Umbau von Kreisstraße könnte sich verzögern

Bürgermeister von Hartmannsdorf will auf Fördermittel warten

Hartmannsdorf.

Ohne Fördermittelzusagen rücken Straßenbauvorhaben in Hartmannsdorf in die Ferne. Wie Bürgermeister Uwe Weinert (CDU) in der jüngsten Einwohnerversammlung mitteilte, könnte die Erneuerung und Umgestaltung der Ortsdurchfahrt davon betroffen sein. Für den Abschnitt der Chemnitzer Straße zwischen der Kreuzung am Rathaus und dem Seniorenheim am Abzweig Herrenhaider Straße liegen die Pläne fertig in der Schublade. Wann es los gehen kann, stehe indes noch nicht fest, sagte er.

Die ehemalige Bundes- und heutige Kreisstraße soll auf zwei Fahrbahnen zurückgebaut werden. Straßenbeleuchtung, Fahrrad- und Fußwege sollen erneuert und ein zusätzlicher Parkstreifen geschaffen werden. Über die Aufteilung der Kosten in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro haben Gemeinde und Landkreis eine Vereinbarung getroffen. Danach übernimmt der Kreis nach Angaben des Hartmannsdorfer Bürgermeisters 47 Prozent der Kosten, die Kommune 53 Prozent. Die Landkreisbehörde kümmere sich überdies um Fördermittel, Ausschreibungen und Auftragsvergaben, so Weinert.

Derzeit gehe er allerdings davon aus, dass der beantragte Zuschuss 2020 nicht bewilligt wird. Er plädiere in diesem Fall dafür, abzuwarten, ob das Vorhaben im darauffolgenden Jahr bezuschusst wird. Aktuell sei zwar ein Fußweg kaum noch begehbar und das Abstellen von Fahrzeugen an der Straße zum Teil problematisch. Ohne Förderung müsste der Ort jedoch rund 600.000 Euro locker machen. "Wir müssen uns überlegen, ob wir das wollen", sagte Weinert.

Mittelfristig sollen auch die Goethe- und die Vater-Jahn-Straße in der Goethe-Siedlung sowie die Carl-Kirchhof-Straße ausgebaut werden. In die beiden Straßen in der Goethe-Siedlung will die Gemeinde laut Weinert voraussichtlich 2021 rund 400.000 Euro investieren. Nach Abschluss der Arbeiten an der neuen Zweifeldsporthalle an der Carl-Kirchof-Straße soll auch diese Straße instandgesetzt werden. Die Finanzverwaltung will dafür 2022 rund 500.000 Euro einplanen. Einwohner des Wohngebietes Kirchfeld und der Siedlung Kühnhaide drängen ebenfalls auf Straßeninstandsetzungen. Doch Weinert verwies darauf, dass in diesem Bereichen noch Arbeiten des Abwasserzweckverbandes geplant sind. Deshalb wolle die Gemeinde dort vorerst keine größeren Arbeiten ausführen lassen.

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