Warum Lehrer heute auf die Straße gehen

Viele Pädagogen wollen am Mittwoch die Arbeit ruhen lassen. Es geht um Lohnerhöhungen - aber nicht nur darum, wie eine Deutschlehrerin erzählt.

Annett Rother glaubt zu wissen, was viele Menschen denken. ",Jetzt streiken die Lehrer schon wieder', heißt es bestimmt", sagt sie. In einigen Medien habe sie in Bezug auf die geplanten Streiks von "Chaos in den Klassenzimmern" gelesen. "Dabei macht es uns Lehrern nicht unbedingt Spaß zu streiken. Wir haben Besseres zu tun", sagt die 52-Jährige, die am Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft II Deutsch unterrichtet. Und dennoch wird sie am heutigen Mittwoch dabei sei, wenn sich auf dem Parkplatz vor der Johanniskirche hunderte Pädagogen aus Südwestsachsen versammeln.

Die Gewerkschaft Verdi hat die öffentlich Bediensteten der Länder zu einem Warnstreik aufgerufen; dem haben sich die für Lehrer zuständigen Gewerkschaften SLV und GEW angeschlossen. Zentrale Forderung ist die Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent. Damit soll eine Lücke zu den Bediensteten der Kommunen und des Bundes geschlossen werden, heißt es. Für Rother, die seit 30 Jahren als Lehrerin arbeitet und im Fachverband der Gewerkschaft SLV aktiv ist, ist das aber nur ein Punkt unter vielen. "Uns geht es darum, dass der Lehrerberuf attraktiv ist. Das passiert auch über die Bezahlung", sagt sie und ergänzt: "Die Gesellschaft verlangt nach gut ausgebildeten Kindern und Jugendlichen. Dafür braucht es aber motivierte Lehrer."

Davon hat der Freistaat zu wenige. Viele Pädagogen sind in Rente gegangen oder stehen unmittelbar davor. Es rücken nicht genügend ausgebildete Lehrer nach, sodass Stellen unbesetzt bleiben. Verstärkt setzt das Land deshalb auf Seiteneinsteiger, die ein - aber kein fachspezifisch pädagogisches - Studium abgeschlossen haben. Aber selbst mit ihnen blieben zuletzt Stellen offen, viele davon im Raum Chemnitz.

Die CDU/SPD-Landesregierung versucht immerhin, den Lehrermangel zu bekämpfen. Wichtigste Neuerung: Lehrer, die das 42. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können sich verbeamten lassen. "Das Problem ist, dass ein Großteil der Lehrer aus Altersgründen nicht verbeamtet werden kann. Für sie ist die Tarifrunde wichtig", erklärt Rother. Die Arbeit der älteren Kollegen, die als Mentoren für junge Lehrer gebraucht würden, müsse besser wertgeschätzt werden, fordert die 52-Jährige. Zwar hat die Landesregierung eine Zulage in Höhe von 170 Euro brutto pro Monat für nicht verbeamtete Lehrer beschlossen. Die greife aber erst ab einer relativ hohen Gehaltsgruppe, moniert Rother. Um diese Eingruppierungen drehen sich viele Forderungen der Lehrergewerkschaften. Im Kern geht es darum, dass nicht verbeamtete Pädagogen dieselbe Gehaltseinstufung erfahren wie Staatsbedienstete mit vergleichbaren Aufgaben.

An Rothers Schule haben sich zehn von 70 Lehrern und Lehrerinnen für den Streik gemeldet. Weniger, als erhofft, sagt sie. Eine mögliche Erklärung dafür: Es gebe bestimmte Lehrkräfte, zum Beispiel Ingenieurpädagogen, die in vielen Tarifrunden kaum Verbesserungen erfahren hätten. "Sie machen gute Arbeit, wurden aber immer wieder vergessen. Sie sind müde geworden", so die Deutschlehrerin.

