Autozulieferer schließt Chemnitzer Werk

Ein Hersteller von Auspuffanlagen trennt sich von seinem Standort in Altchemnitz und begründet das mit der Dieselkrise. Laut IHK gibt es in der Stadt bisher keinen vergleichbaren Fall.

Noch in diesem Jahr will der Automobilzulieferer Fischer Hydroforming seinen Standort an der Schulstraße in Altchemnitz mit derzeit noch 67 Beschäftigten schließen. Das hat die Geschäftsleitung der im baden-württembergischen Achern beheimateten Fischer-Gruppe angekündigt und mit der gesunkenen Nachfrage nach Fahrzeugen mit Dieselmotor begründet.

Bei Fischer Hydroforming mit Standorten im sauerländischen Menden und eben in Chemnitz werden vorwiegend Teile für Auspuffanlagen für Diesel-Modelle deutscher Hersteller gefertigt. Weil seit dem VW-Abgas-Skandal und den Diskussionen um den Stickoxidausstoß weniger solcher Autos bestellt werden, verzeichne das Unternehmen Auftragsrückgänge und will die verbliebene Produktion künftig im größeren Stammwerk in Menden konzentrieren. Dorthin sollen auch die vier Pressen aus dem 2007 übernommenen Chemnitzer Betrieb umgesetzt werden. Das wurde der Belegschaft in dieser Woche mitgeteilt, sagte Hans-Peter Fischer, der Inhaber des Familienunternehmens, das insgesamt fast 2800Mitarbeiter in acht Ländern beschäftigt. Betriebsrat und Mitarbeiter seien in den vergangenen Monaten über die veränderte Situation informiert worden, berichtete Hydroforming-Geschäftsführer Stefan Geißler.

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Im Unterschied zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09, als das Unternehmen ebenfalls Personal abbauen musste, fehle diesmal die Aussicht auf langfristig bessere Zeiten für Verbrennungsmotoren, bedauerte Fischer. Das zwinge die Gruppe zum Reagieren, um das Unternehmen insgesamt zukunftsfähig zu halten. "Uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen. Wir fühlen uns unseren Mitarbeitern verbunden und hätten den Standort gerne erhalten", so der Inhaber.

Von den derzeit 67 Chemnitzer Beschäftigten gehen nach Geißlers Angaben vier noch in diesem Jahr in Ruhestand. Für die übrigen 63 Mitarbeiter will das Unternehmen mit dem Betriebsrat einen Sozialplan aushandeln, der die Gründung einer Transfergesellschaft einschließt. Angestellte solcher Gesellschaften erhalten bis zu zwölf Monate sogenanntes Transferkurzarbeitergeld von der Arbeitsagentur. Das ist deutlich länger als die gesetzlichen Kündigungsfristen. Dadurch müsse niemand im Herbst oder Winter entlassen werden, wenn offene Stellen knapper sind, erläutert Wolfgang Andrich, den die Fischer-Gruppe als externen Berater bei der Standortschließung verpflichtet hat. Die Mitarbeiter, zumeist Maschinen- und Anlagenführer sowie Produktionshelfer, blieben im Unternehmen angestellt, solange es Arbeit für sie gebe. Anschließend könnten sie in die Transfergesellschaft wechseln, wo sie bei Bedarf geschult und bei Bewerbungen unterstützt würden, um den Frühjahrsaufschwung des Arbeitsmarktes für die Suche nach einer neuen Stelle zu nutzen. Wer bereit sei, den rund 500 Kilometer langen Weg auf sich zu nehmen, könne auch in Menden oder Achern eine neue Perspektive finden, so Fischer.

Laut Chemnitzer Industrie- und Handelskammer (IHK) ist die Standortschließung bei Fischer Hydroforming bislang ein Einzelfall. Derzeit seien keine über das Übliche hinausgehenden Arbeitsplatzverluste in der Chemnitzer Wirtschaft im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in der Automobilbranche bekannt, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Christoph Neuberg. Das heiße aber nicht, dass nicht hier und da auch Anpassungen in den Belegschaften stattfänden. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Fachkräften in der Region falle das jedoch derzeit kaum ins Gewicht, so Neuberg.

Die Arbeitsagentur bestätigt Gespräche über eine Transfergesellschaft mit dem Unternehmen. Weitere Meldungen von Firmen- über Standortschließungen oder Arbeitsplatzabbau lägen derzeit nicht vor. Auffällig sei allerdings im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der gemeldeten freien Zeitarbeits-Stellen um etwa ein Viertel. Das könne eine Zeichen für zurückhaltendes Einstellungsverhalten in den Bereichen Produktion und Fertigung sein. Allerdings habe auch die Anzahl der Arbeitslosen mit Berufen in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik zuletzt weiter abgenommen, so die Arbeitsagentur. Das zeige, dass der Arbeitsmarkt noch aufnahmefähig sei.

