Taura untermauert Pläne für Kita-Neubau

Grundschule und Hort sollen weiterhin im Ortsteilzentrum bleiben

Taura.

Das Areal an der Schulstraße 3 im Tauraer Ortsteil Köthensdorf soll nach dem Willen der Gemeinderäte als Ortsteilzentrum entwickelt werden. Einhellig sprachen sie sich in ihrer jüngsten Sitzung dafür aus, den Standort mit Grundschule und Hort zu erhalten und auszubauen. Allerdings soll das Schulhaus so bald wie möglich wieder ausschließlich für Unterricht und Hortbetreuung genutzt werden. Derzeit teilen sich Schule und die Kita "Rasselbande" das Gebäude. In der Grundschule werden aktuell knapp 60 Schüler in drei Klassen unterrichtet. Die Kita nutzt Räume im ersten und zweiten Obergeschoss. Sie bietet Plätze für 20 Kinder in der Krippe, bis zu 42 Kindergarten- und 55 Hortkinder. Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt die Einrichtung.

In einem Grundsatzbeschluss formulierte der Gemeinderat, für die Schule mit Turnhalle und für weitere Funktionen des Ortsteilzentrums seien Flächen und Baulichkeiten so bereitzustellen, dass sie störungsfrei und bedarfsgerecht betrieben werden können. Die Mischnutzung des Schulhauses als Bildungseinrichtung und Kindertagesstätte sei auf Dauer unzulänglich, sagte Bürgermeister Robert Haslinger (CDU). Deshalb müsse sich die Gemeinde das Ziel setzen, die Krippen- und Kindergartenkinder in einem Neubau unterzubringen. "Im Schulhaus sollten die Räume perspektivisch für den einzügigen Betrieb mit vier Klassen zur Verfügung stehen", sagte er. Die Außenanlagen könnten jedoch weiter von den Kita- und Schulkindern genutzt werden.


Neben Schule und Kita sollen im Ortsteilzentrum zudem die freiwillige Feuerwehr, ein Vereinshaus und der Friedhof einen Platz haben. "Die Entwicklung soll Synergien aus der Nutzungsvielfalt bewusst ermöglichen", heißt es im Beschluss. Nach Ansicht der Räte soll ein Zusammenwirken im Sinne von gegenseitiger Förderung und gemeinsamem Nutzen angestrebt werden. Der Verbund soll zudem Kosten sparen.

"Mit dem Beschluss können wir das Projekt vorantreiben und auf die Suche nach Zuschüssen gehen", sagte Haslinger. Konkret will Claußnitz Fördertöpfe für Kindertagesstätten und Dorfentwicklung nutzen. Denn Geld sei Voraussetzung für das Vorhaben. Ohne einen erheblichen Zuschussanteil geht es laut Haslinger nicht. Der Beschluss sei Voraussetzung, um zu signalisieren, dass die Kommune Flächen für das Vorhaben bereitstellen und Geld aus dem Haushalt dafür einplanen will.

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