Die Vorsitzende des Kreisverbands Chemnitz des Sächsischen Lehrerverbands rechnet bei der Kundgebung am Vormittag mit einer vierstelligen Teilnehmerzahl. "Fast alle Schulen aus Chemnitz beteiligen sich", sagt Antje Bräuer. Die Resonanz sei von Schule zu Schule unterschiedlich. Ein Grund: Einige Lehrer sind bereits verbeamtet und dürfen nicht streiken. Sachsenweit trifft das auf etwa 4000 der insgesamt 33.000 Fachkräfte zu, etwa jeder fünfte kommt Bräuer zufolge aus Chemnitz und dem Erzgebirge.


Was Lehrer derzeit verdienen

Zum Streik aufgerufen sind die öffentlich Bediensteten der Länder. Nicht auf die Straße gehen die Angestellten von Bund und Kommunen, beispielsweise die Mitarbeiter der Müllentsorgung. Zur Kundgebung der Lehrer in Chemnitz versammeln sich angestellte Pädagogen, die zu den Bereichen Chemnitz und Zwickau des Landesamtes für Schule und Bildung gehören. An den betroffenen Schulen ist eine Notbetreuung gewährleistet.

Kernforderung im Tarifstreit ist eine Erhöhung der Gehälter um sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich. Ein Lehrer an einer Grundschule (Gehaltsgruppe E 11) steigt derzeit laut Tabelle mit einem monatlichen Bruttoverdienst in Höhe von 3202 Euro ein, eine Fachkraft am Gymnasium (E 13) mit 3672 Euro. Nach zehn Jahren (Stufe 5) hat sich der Verdienst auf 4721 Euro beziehungsweise 5299 Euro erhöht. (lumm)

Bewertung des Artikels: Ø 3.6 Sterne bei 10 Bewertungen
23Kommentare
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  • 5
    0
    cn3boj00
    14.02.2019

    Ich hätte nichts dagegen, alle Lehrer zu verbeamten. Ihre Tätigkit ist schließlich ein staatstragende Aufgabe. Übrigens: Beamte dürfen nicht streiken.
    Wer aber aufgepasst hat: ich habe "hätte" gesagt. Denn so lange Beamte sich nicht an ihrere eigenen Wohlfahrt in Form von Einzahlungen beteiligen müssen sonden neben guten Gehältern (die meist über dem Durchschnitt der anderen arbeitenden Bevölkerung liegen) auch noch ein rundum als Geschenk präsentiertes Sorglospaket für Alter, Krankheit etc. bekommen, halte ich den Beamtenstatus als eines der Übel einer sich entsolidarisierenden Gesellschaft.
    @TaiBlaine: ein Lehrer, der sich darüber beklagt, dass er 27 Stunden in der Woche vor "Zwergen" stehen muss, hat den Beruf verfehlt. Und es gibt sogar Lehrer, die sich nicht blöd anmachen lassen, vielleicht muss man da mal über die Gründe nachdenken. Die anderen Aufgaben sind zur Genüge bekannt. Manche davon scheinen bei manchen Lehreren aber nur einmal im Leben anzufallen.
    Ich habe übrigens nichts gegen Lehrer und achte Ihren Beruf. Vor allem diejenigen Lehrer, die verstanden haben, dass die Arbeit mit Kindern eine gewisse Hingabe erfordert, die man manchmal auch nicht in Stunden messen kann. Denen, die nicht solche Diskussionen führen wie Sie, gönne ich ihr gutes Geld von Herzen (was nichts an meiner Grundeinstellung zum Beamtentum ändert).

  • 3
    0
    hartmann856
    14.02.2019

    Müssen sie nicht zwingend, es gibt aber Gründe, die dies rechtfertigen. Siehe z. B. https://www.tresselt.de/muessen-lehrer-beamte-sein/ als Erklärung. Man kann das ganz sachlich und unaufgeregt analysieren und diskutieren. Egal wie man sich festlegt, sollte es aber meines Erachtens eine bundesweite Regelung sein. Für gleiche Arbeit sollte zudem auch bundesweit die gleiche Entlohnung erfolgen. Ohnehin empfinde ich die Zuordnung der Kultuszuständigkeit auf Länderebene als obsolet.

