Tennisspielern fehlt Turnhalle

Die Limbacher Sportler müssen im Winter bislang nach Lichtenstein ausweichen. Ein Bauprojekt soll das ändern. Der Start hat sich allerdings verschoben.

Limbach-Oberfrohna.

Der Tennisclub (TC) Limbach startet mit einem modernisierten Clubhaus in die neue Saison. Bereits im Herbst vergangenen Jahres begannen die Arbeiten an dem 30 Jahre alten Gebäude. Die sanitären Bereiche wurden komplett saniert und erweitert, die Wasserleitungen ausgetauscht. Toiletten und Duschen sind jetzt auf modernem Stand. Zudem wurde eine Außentoilette gebaut. "Das ist ein großer Vorteil, da nun nicht mehr ständig mit Tennisschuhen durch das Haus gegangen werden muss", erläutert Vereinsvorsitzender Reinhard Kluge.

Ursprünglich waren für das Projekt 90.000 Euro vorgesehen. Doch während der Bauarbeiten im Hausinneren sei schnell klar geworden, dass auch die Decke des Gebäudes erneuert werden muss, sagt Vereinsmitglied Dirk Schuler, der die Bauüberwachung übernahm. "Eine komplett neue Dämmung und der Trockenbau kamen also noch dazu", berichtet er. Dadurch sei das Projekt Clubhaussanierung auf Investitionskosten von insgesamt 114.000 Euro angewachsen - 43.000 Euro davon steuert die Stadt Limbach-Oberfrohna bei, 56.000 Euro sind Fördermittel der Sächsischen Aufbaubank, die restlichen 15.000 Euro finanziert der Verein aus Eigenmitteln und Spenden.


Zur feierlichen Eröffnung des neuen Clubhauses vor wenigen Tagen kam Oberbürgermeister Jesko Vogel auf die Anlage des TC Limbach am Stadtpark. Vogel wies auf die hohe Anzahl von Sportvereinen in der Stadt hin. "Mit der Unterstützung für den Tennisclub wollen wir auch zeigen, dass wir nicht nur Fußball haben, sondern ein vielfältiges Angebot", so das Stadtoberhaupt. Besonders wichtig sei die Nachwuchsarbeit in den Vereinen, nicht zuletzt angesichts einer alternden Gesellschaft.

Eine bessere Qualität, was die Trainingsbedingungen der Tennisspieler im Winter betrifft, erhofft sich Vereinschef Reinhard Kluge mit dem geplanten Bau der neuen Zweifelder-Sporthalle am Albert-Schweitzer-Gymnasium. Derzeit müssen die Limbacher Tennisspieler in der kalten Jahreszeit nach Lichtenstein zum Training fahren. Mit der neuen Halle könnten sie im Wohnort spielen.

Jesko Vogel informierte darüber, dass das Projekt Zweifelder-Sporthalle aus Kostengründen um ein Jahr verschoben werden musste. Bis zum 15. August soll nun ein Fördermittelantrag dafür eingereicht werden. Auch die Pläne für die Lage der Halle wurden noch einmal überdacht: Neben dem jetzigen Kurshaus der elften und zwölften Klassen auf dem Gelände des Gymnasiums befindet sich ein 2000 Quadratmeter großes Grundstück, das der Stadt gehört. Eine darauf stehende Industriebrache wurde bereits abgerissen, sodass dort nun Platz für die neue Sporthalle sei, so Vogel. Als Ziel gab der Oberbürgermeister einen Baustart im Jahr 2020 aus. Nach der Fertigstellung könnten in der Halle dann in den Wintermonaten nicht nur der TC Limbach, sondern auch Fußballer trainieren.

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