Soldaten helfen im Pflegeheim

Limbach-Oberfrohnaer OB kritisiert Behörden

Limbach-Oberfrohna.

Zwei Soldaten aus Gera sind ab dem heutigen Montag im Pflegeheim Bona Vita in Limbach-Oberfrohna im Einsatz und unterstützen die Mitarbeiter des von der Stadt betriebenen Hauses. Darüber informierte Oberbürgermeister Jesko Vogel im Gespräch mit der "Freien Presse". Außerdem werden die ersten fünf freiwilligen Helfer ihren Dienst antreten. Der OB hatte zuvor an Pflegefachkräfte im Ruhestand appelliert, sich zu melden, um nach einem Corona-Ausbruch in der Einrichtung die Betreuung und Versorgung der Senioren sicherstellen zu können. Insgesamt hatten sich 14 Freiwillige gemeldet.

"Ich freue mich darüber sehr. Diese Freiwilligkeit ist nicht selbstverständlich", so Vogel. In der Einrichtung waren 20 von insgesamt 33 Angestellten positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Auch von den derzeit 46 betreuten Senioren hatten sich 28 mit Corona infiziert.

Unverständlich ist für den OB, dass es von der Meldung des ersten Coronafalls in der Einrichtung bis zum Testen aller Mitarbeiter und Senioren mehrere Tage gedauert hat. Auch auf die Ergebnisse habe man warten müssen. Aus seiner Sicht funktioniere die Abstimmung zwischen Gesundheitsämtern und anderen Behörden nicht einwandfrei. "Das muss unverzüglich vernünftig aufgezogen werden, um zu verhindern, dass Infizierte andere anstecken, weil sie nicht wissen, dass sie Corona haben", so Vogel. (fpe)

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