  • 5
    3
    Hinterfragt
    14.02.2019

    "...weil die Steuereinnahmen seit Jahren sprudeln...."
    Wow, und da haben die Leute u.a. des produzierenden Gewerbes oder Pflegepersonal keinen Anrecht auf Partizipation dran?

    "...mal 27 Stunden die Woche...lassen sich von denen blöd anmachen,..."
    Von dieser Wochenstundenzahl kann manch Angestellter und vor allem Pflegepersonal und Krankenhauspersonal nur träumen!
    Manche Krankenschwester bekommt nicht mal die Hälfte an der Vergütung und arbeitet bedeutend mehr an Wochenstunden!

  • 5
    6
    Franziskamarcus
    13.02.2019

    @remarcel, mir platz gleich die Hutschnur, aber ich werde mich gewählt ausdrücken.
    Erstens: Wer ist den für den angeblichen Wirtschaftsentwicklung verantwortlich, das STEUERgeld reinkommt, für das die Staatsbediensteten entlohnt werden?
    Zweitens: Warum werde ich bei den angeblichen Rekordeinnahmen als einzahlender! Arbeitnehmer nicht durch Steuersenkungen beglückt?
    Btw: Wo kommt denn ihrer Meinung nach das neue Steuerloch her?
    Drittens: Warum maßen sich alle Staatsbediensteten an, das von anderen erbrachte und erpresste Geld ungeniert so zu "verprassen"? Woher, glauben sie, kommt die ganze Kohle für die vielen neuen Beamten, deren Pensionsansprüche usw. in Zukunft her, bei, so wie es aussieht, einsetzender Rezession? Jede Wette, sie werden nix weggenommen bekommen, dem, der sich der Marktwirtschaft stellt, wird wieder ungeniert in die Tasche gegriffen!
    Der Beamtenstaus sollte Deutschlandweit auf ein Mindestmaß zurückgefahren werden und nicht ausgebaut!
    Und ja, diese Lehrergeneration ist Habgierig! In der Schule bei mir nebenan wurde nicht gestreikt, ich kann ihnen genau sagen, wer dafür und wer dagegen war. Diese Teilung spiegelt sich auch, ich sag mal, in der Lehrerspezifischen Qualität des Unterrichts wieder. Wer Pro und wer Kontra war, hat mich nicht gewundert!
    Und bei der überbordenden Bezahlung (siehe oben) dürften die angeblichen Überstunden mit abgegolten sein, oder wollen sie etwa noch einen Extra-Tausender? Ohne Fleiß kein Preis, sag ich nur.

  • 4
    0
    Lesemuffel
    13.02.2019

    @tfr Warum seinerzeit Lehrer Beamter wurden? Ganz einfach, damit sie loyale Staatsdiener sind, den Nachwuchs zum Gemeinwohl und Staatswohl bilden und erziehen, bekamen sie den Beamtenstatus, der ein gutes und sicheres Einkommen und Auskommen im Alter so sichert. Beamte brauchen nicht gegen den Arbeitgeber für mehr Geld streiken und den Ausbildungsprozess negativ beeinflussen.

  • 6
    4
    tfr
    13.02.2019

    Kann mit mal einer erklären warum Lehrer verbeamtet sein müssen? Polizisten, Richter... keine Frage, aber Lehrer? Das verstehe ich nicht. Dann bitte auch Kindergartenbetreuer-innen!

  • 6
    7
    remarcel
    13.02.2019

    Was ein bisschen kurz kommt: die Lehrer haben hier stellvertretend für den öffentlichen Dienst der Länder gestreikt und somit auch für Straßenwärter, Polizisten, Beschäftige im Sozialdienst etc. Für alle werden Einkommensverbesserungen gefordert, weil die Steuereinnahmen seit Jahren sprudeln. Während die Bundespolitik 6 Monate zur Regierungsbildung braucht, leisten die Landesbediensteten täglich ihren Dienst inklusive Mehrarbeit. Also kann man auch vernünftig von der Wirtschaftsentwicklung profitieren.

