Ohrfeigen werden zum Fall für Justiz

Rabiate Frau wird zu Geldstrafe verurteilt

Limbach-Oberfrohna.

Eine Ohrfeige kann teuer werden. Das muss jetzt eine Frau aus Limbach-Oberfrohna erfahren, die vom Hohenstein-Ernstthaler Amtsgericht in Abwesenheit zu einer Geldstrafe in Höhe von 1040 Euro verurteilt worden ist. Weil die Angeklagte vor Gericht nicht erschien, ging Richter Manfred Weber nach Paragraf 408a der Strafprozessordnung ins Strafbefehlsverfahren über. Vier Zeugen erschienen somit umsonst. Nun bekommt die Angeklagte teure Post.

Sie hatte am 25. Mai in der Albertstraße in Limbach-Oberfrohna offenbar grundlos eine Nachbarin attackiert. "Ich hatte gemerkt, dass mein Kind auf die Straße gelaufen ist, und habe gerufen. Plötzlich ging sie auf mich los", sagte die Frau. Immer wieder komme es zwischen der Angeklagten und den Nachbarn zu Auseinandersetzungen, berichten die Zeugen.

Die Begegnung mit der Angeklagten auf der Straße eskalierte diesmal. Zwei Ohrfeigen musste die 35-Jährige einstecken, zudem sei sie auch noch gewürgt worden. "Sie nahm mir einfach die Brille von der Nase und hat sie vor meinen Augen zerbrochen", berichtet das Opfer.

Legt die Beklagte keinen Widerspruch gegen den jetzt ergangenen Strafbefehl ein, wird dieser nach Auskunft des Gerichts rechtswirksam. Sollte sie die Strafe nicht bezahlen, drohen ihr ersatzweise 80 Tage Haft. (hpk)

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