackungsabfall aus Kunststoff an - durchschnittlich fast 40 Kilogramm pro Kopf. Ein Händler testet nun Nachfüllstation für Waschmittel. Was sagen andere Supermärkte und Naturschützer dazu?

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77 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    7
    censor
    28.09.2020

    Ich habe gelesen, Globus erkennt Maskenbefreiungen nicht an und lässt daher Menschen mit Befreiung oder SB-Ausweis ohne Maske nicht ins Geschäft.

    Von daher hat sich der Saftladen für mich erledigt.
    Ist eh nichts besonderes. Es gibt attraktivere Märkte.

  • 3
    4
    Auriga
    28.09.2020

    Trauen Globus & co sich auch mal die hochpreisigen viel-bunte-Verpackung-für-wenig-Inhalt Artikel rauszuwerfen, z.B. aus der Süßigkeiten Abteilung?

  • 10
    4
    censor
    28.09.2020

    Da wird wiedermal das Fahrrad neu erfunden. Zu DDR-Zeiten gab es viele Nahrungsmittel lose. Man ging mit dem Topf zum Fleischer, warmen Wiegebraten mit Brühe holen. Die Sauerkraut-Spitztüten aus Papier waren auf dem Nachhauseweg meistens durchgeweicht. Für die Eier hoben wir uns die seltenen Pappbehältnisse auf und nahmen sie wieder mit in den Laden.

    Meine Mutter arbeitete damals im Konsum und erzählte oft, man habe stundenlang Zucker (der in Säcken angeliefert wurde) aufs Kilo ausgewogen und von Hand abgepackt. Frischer Quark und Mayonaise kamen in Papp-Eimern und wurden ebenfalls im Laden abgepackt (oder in die mitgebrachten Gefäße der Kunden gefüllt).

    Wir hatten kaum Plastiktüten, Becher usw.
    Milchflaschen gingen in die Mehrweg-Retoure.
    Zeitweise haben wir als Kinder sogar Kronkorken gesammelt und abgegeben.

    Und wir haben uns manchen Geldschein mit Altglassammeln und Abgabe bei "Sero" verdient.
    Einmal haben wir, als die Kinder klein waren, 1000 Babybreigläser und Saftflaschen abgegeben und dafür 50 Mark bekommen.

  • 2
    14
    Lesemuffel
    28.09.2020

    In die richtige Richtung, da kaufte man beim Krämer alles lose, Mehl, Zucker "darfst noch etwas mehr sein?" Salz, abgefüllt in Tüten aus recycelten Papier, Milch im Krug, Bier im Krug , saure Gurken aus dem Faß, Heringe aus dem Holzfaß usw. Unter Corona- Bedingungen kann man doch zurück in alte klimaneutrale Zeiten gehen, schafft auch Arbeitsplätze im Handel, vermindert Abfälle .....

  • 28
    2
    Deluxe
    28.09.2020

    Nachfüllautomaten nützen nur dann etwas, wenn der Kunde das leere Gebinde (Flasche) auch beim nächsten Einkauf wieder mitbringt.

    Das wird der Kunde aber wahrscheinlich nicht tun, weil er es schlicht vergißt. So wie Beutel und Plastetüten auch regelmäßig vergessen und dann an der Kasse eben doch immer wieder neu gekauft werden.

    Es gab einmal ein kleines Land mitten in Europa, das war zwar ein ziemliches Umweltferkel und ging mit der Natur leider gar nicht zimperlich um.
    Aber es litt 40 Jahre lang an permanentem Rohstoffmangel, weshalb es ein System erfand, mit dem solche Rohstoffe sehr nachhaltig gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt wurden. Da es sich um gebrauchte Rohstoffe handelte, die zum zweiten Mal in den Nutzungskreislauf gelangten, nannte man sie zutreffend Sekundärrohstoffe - das dazugehörige Kürzel hieß SERO. Und ein Maskottchen erfand man auch noch: einen dicken roten Elefanten namens Emmy.

    In jedem Stadtviertel gab es eine SERO-Annahmestelle, wo der Kunde Altpapier, Lumpen, Flaschen und Gläser, Knochen, Altmetall uns sonstige Sekundärrohstoffe gegen eine Geldzahlung abliefern konnte. Kinder verdienten sich so ein Taschengeld, die Keller und Kammern leerte man regelmäßig und der Volkswirtschaft wurde so wertvolles Material zugeführt.

    Beispiel Gläser und Flaschen:
    Während Getränkeflaschen für Bier, Limonade, Milch usw. wie heute auch in den Lebensmittelgeschäften auf Pfandbasis getauscht wurden, zahlte SERO auch für pfandfreie Glasverpackungen: Schnaps-/Weinflaschen, Konservengläser usw.
    Diese wurden zentral gesammelt, gewaschen, an die Betriebe verteilt und dort wieder mit Lebensmitteln befüllt.
    Heute werden diese Glasverpackungen schon nach ihrer ersten Benutzung wieder zerstört (meist schon beim Einwurf in den Glascontainer, spätestens aber beim Entleeren der Container in den LKW) und nachher unter hohem Energieaufwand eingeschmolzen, um neue Flaschen und Gläser daraus zu machen. Welche der beiden Methoden ist hinsichtlich der Ökobilanz wohl die bessere? Schmelzofen oder Waschwasser - was belastet die Umwelt mehr?

    Nur mal zum Nachdenken über die "Nachhaltigkeit" unserer aktuellen Lösungsansätze...

  • 23
    3
    KMS1983
    28.09.2020

    Ich würde mir eher wünschen, dass Plastikverpackungen bei Obst und Gemüse verboten werden. Weintrauben, Tomaten oder Beerenobst muss nicht in Folie verpackt oder in Plastikschalen verkauft werden. Da tut es auch Eierkarton, den kann man getrost in die Biotonne werfen. Den könnte der Handel auch anstelle von Plastikbeuteln zur Verfügung stellen um losed Obst oder Gemüse sicher zu transportieren.

  • 40
    1
    fnor
    28.09.2020

    "Geschätzt 3 Spülmittelflaschen pro Jahr." Aber die 300 Getränkeflaschen, welche man geschätzt pro Jahr braucht, werden weiter als Einweg verkauft, weil der Handel bei Mehrweg auf der Bremse steht. Das ist eben der Unterscheid zwischen Marketing und echtem Umweltschutz.