  • 7
    1
    Lesemuffel
    13.02.2019

    Na ja, Krummholz, es ist aber nicht der einzige Beruf heutzutage, der aus gesellschaftspolitischen Veränderungen trotz gesicherte Einkommen für viele nicht mehr erstrebenswert ist. Oder möchten Sie Polizist sein, Journalist, Richter,.... sein?

  • 9
    1
    grummholz
    13.02.2019

    Ich glaube ein Streik wegen mehr Geld bei Lehrern finde ich nicht gut. Wenn gestreikt würde, um die sozialen Bedingungen, die Anerkennung in der Gesellschaft zu verbessern, die Belastung zu veringern uvm. würde ich bejaen. Die Belohnung durch Geld ist vlt der einzige Hebel, diesen Beruf in der heutigen Zeit zu ergreifen. Ehrlich, ich kann mich in jemanden, der Lehrer werden will nicht mehr rein denken. Da gehört eine ungeheure Portion Enthusiasmus dazu. Ich freue mich jeden Tag, das ich aus diesem Beruf Rentner geworden bin.

  • 6
    12
    1005
    13.02.2019

    ...,weil diese Generation Lehrerschaft habgierig ist.

  • 8
    10
    Lesemuffel
    13.02.2019

    Ich habe die diversen Plädoyes für die Plus 6% gelesen. Jetzt weiß ich u. a. dass der LehrerInnenberuf der Schwierigste unter allen Berufen ist. Man musste studieren, danach für 1000 € weniger in Sachsen ausharren, Klassenausfahrten organisieren, die Probleme mit Flegel lösen, mit schwierigen Eltern kommunizieren und... und... ach wie schlimm das Dasein als Lehrer ist. Man weiß sie in großer Zahl auf teuren Fernreisen und beim Genuss kostspieliger Dinge des Lebens, wovon die Krankenschwester, der Schulhausmeister, der Drei-Schicht-Malocher, der Rettungssanitäter, der Meister, dessen Betrieb gerade ins Ausland verlagert wird... nur träumen kann. Und wir Pädagogen sind leider unterbezahlt. Man sollte für sie sammeln. (Wir hatten nach unserem AP-Verlust durch die QUELLE - Pleite 2009 in Nürnberg eine Sammelbüchse aufgestellt für Madeline Schickedanz, weil die Presse sie als in Not geraten bezeichnete, sie hatte wohl nur noch eine Mio €, von Dreien)

  • 10
    5
    TaiBlaine
    13.02.2019

    Nochmal @Lesemuffel, sunhiller, ArndtBremen: Ach ja, wenn Sie an der Grenze zu Thüringen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg leben würden und diese Länder zahlen für die gleiche Arbeit nen 1000er mehr im Monat. Was würde Sie denn dazu bringen für 1000€ weniger ausgerechnet in Sachsen arbeiten zu gehen, wenn Sie nichtmal umziehen müssten?

  • 11
    2
    remarcel
    13.02.2019

    Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um Ungerechtigkeiten bei der Eingruppierung. Teilweise steigen Lehrer in Gehaltsgruppen auf, aber eine Erfahrungsstufe ab und bekommen dadurch weniger Geld. Die Überstunden und die Elternarbeit nehmen immens zu. Leider nimmt die Erziehungsarbeit inzwischen mehr Zeit ein als die eigentliche Bildungsarbeit. Die psychische Belastung ist extrem hoch in diesem Job. Man ist als Lehrer das letzte Glied in der Kette, welches sowohl den Werteverfall, die Internet- und Drogensucht der Kids sowohl die verfehlte Bildungspolitik (zu große Klassen, zu wenige Lehrer, unattraktive Ausstattung der Schulen etc.) ausbaden muss.

