Pläne für Vereinshaus in Hartmannsdorf in der Kritik

Jugendtreff, Proben- und Ausstellungsräume sollen im ehemaligen Einkaufsmarkt entstehen. Doch Anwohner haben da ihre Bedenken.

Hartmannsdorf.

Schritt für Schritt will die Gemeinde Hartmannsdorf Pläne zur Umnutzung bisher noch leerstehender Bereiche im Gebäude des ehemaligen Plus-Lebensmittelmarkts umsetzen. In der jüngsten Einwohnerversammlung stellte Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) ein Konzept vor, das die Schaffung von Vereinsräumen, eines Freizeittreffs für Jugendliche und einer Fläche für Ausstellungen vorsieht. Bibliothek und Heimatmuseum sind bereits in den Gebäudekomplex zwischen Carl-Kirchhof-, Geschwister-Scholl- und Limbacher Straße gezogen.

Die beiden Einrichtungen hatten ihr früheres Domizil an der Schulstraße 20a verlassen müssen, weil der Hort mehr Platz brauchte. Laut Weinert ist die Gemeinde Eigentümer der Immobilie, in der sie nun dauerhaft untergebracht sind. Nach den Vorstellungen von Verwaltung und Gemeinderäten sollen im kommenden Jahr die Musikvereine des Ortes folgen. Bisher nutzen die Schalmeienzunft, der Musikverein Young Life und der Gesangsverein Proben- und Vereinsräume im ehemaligen Schleifmaschinenwerk. Die Gemeinde will die Industriebrache zwischen Carl-Kirchhof-Straße und Gartenweg jedoch abreißen.

Der frühere Verkaufsraum könnte nach dem Konzept in seiner Fläche belassen und nach Sanierungs- und Reparaturarbeiten für die Ausstellungen der Kaninchenzüchter und der Modelleisenbahnfreunde genutzt werden. Die beiden Vereine haben ihre jährlichen Veranstaltungen bislang in der Turnhalle an der Turnstraße und im Bürgersaal organisiert. Für den Bürgersaal hat die Gemeinde jedoch in diesem Jahr den Mietvertrag nicht weiter verlängert. Die alte Vereinsturnhalle soll durch eine moderne Zweifeld-Sporthalle ersetzt werden, die der Ort im kommenden Jahr bauen will.

Weiterhin soll laut Weinert jungen Leuten der einst als Billard-Café genutzte Bereich im Haus überlassen werden. Vor allem 12- bis 18-Jährige hätten Interesse an einem Freizeittreff bekundet, sagte er. Zur Gestaltung und Einrichtung gebe es Gespräche mit ihnen, die Betreuung des künftigen Jugendtreffs solle ein Pädagoge übernehmen, so der Bürgermeister. Die Bibliothek kann nach seinen Angaben von dem neu ausgestatteten Raum ebenfalls profitieren. Veranstaltungen wie Lesungen sollten dann dort stattfinden.

Im Meinungsaustausch mit den Einwohnern gab es allerdings auch Kritik an den Plänen. Dabei ging es vor allem um Befürchtungen, dass der Lärmpegel im Umfeld steigen könnte. Die Gemeinde werde sich bei den Probenräumen für die Musikvereine um den Lärmschutz kümmern, sicherte Weinert zu. Eine Anwohnerin hielt das nicht für ausreichend. Sie sei besorgt, dass sich der Bereich um den ehemaligen Plus-Markt und die neue Zweifeld-Sporthalle gegenüber dem Freibad zur Partymeile entwickeln könnte.

Dem widersprach Weinert. Es werde einen Zaun um die Sporthalle geben und für alle Einrichtungen klar geregelte Nutzungszeiten, erklärte er. Zwar werde es mehr Bewegung und mehr Geräusche geben, doch das sei in der Nähe des Ortszentrums nichts Ungewöhnliches, betonte ein Gemeinderat.

2Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    3
    Interessierte
    23.11.2019

    Das wird nie was in der Demokratie und der jeweiligen Idee ..
    wo jeder sich einmischen kann und seine Meinung sagen kann und gegen alles sein kann , das wird nie was ..... :-)))))

  • 7
    1
    MuellerF
    23.11.2019

    Ganztägige Friedhofsruhe ist einfach nicht attraktiv für junge Leute- das sollten die Anwohner doch einsehen & ihren Teil dazu beitragen, die Abwanderung & Landflucht zu verhindern.



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