Neue Technik für weniger Quecksilber in der Luft

Mit einem in Europa noch nie zuvor eingesetzten Verfahren will der Chemnitzer Versorger Eins ab Ende der Woche den Gift-Ausstoß deutlich verringern.

Chemnitz.

Der Chemnitzer Energieversorger Eins rüstet das wegen seines farbigen Schornsteins bekannte Heizkraftwerk im Norden der Stadt mit einer zusätzlichen Anlage zur Rauchgasreinigung aus. Sie soll insbesondere giftiges Quecksilber aus der Braunkohleverbrennung zurückhalten. Mit der neuen Anlage will Eins das Einhalten schärferer Grenzwerte sicherstellen, die ab kommendem Jahr gelten. Dazu soll der Quecksilber-Ausstoß um die Hälfte reduziert werden.

Bei dem Verfahren handelt es sich nach Unternehmensangaben um eine neuartige Technologie, die in Chemnitz europaweit erstmals eingesetzt wird. Sie wurde von einem US-Unternehmen entwickelt und soll sich durch vergleichsweise niedrige Betriebskosten auszeichnen. Mehrere große Kraftwerke in den Vereinigten Staaten seien bereits damit ausgerüstet worden. Auf die Pläne von Eins, bis zum Jahre 2029 komplett aus der Nutzung von Braunkohle auszusteigen, habe die fünf Millionen Euro teure Investition keine Auswirkungen, sagte Roland Warner, der Vorsitzende der Geschäftsführung. (micm)

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