Sporthalle kurz vor Eröffnung - aber Geld für Sitzplätze fehlt

Für etwa drei Millionen Euro ist eine Zweifeld-Halle in Claußnitz gebaut worden. Ab 8. Oktober soll sie genutzt werden. Doch das Gelände bleibt Baustelle.

Claußnitz.

Kurz vor Eröffnung der neu gebauten Zweifeld-Sporthalle gibt es Probleme. Das Geld der Gemeinde reicht in diesem Jahr vermutlich nicht mehr für den Kauf von Tribünen und der Platz für Sportgeräte ist knapper als gedacht. Mit diesen Themen haben sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung befasst.

Zuvor hatte Bürgermeister Günter Hermsdorf (CDU) über die letzten Bauschritte und die voraussichtlichen Termine für die Eröffnungsfeier und einen Tag der offenen Tür informiert. Derzeit seien noch Maler, Elektriker und Fliesenleger im Haus. Die Gemeinde warte zudem auf Sachverständigengutachten, ob baulich und in Sachen Brandschutz alles stimme, sagte er. Laufe alles nach Plan, könnte der Neubau am 8. Oktober eröffnet werden. Danach solle der Betrieb anlaufen, bevor die Sporthalle am 9. November der Öffentlichkeit präsentiert wird. Zu diesem Termin sei ein Tag der offenen Tür geplant.

Tribünen und damit Sitzplätze, wie viele Räte gehofft hatten, wird es aber voraussichtlich vorerst nicht geben. In der Planungsphase 2017 plädierten die Räte zwar für zwei faltbare Tribünen mit insgesamt etwa 100 Plätzen. Im diesjährigen Haushalt fehlt laut Hermsdorf dafür jedoch das Geld. Rund 21.000 Euro müsste die Kommune nach seinen Angaben lockermachen. Die für den Hallenbau vorgesehenen Mittel seien jedoch schon ausgereizt, sagte er. Geplant war mit Gesamtkosten in Höhe von drei Millionen Euro. "Falls sich in diesem Jahr noch eine Einsparung ergibt, können wir die Tribünen jederzeit kurzfristig beschaffen", stellte er in Aussicht. Ansonsten bleibe nur der Weg, Geld für den Kauf im Haushaltsplan für 2020 oder 2021 unterzubringen.

"Sitzgelegenheiten sind doch wichtig, wir sollten die Investition zeitnah angehen", sagte Gemeinderat Michael Rosemi genannt Kirsch (Freie Wählervereinigung). Dem stimmte Gemeinderat Dieter Köhler (SPD) zu. Er schlug jedoch vor, erst das Einräumen der Sportgeräte abzuwarten. Der Platz werde knapp, sagte er. "Die Tribünen müssten während des Sportbetriebes zusätzlich im Abstellbereich untergebracht werden", ergänzte er. Laut Bürgermeister ist die Halle groß genug gebaut worden für die Ausstattung mit Tribünen. Auf sie soll nach übereinstimmender Meinung im Gremium nicht verzichtet werden. Hingegen muss nach Ansicht der Räte geprüft werden, welche Sportgeräte beispielsweise für den Unterricht der Grund- und Oberschüler sowie für den Vereinssport nötig sind. Schwebebalken, Barren, Tore für Ballspiele und Matten könnten von allen Klassenstufen gemeinsam genutzt werden, hieß es. Was selten gebraucht werde oder leicht sei wie Bälle, Keulen und Reifen, sollte vielleicht in einer zweiten Ebene über den Geräten untergebracht werden, schlugen Räte zudem vor.

Für die Außenanlagen im Bereich von Sporthalle und Oberschule könnte in diesem Jahr jedoch noch Geld fließen. Wie Hermsdorf informierte, sollen die Arbeiten zur Gestaltung von Freiflächen, Wegen und Pkw-Stellplätzen in den kommenden Wochen erfolgen. Fast 327.000 Euro, zum Teil aus einem Förderprogramm für Maßnahmen im Leader-Gebiet "Land des Roten Porphyr", fließen nach seinen Angaben in das Vorhaben. Den Auftrag erhielt eine Baufirma aus dem Ort.

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