Neue Wohngebiete und Ideen für Brachflächen

Hartmannsdorf will Strategiepapier für die Gemeinde aufstellen

Hartmannsdorf.

Wie soll Hartmannsdorf in der Zukunft aussehen? Um diese Frage ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Kommunalpolitiker sprachen sich dafür aus, mit Hilfe von Fachplanern ein Gemeindeentwicklungskonzept zu erstellen. Es soll Ziele sowie Lösungen für Probleme für den Zeitraum bis 2030 enthalten. Der Auftrag soll an ein Chemnitzer Planungsbüro vergeben werden.

In dem Konzept sollen laut Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) unterschiedliche Lebensbereiche betrachtet werden. Schwerpunkte sehen er und die Räte in der Siedlungs- und Freiflächenentwicklung, im Ausbau der technischen und kommunalen Infrastruktur sowie der Daseinsvorsorge für die Einwohner des Ortes. "Es geht um Potenziale, die der Ort hat", sagte Weinert. Ein Rückgang der Einwohnerzahl sei derzeit nicht zu verzeichnen. Hartmannsdorf hat rund 4500 Einwohner. Doch es sei absehbar, dass der Ort seine Siedlungs- und Gewerbeflächen nicht mehr wesentlich ausdehnen könne. Es müssten jedoch Wege gefunden werden, Wohngebiete weiterzuentwickeln. Zusätzlichen Bedarf sehen die Räte bei Wohnungen für junge Menschen und bei seniorengerechtem Wohnraum. Unternehmen solle die Chance geboten werden, sich zu vergrößern oder sich neu im Ort anzusiedeln. "Innenentwicklung und Revitalisierung von Brachflächen" gehören aus Sicht der Räte zu den Themen, denen sich die Planer widmen müssen.


Im Bereich der technischen Infrastruktur gehe es um Verkehrsplanung, die Voraussetzungen für zeitgemäße Kommunikation sowie die Wasser-, Abwasser- und Energieversorgung. Der Ausbauzustand sei nach Einschätzung der Räte gut. In Einzelbereichen wie dem Verkehrs- und Beförderungswesen oder auch bei der Versorgungssituation mit Einzelhandelsgeschäften muss ihrer Ansicht nach der demografischen Wandel mitbetrachtet werden. Denn daraus könnten sich künftig Probleme ergeben, auf die reagiert werden muss. Weinert erwartet von dem Konzept Angaben, "wie wir uns den Ort mit Schulen und Kindertagesstätten, Vereinstätigkeit, Bibliothek, Sport- und Freizeiteinrichtungen im Jahr 2030 vorstellen können". Das Papier soll als Grundlage für Entwicklungsprozesse und als Orientierung bei Investitionsentscheidungen dienen.

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