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Nicht mehr auf jedem Zukunftsplan zu finden: Wohnhaus an der Theaterstraße.

Foto: Andreas Seidel

Getreidemarkt: Neues Karree statt alter Platte?

Pläne aus dem Rathaus sehen Alternativen zu einem Hochhaus an der Theaterstraße vor. Doch Papier ist geduldig.

Von Michael Müller
erschienen am 14.09.2017

Wann immer sich Stadtplaner mit der Umgestaltung von Rosenhof und Getreidemarkt beschäftigen, herrscht bei Anwohnern Alarmstimmung. Denn immer wieder tauchen Pläne aus dem Rathaus auf, auf denen ein dort vorhandenes, gut vermietetes Wohngebäude nicht mehr verzeichnet ist. Jüngster Fall: ein Bebauungsplan für den Bereich zwischen Rosenhof, Theater- und Innerer Klosterstraße. Er wird derzeit überarbeitet und beschäftigte kürzlich den Planungs-, Bau- und Umweltausschuss.

Entlang der Theaterstraße, wo seit Jahrzehnten ein langgezogenes, achtgeschossiges Wohnhaus zu finden ist, weist der Plan wie schon andere Unterlagen zuvor ein neues Karree auf. So wie es dort einmal entstehen könnte. Im Text heißt es dazu, nach einer Bebauung von Grundstücken im Bereich Lohstraße, Börnichsgasse, Kirchgäßchen und Rosenhof solle eine "zweite Entwicklungsstufe" folgen, in der "die Gebäude an der Theaterstraße zwischen Rosenhof und Getreidemarkt ersetzt" werden. "Das neue Gebäude an der Ecke Theaterstraße/Getreidemarkt definiert zusammen mit dem neuen Platz den Auftakt ins Gebiet."

Hat das was zu bedeuten? Zumindest nicht auf absehbare Zeit, sagt Börries Butenop, der Leiter des Stadtplanungsamtes. "Aktuell sehen wir dort keinen Entwicklungsbedarf." Allerdings: Wenn eines Tages der scheibenförmige Wohnblock an der Theaterstraße verschwinden sollte, aus welchem Grund auch immer, dann soll er nach dem erklärten Willen der Stadt nicht wieder durch einen ähnlichen Bau ersetzt werden, sondern eben durch ein Karree. "Das ist aber eine sehr langfristige Idee", betont Butenop.

Die Planungen für den Bereich reichen bis Mitte der 1990er-Jahre zurück. Die aktuellen Überarbeitungen beschäftigen sich nur mit einem Teilbereich, zwischen Börnichsgasse, Getreidemarkt und dem Neubau am Eingang zum Rosenhof (ehemals Restaurant "Zum Türmer"). Ziel sei es, dort eine sehr dichte Bebauung zu ermöglichen, heißt es. Deshalb sollen dort schmalere Straßen und geringere Abstände zu Nachbargebäuden erlaubt sein als üblich. Als erster Neubau ist ein Wohn- und Geschäftskomplex auf einer bislang als Parkplatz genutzten Fläche an der Lohstraße vorgesehen.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
4
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 14.09.2017
    19:07 Uhr

    612115: In dem Plattenbau stehen heute schon 16 Wohnungen leer (siehe wohnen-in-chemnitz.de). Das spricht nicht gerade für die Attraktivität dieser funktionierenden Struktur. Zudem möchte ich nicht ausschließen, dass wie an andernorts im Zentrum Asylbewerber einquartiert wurden, die sich nicht wirklich aussuchen können, wo sie einziehen müssen. Wenn die Stadt zu langfristiger Planung in der Lage wäre, würde die GGG einfach die Neuvermietung einstellen, und in wenigen Jahren könnte abgerissen werden, ohne dass noch allzu viele Mieter umquartiert werden müssten.

    1 4
     
  • 14.09.2017
    15:31 Uhr

    Deluxe: Dann fehlt jetzt eigentlich nur noch eine Initiative für den Wiederaufbau der Paulikirche, die auf dem Areal bis nach dem Kriege stand.

    Dann ersetzen wir einen vermieteten Wohnblock zeitgemäß gegen einen Kirchbau ohne Gemeinde. Hurra...

    2 4
     
  • 14.09.2017
    13:58 Uhr

    hkremss: @ArndtBremen: Der Block an der Theaterstraße ist vielleicht eine "funktionierende Struktur", aber mehr auch nicht. Es ist keinen Fall eine städtebaulich gute Lösung. Der Block riegelt nicht nur die Innenstadt vom Kaßberg bzw. Pfortensteg kommend komplett ab und verstellt die ehemalige Verbindung und Sichtachse Getreidemarkt-Kirchgässchen-Jakobikirche, er überragt mit seiner Größe auch alle anderen Gebäude in der Umgebung und verschwendet großzügig den in diesem Karree zur Verfügung stehenden Platz. Damit verhindert er jede Entwicklung zwischen Rosenhof und Getreidemarkt. Deshalb ist es gut, wenn man auf lange Sicht ohne diesen Klotz plant.

    3 8
     
  • 14.09.2017
    11:53 Uhr

    ArndtBremen: Funktionierende Strukturen zerstören und Ruinen in unmittelbarer Nachbarschaft erhalten. Die Logik versteht wohl nur Rot-Rot-Grün.

    8 2
     
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