Räte wollen Veranstalter entlasten

Feste in der Öffentlichkeit sollen gebührenfrei werden

Die bisher auf die Innenstadt beschränkte Gebührenfreiheit für Kultur-, Freizeit- und Sportveranstaltungen soll nun doch auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden. Das sieht ein Beschlussantrag der Fraktionen Die Linke, CDU/FDP sowie SPD für die nächste Stadtratssitzung Mitte Mai vor. Die Räte hatten Anfang April beschlossen, dass die Organisatoren von derartigen Freiluft-Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen in diesem Jahr keine Gebühren an die Stadtverwaltung entrichten müssen. Davon verspricht man sich auch eine Belebung der Innenstadt.

Kritik nach dem Beschluss kam vor allem von Veranstaltern, die außerhalb des unmittelbaren City-Bereichs agieren - wie von Klaus Illgen, dem Vorstandschef des Schaustellerverbands. Er habe sich eine Einbeziehung des Hartmannplatzes gewünscht, sagte er damals der "Freien Presse". "Immerhin ist es der städtische Festplatz", so Illgen. Im August soll dort ein Fest stattfinden, als Ersatz für das abgesagte Stadtfest. Die Gebühren für vier Tage lägen im unteren vierstelligen Bereich.

Christoph Ulrich

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Die Summe wird der Schaustellerverband nun wahrscheinlich nicht aufbringen müssen. CDU/FDP, Linke sowie SPD verfügen über eine deutliche Mehrheit im Stadtrat; es gilt daher als sehr wahrscheinlich, dass der Beschluss zustande kommt. Ob die generelle Gebührenfreiheit für Veranstalter auch im kommenden Jahr gültig bleibt, steht derzeit noch nicht fest. Die Stadträte wollen das Thema im vierten Quartal 2019 noch einmal neu bewerten. (su)

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