Bewertung des Artikels: Ø 3.7 Sterne bei 6 Bewertungen
33Kommentare
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    3
    Zeitungss
    09.05.2019

    Den roten Daumen sie gesagt, ich penne nicht bei solchen Veranstaltungen, was zwar wünschenswert wäre im Sinne der Erfinder, eine einigermaßen vernünftige Ausbildung aber nicht über den Haufen wirft.

  • 4
    6
    franzudo2013
    09.05.2019

    Die gehen dahin, wo sie willkommen sind. In Deutschland werden, die die am meisten zum Gemeinwesen beitragen, beschimpft und kriminalisiert. Da stimmt was nicht mit der Willkommenskultur.

  • 2
    4
    Zeitungss
    09.05.2019

    Immerhin, sie hat auch auf die Rußschwaden hingewiesen unter denen die Welt momentan leidet und das Leben fast zum Erliegen bringt. Unterhaltsam ist die Dame immer, viele Flausen im Kopf, aber keine Lösungskonzepte und brauchbare schon gar nicht. Rußpartikelfilter ist für sie genau so ein Fremdwort, wie die Speichermöglichkeiten für elektrische Energie. Mit guter Rhetorik bewegt sich noch lange nichts.

  • 1
    1
    tbaukhage
    09.05.2019

    @Goschi: "Zählen wir doch im Vogtland mal diese Zapfstellen und stellen mal die Lage fest." Dazu wäre ein Besuch der 7. eMot bestens geeignet gewesen: https://www.freiepresse.de/vogtland/plauen/e-auto-tour-besucher-staunen-ueber-spezial-tesla-artikel10488228

  • 3
    2
    tbaukhage
    09.05.2019

    @Franz: Und wohin sollten denn Deiner Meinung nach die ganzen "Leistungsträger" auswandern? Nach China? E-Autos bauen?

  • 4
    1
    kartracer
    09.05.2019

    @Zeitungss, es ist nicht nur EIN Diesel, sondern ein ALTER Diesel, gekauft wegen der CO2 Freundlichkeit, von den Baerbock`s.
    Diese Offenbarung war ein Zeugnis von politischem Charakter.

  • 4
    11
    franzudo2013
    08.05.2019

    Die Ewigmorgigen kommen aus den Löchern. Die deutsche Politik ist unternehmerfreundlich. Aber nur für die Subventionskartelle. Altmaier weckt Tote auf, der RGW wird mit dem Fuenfjahresplan namens Industriestrategie wiederbelebt.
    Vielleicht sollte man die Frage mal anders stellen, was machen die ganzen Inkompetenten wenn die Leistungstraeger ausgewandert sind und das Steueraufkommen gegen null geht?

  • 8
    2
    Klemmi
    08.05.2019

    cn3boj00: Ja, Industrie ist kein Staatseigentum und noch weniger Eigentum der Politik. Allerdings, nach ihrer Auffassung dürfte dann die Politik das Thema Arbeit und Arbeitsplatz auch nicht mehr aufgreifen und zum Wahlkampf nutzen. Es liegt eben doch ein Stück Verantwortung auf politischer Ebene. Es zeichnete sich schon vor geraumer Zeit eine Veränderung an, jedoch wurden die altbekannten Dogmen stur weiterverfolgt. Auch im laschen Umgang bezüglich des Abgasskandals zeichnete die Politik ein fragwürdiges Bild. Die Folgen sehen wir. Zur Standortfrage: Ein ostdeutscher Standort wird geschlossen, die Produktion wird in den Westen verlagert. Da ist ein Hinterfragen berechtigt. Der Fall Siemens zeigte dies sehr anschaulich: Leipzig und Görlitz sollten trotz guter Auftragslage, zugunsten des defizitären Werks in Duisburg geschlossen werden. Vielleicht brennt dieser Umstand den „ewig gestrigen“ Kommentartoren unter den Nägeln und bspw. mit Mitte Fünfzig einen neuen Job finden ist ein Kinderspiel, die Frage nach Arbeitplatzsicherheit dürfte nicht für jedermann sekundär sein.

  • 15
    6
    cn3boj00
    08.05.2019

    Es ist schon ergreifend wie sich die ewig gestrigen hier wieder zerreißen und alles auf die Politik schieben. Die haben immer noch nicht verstanden, dass die Industrie kein Staatseigentum ist und das die deutsche Politik alles andere als unternehmerfeindlich ist, im Gegenteil. Es ist aber nicht Aufgabe der Politik, jedem Arbeiter seinen angestammten Arbeitsplatz bis zum Tod zu sichern. Das war nur in der DDR so, und ich unterstelle, dass die hier so als Heilsbringer gehandelte Wahlalternative auch keine DDR wieder aufbauen würde.
    Und die Chance, wieder Arbeit zu finden, ist heute so gut wie lange nicht.

