Taxifahrer wegen Falschgeld vor Gericht

Chemnitzer bringt zweimal unechte Scheine in Umlauf

Wegen Geldfälschung hat sich ein 25-Jähriger vor dem Amtsgericht verantworten müssen. Ihm wurde vorgeworfen, im vergangenen Jahr Spielgeld im Internet bestellt und dieses in zwei Chemnitzer Schnellrestaurants in Umlauf gebracht zu haben. Insgesamt 300 Euro bestellte der Chemnitzer über eine Online-Einzelhandelsseite, so die Anklage. Die 10- und 50-Euro-Scheine seien mit der Aufschrift "Movie Money" (Filmgeld) und einem englischsprachigen Vermerk versehen gewesen, der sinngemäß darauf hinwies, dass es sich um kein gesetzliches Zahlungsmittel handele, sondern dass es als Requisite für Filme dienen könne. Die Richterin schätzte ein, dass die Geldscheine trotz des Aufdrucks auf den ersten Blick nicht von echtem Geld zu unterscheiden seien. Nach Aussage des Angeklagten habe er zwischen 10 und 20 Euro im Internet dafür bezahlt. Zweimal habe er mit falschen Scheinen erfolgreich bezahlt, beim dritten Versuch in einem Supermarkt nahm der Angestellte das Geld nicht an. Bei einer nächtlichen Polizeikontrolle schließlich wurde der Chemnitzer aufgegriffen und das Falschgeld sicher gestellt. Der Angeklagte, der als Taxifahrer seinen Lohn verdient, räumte ein, dass er die Scheine bestellt habe, um sie in Umlauf zu bringen. Dabei habe er privat gar keine Geldprobleme, wie er selbst einschätzte. Er entschuldigte sich mehrfach und sprach von "einem der größten Fehler in meinem Leben". Obwohl Geldfälschung laut der zuständigen Staatsanwältin in der Regel mit einer Haftstrafe geahndet wird, erhielt der Angeklagte aufgrund seiner Einsicht und seinem leerem Vorstrafenregister eine achtmonatige Haftstraße, die zu zwei Jahren Bewährung ausgesetzt wurde. Zusätzlich muss er eine Geldauflage in Höhe von 500 Euro an einen Sportverein zahlen. (trhe)

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