  • 8
    4
    hartmann856
    13.02.2019

    Die übliche Neiddebatte. Für alles mögliche ist in Deutschland Geld da, aber wenn es um unsere Kinder und die Zukunft geht, dann wird gerne gespart. Natürlich fordert Verdi wie immer mehr Geld. Das ist greifbar und das machen Gewerkschaften immer. In dem Artikel steht aber auch deutlich, dass sich die Lehrerschaft mit den Forderungen der Gewerkschaft gar nicht primär identifizieren kann und möchte. Klar, das Gehalt sollte als Grundlage erst mal angemessen sein, und da muss man sich auch einmal überlegen, dass die Ausbildung zum Lehrer in der Regel ein abgeschlossenes Studium mit angeschlossenem Referendariat und erfolgreichem Staatsexamen erfordert. In den MINT-Fächern in denen der Nachwuchs besonders fehlt, fehlt er deshalb, weil die Absolventen in der freien Wirtschaft mit dieser Qualifikation deutlich mehr verdienen. Wenn sie ins Ausland gehen nochmal mehr, denn selbst die über Fachkräftemangel klagende Wirtschaft zahlt im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich. In Sachsen hat man versucht den Lehrermangel durch Einstellung von Quereinsteigern und Längerbeschäftigung von wegen Alters ausscheidenden Lehrkräften abzufangen. Die Verbeamtung hat man als eines der letzten Bundesländer immer wieder hinausgeschoben. Klar, dass das einem doppelt auf die Füsse fällt: Queereinsteiger ohne pädagogische Ausbildung sind in der Schule selbst bei fachlicher Qualifikation oft überfordert und schmeißen schnell wieder hin; Längerbeschäftigung verschiebt das Problem und spitzt es zu dem zu. Im Vergleich der Bundesländer ist Sachsen unattraktiv, weil die anderen schon seit Jahren besser zahlen und verbeamten. Die Lehrer hier haben ganz andere Probleme: Personalmangel, marode Schulgebäude, veraltetes Unterrichtsmaterial und vor allem eine beschlossene Inklusion und Integration, die einfach mal so nebenbei zu stemmen ist ohne, dass die Mittel und Kräfte entsprechend der neuen Herausforderungen angepasst worden wären. Und dann noch die fehlende Anerkennung wofür die Kommentare hier der beste Beweis sind. Ein angemessenes Gehalt entsprechend der Qualifikation ist eine grundlegende Voraussetzung. Die Motivation kommt aus dem Erfolg und der Anerkennung. Das ist in jedem Beruf so.

  • 11
    6
    TaiBlaine
    13.02.2019

    @Lesemuffel, sunhiller, ArndtBremen: Wenn Sie die Bezahlung der Lehrer für angemessen halten, dann stellen Sie sich doch bitte mal 27 Stunden die Woche vor die Zwerge, lassen sich von denen blöd anmachen, dann noch Elterngespräche vor und nach dem Unterricht (wobei auch da blöde Anmachen kommen können), die Unterrichtsvorbereitung, die Planung von Klassenfahrten, Schulausflügen, Arbeiten erstellen und korrigieren. Um nur mal ein paar der Aufgaben von Lehrern aufzuzeigen.

  • 8
    11
    Zeitungss
    13.02.2019

    @sunhiller: Die Lehrerschaft sollten Sie nicht ankratzen, dann wird es rechts oben rot. Ich leiste mir das gelegentlich auch einmal und löse damit eine Lawine an Reaktionen aus und man glaubt es nicht, wer da so alles aus den Löchern kommt. Es ist hin und wieder zu lesen, dass sie als Lehrer ein Studium absolvieren mussten, was nun wirklich einmalig ist und bei anderen Berufsgruppen überhaupt nicht vorkommt. Die fehlende Motivation sollte schon durch eine ordentliche finanzielle Spritze erzeugt werden, es ist schließlich selbst bei Niedriglohn der Fall, dort gibt es meistens etwas mehr an Arbeitszeit bei der Höherstufung. Die meisten Leute wissen was sie in ihrem gewählten Beruf einmal erwartet, nur die Lehrerschaft nicht, die braucht finanzielle Motivation. Wär nicht schlecht, wenn sich das einmal auf andere Berufsgruppen fortpflanzt, es gäbe mehr als genug davon.
    So, man darf wieder, rechts oben und da auch wieder rechts, was in diesem Fall natürlich nichts mit der Gesinnung zu tun hat, um Irrtümern vorzubeugen.

