So wird der neue Pendelbus angenommen

Erst seit vier Wochen verbindet die Linie 49 Mittelbach und Grüna. Doch es gibt schon Nachbesserungswünsche.

Grüna/Mittelbach.

Die zum jüngsten Fahrplanwechsel Mitte Dezember in Betrieb genommene neue Pendelbuslinie 49 zwischen Mittelbach und Grüna wird bereits gut angenommen. Das schätzten Mitglieder der Ortschaftsräte beider Ortsteile bei einer gemeinsamen Sitzung im Grünaer Rathaus ein. Stefan Tschök, Sprecher des städtischen Verkehrsbetriebes CVAG als Betreiber der Linie, bezifferte die momentane Auslastung mit durchschnittlich etwa 80 Fahrgästen pro Tag. Nach seinen Erfahrungen brauche es immer einige Zeit, bis sich neue Linien herumgesprochen haben und angenommen werden. Die CVAG wolle deswegen mehrere Monate lang verstärkt für die Linie 49 werben - unter anderem auf Flyern, die in Mittelbach und Grüna ausgelegt werden.

Der Kleinbus verkehrt montags bis freitags von 5.30 bis 22 Uhr im 60-Minuten-Takt zwischen dem Landgraben in Mittelbach und dem Simmel-Markt in der Ortsmitte von Grüna. Die Kosten für den Betrieb der neuen Linie beziffert die CVAG mit 94.000 Euro pro Jahr. Die Schaffung der Direktverbindung war vor allem in Mittelbach seit Jahren gefordert worden, weil es in dem Ortsteil im Unterschied zu Grüna an Einkaufsmöglichkeiten und weiteren Dienstleistern, wie Sparkassenfiliale und Apotheke, fehlt.

Bei aller Freude über die neue Buslinie gibt es aus den Reihen der Ortschaftsräte bereits vier Wochen nach der Inbetriebnahme eine Reihe von Nachbesserungswünschen, wie der Grünaer Ortsvorsteher Lutz Neubert berichtet. "Am wichtigsten ist eine bessere Abstimmung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Busse mit denen der Züge am Haltepunkt Grüna", erklärt er. Denn die Züge würden unter anderem von Mittelbacher Schülern genutzt, um zum Gymnasium nach Hohenstein-Ernstthal und zurück zu kommen. Derzeit seien die Abstände zwischen Bus und Bahn mitunter zu knapp für das Umsteigen, so Neubert.

Darüber hinaus könnten sich die Grünaer gut vorstellen, dass die Busse auch das Oberdorf westlich der Mitte des Ortsteils anfahren. Wünsche nach mehr Haltestellen waren bereits vor der Inbetriebnahme der Linie auch aus Mittelbach geäußert worden. Denn gerade an der Mittelbacher Dorfstraße wohnten viele potenzielle Fahrgäste, die jetzt erst bis zu Haltestellen an der Hofer Straße laufen müssen. "Wir werden deswegen gemeinsam an die CVAG und das Tiefbauamt herantreten", sagte Neubert für beide Ortschaftsräte. Zudem sollte der Erfolg der Linie bereits nach einem und nicht, wie derzeit geplant, erst nach drei Jahren überprüft werden, so die Meinung der Ortsteil-Vertreter. CVAG-Sprecher Tschök versicherte, geringfügige Anpassungen des Fahrplans um wenige Minuten seien innerhalb weniger Monate umsetzbar. Größere, mit höheren Kosten verbundene Änderungen, wie etwa zusätzliche Haltestellen, müssten jedoch mit der Stadt als Auftraggeber abgestimmt werden.

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