Senioren betrogen - Polizei stellt Verdächtigen

Mann soll ältere Frauen bestohlen haben - Sein Trick: gefundene Schlüssel

Mindestens zehn ältere Frauen soll ein Mann erst belogen und dann bestohlen haben. Jetzt ist der mutmaßliche Trickdieb von der Polizei gestellt worden. Er sitzt in Haft.

Seine Masche war nach Angaben der Ermittler immer die gleiche: Er habe an den Wohnungen der Frauen im Seniorenalter geklingelt, ihnen einen angeblich gefundenen Schlüsselbund gezeigt und gefragt, ob die Rentnerinnen die Schlüssel verloren hätten. Nachdem diese den vorgetäuschten Verlust verneinten, bat der Mann um Zettel und Stift für einen Aushang im Hausflur. Die Frauen kamen der Bitte nach, wobei der Mann die Zeit nutzte und die Geldbörsen aus den Wohnungen stahl. Anfang Januar wurden zwei Fälle bekannt. Die Opfer wohnen an der Kanzler- sowie der Brückenstraße.

Bereits 2019 waren im Stadtgebiet acht Fälle angezeigt worden, bei denen ein unbekannter Trickdieb identisch vorgegangen ist, wie die Polizei erst jetzt informierte. Während der Ermittlungen zu diesen Vorgängen richtete sich der Tatverdacht gegen einen 58-jährigen Deutschen. Nach seiner Festnahme habe er die Trickdiebstähle weitgehend eingeräumt. Er habe das Geld gebraucht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Gesamtschaden, der durch die zehn bekannten Fälle entstanden ist, beläuft sich laut Polizei auf annähernd 1000 Euro. Auf Antrag der Chemnitzer Staatsanwaltschaft erließ ein Richter am Amtsgericht kurz nach der Festnahme einen Haftbefehl. Seither befindet sich der 58-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt.

Die Ermittlungen sind damit aber noch nicht abgeschlossen. Geprüft werde jetzt, ob der Verdächtige auch im Raum Südwestsachsen, in Leipzig, in Sachsen-Anhalt sowie in Thüringen aktiv war. Dort gab es vergleichbare Fälle.

Die Ermittler des Polizeireviers Nordost bitten darum, dass sich mögliche weitere Geschädigte, die bislang keine Anzeigen erstattet haben, unter Ruf 0371 387102 melden.

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