  • 7
    16
    Lesemuffel
    13.02.2019

    Merkwürdig. Man verdient zwischen 3000 und 5000€ und ist nicht motiviert? Mit Plus 6% bzw. 200€/Mo. mehr ist man dann mehr motiviert. Und da meinte man, bei Pädagogen Gänge es um mehr als Mammon. Ein sicherer AP ist nicht motivierend? Erziehen diese Pädagogen unsere Kinder nach dem Motto "Je mehr, desto besser"?

  • 11
    5
    cn3boj00
    13.02.2019

    Unsere Gesellschaft hat sich immer mehr zu einer Neidgesellschaft entwickelt. Irgendwo arbeitet einer, der verdient mehr als ich, obwohl er nicht mehr macht? Also raus, ich will auch so viel verdienen, sonst ist es ungerecht! Es gibt in diesem Staat Fachkräfte, die mehr Stress als Lehrer haben und die Hälfte verdienen. Wann kümmert sich Verdi um diese?
    Die Abgeordnetet machen es ja vor. Kann ja nicht sein, dass Sachsens Abgeordnete weniger einsacken als die in BaWü, auch wenn man dort das 1,5fache verdient als hier.

    Ich habe nichts gegen motivierte, gut verdienende Lehrer. Der Lehrermangel hat auch gezeigt, dass es Probleme gibt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nur eine Frage der Bezahlung war! Vielleicht hat man bei der Ausbildung falsch geplant und den Mangel so "von oben" geschaffen? Wenn man in jedem Fach, wo Mangel herrscht, 20% mehr Studienplätze schaft als angeblicher Bedarf besteht, kann man ebenfalls regulieren.
    Ein Lehrer, der nachmittags um zwei Rasen mähen kann und dafür 5000 Euro einsteckt ist nicht unbedingt ein guter Lehrer. Die gibt es erst wenn die Schule auswählen kann. Ist Geld dafür die richtige Motivation?
    Und, lieber Freigeit, auch ich halte das Streikrecht trotzdem heilig. Es ist eine der wichtigsten noch verbliebenen Bastionen sozialer Marktwirtschaft. Aber immer öfter nutzen es gerade die aus, die sowieso schon zu den Besserverdienern gehören. Das stimmt mich nachdenklich.

  • 6
    7
    fschindl
    13.02.2019

    liebe Freie Presse...bitte die Gehaltsgruppen das nächste Mal mit der tatsächlichen erbrachten Arbeitszeit in Relation stellen...das erspart uns dann Kommentare wie von ArndtBremen

  • 12
    10
    sunhiller
    13.02.2019

    @Freigeist..."Habgier und unsolidarisches Verhalten treibt sie sicher nicht auf die Straße."
    ...neben der Geldforderung lese ich in diesem Artikel nur noch etwas über fehlende Motivation. Und wenn diese fehlende Motivation mit Geld wieder ausgeglichen werden soll nenne ich es Habgier.

  • 12
    21
    ArndtBremen
    13.02.2019

    Wenn ich die hier angegebenen Gehälter lese und dann das Bildungsniveau an unseren Schulen, inklusive Stundenausfall sehen, dann kommt mir mit Verlaub gesagt das K....!

  • 17
    11
    Freigeist14
    13.02.2019

    Ich gehöre zur "nicht lehrenden Bevölkerung " und habe durchaus Verständnis für die Pädagogen . Habgier und unsolidarisches Verhalten treibt sie sicher nicht auf die Straße .

  • 18
    19
    sunhiller
    13.02.2019

    Bei den hier angegebenen Verdienstmöglichkeiten stellt sich mir die Frage nach dem Sinn eines Streiks. Hier geht es ja nicht um Existenzängste. Da sollte das Verständnis bei der nicht lehrenden Bevölkerung doch sehr gering ausfallen.



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