Streit um Stromtrasse spitzt sich weiter zu

Grundstücksbesitzer verweigern Verkauf von Flächen für Mast-Bau

Tauscha/Mühlau.

Auf der einen Seite Autobahn, auf der anderen Bundesstraße und Windräder - und künftig noch eine Starkstromleitung über Tauscha: 1100 Unterschriften hat die Bürgerinitiative, die für eine Erdverkabelung kämpft, in der Region bereits gesammelt. Und nun begehren auch Landeigentümer auf.

"Für den Bau einer Freileitung stellen wir unsere Grundstücke nicht zur Verfügung", sagt Friedhelm Kästner. Etwa 20 Eigner betrifft das, die in einer Initiative ihre Kräfte gebündelt haben. Allerdings zeigen sich die Tauschaer auch kompromissbereit - denn mit einer Erdverkabelung könnten sie leben.

Die Gräben zwischen Bürgern und dem zuständigen Energieunternehmen Mitnetz sind größer geworden. In der jüngsten Ortschaftsratssitzung hatte die Envia-Tochter Pläne für eine bevorzugte Freileitungsvariante präsentiert. Ein Sprecher bekräftigt auf Anfrage, dass im anstehenden Genehmigungsverfahren sowohl eine Freileitung, als auch eine Erdverkabelung für den gesamten Trassenverlauf von Röhrsdorf über Mühlau bis Oberelsdorf geprüft werde - letztere wird nur verfolgt, wenn die Kosten nicht mehr als das 2,75-fache der Freilandvariante betragen.

Einer Teilverkabelung im Bereich Tauscha erteilt Mitnetz eine Absage. "Wir werden diese dann prüfen, wenn die zuständige Genehmigungsbehörde das im bevorstehenden Planfeststellungsverfahren anordnet", so der Sprecher. Gelinge es nicht, mit Grundstückseigentümern eine Lösung zu finden, schließt der Sprecher eine Enteignung oder eine erzwungene Duldung nicht aus. Vorher stünden allerdings Verhandlungen.

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