    Vielleicht sollte man die Frage mal anders stellen: Wenn ein Westunternehmer hier einen Standort schließt, weil angeblich kein bedarf an den Erzeugnissen mehr besteht, warum baut er dann die Maschinen ab und im Westen wieder auf?
    Und wenn man erkennt, dass man mit Dieselteilen keinen guten Profit mehr machen kann, warum schließt man dann Werke statt nach Alternativen zu suchen mit denen man weiter ged verdienen kann?
    Egal wie das Auto der Zukunft aussieht, wenn es eben keinen Auspuff mehr braucht braucht es andere Teile. Dieses über uns schwebende Schwert des Zusammenbruchs, weil neue Technologien die alten ablösen, ist schon krankhaft reaktionär.

  • 5
    6
    Klemmi
    08.05.2019

    Würde dieser Standort in Leipzig oder Dresden geschlossen werden, würden die Damen und Herren der Landesregierung, allen voran Herr Dulig, schon emsig "Schlachtpläne" schmieden. Der Chemnitzer Raum und Südwestsachsen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Der in den Chefetagen der Autokonzerne verursachte Schaden bringt den Ruf dieses Landes in Misskredit und die Politik schaut zu. So wie sie zuschaut, dass Innovationen hier geboren werden, jedoch das große Geld damit in Fernost verdient wird. Es wird nicht bei einer Hiobsbotschaft bleiben, der südwestsächsische Raum wird stark unter den Folgen leiden, ein Umstand der auch den Damen und Herren in Dresden geschuldet ist. Neuansiedelungen und Infrastruktur wurden lediglich in und um Dresden und Leipzig gefördert.

  • 9
    5
    Zeitungss
    08.05.2019

    @Goschi: Sie haben recht, natürlich nicht in der gewünschten Meinung. Sämtliche öffentliche "Tankstellen" setzen Moos an, an was wird das wohl liegen, Antworten von den Befürwortern gibt es kurioserweise nicht, selbst die Anstifterin für eine Veränderung fährt Diesel, wer es gesehen hat sollte es im stillen Kämmerlein auswerten, soweit es der normale Menschenverstand noch zulässt. Langsam aber sicher schmerzt es. Ein klein wenig technisches Verständnis hilft über das GRÖBSTE hinweg. Die Grünen schaffen ab, allerdings ohne Ersatz, ob gerade diese Truppe eines Tages bei Kerzenlicht sitzt, bleibt abzuwarten.

  • 9
    5
    Maresch
    08.05.2019

    Wer die Zukunft verschläft, schnarcht teuer.

  • 6
    8
    Freigeist14
    08.05.2019

    HHCL@ auch das Elektromobil für den Massen- Individualverkehr führt in die Irre .

  • 2
    10
    franzudo2013
    08.05.2019

    Strommix Sachen 75%Braunkohle (Quelle Statista).

  • 6
    5
    Goschi
    08.05.2019

    @Diese ideologische Milchmädchenrechnung ist wissenschaftlich belegt, natürlich ist es so, dass man leider kaum noch etwas glauben kann, weil überall nicht nur Ideologie sondern wirtschaftliches Interesse alles beeinflusst.
    Klar hat ein großes Kraftwerk Vorteile, aber auch den riesengroßen Nachteil, dass bei der Kohlegewinnung ganze Landschaften u. Wohnsiedlungen zerstört werden: Außerdem muss der Strom erst mal dahin, wo er gebraucht wird. In unserer Umgebung weiß ich das auf Anträgen für Stromtankstellen die Energieversorgung nur feststellt, dass soviel Strom gar nicht zur Verfügung gestellt werden kann.. Zählen wir doch im Vogtland mal diese Zapfstellen und stellen mal die Lage fest. Das man Autos darüber flächendeckend betreiben kann ist ein Märchen.

  • 5
    10
    ArndtBremen
    08.05.2019

    @Zahlemann: Dankeschön. Sie sprechen mir aus dem Herzen.

  • 15
    4
    HHCL
    08.05.2019

    "Ehrlich gerechnet ist kein Elektroauto im Grenzwert besser als ein Diesel. Die Elektroautos haben nur ihren Auspuff am Standort der Braunkohlekraftwerke."

    Das ist richtig, nur hat ein großes Kraftwerk den Vorteil, dass man deutlich besser filtern kann, als hunderte kleine Auspuffe. Außerdem stammt der deutsche Elektromix auch nicht zu 100% aus Braunkohlekraftwerken sondern zu 25%. (https://1-stromvergleich.com/strom-report/strommix/) Was Sie da aufmachen ist also schlicht eine ideologische Milchmädchenrechnung.

    "Wen interessierts, wo die Batterien der E-Autos entsogrt werden, in welchen chinesischen Bach das landet?"

    Richtig, nur stört das bei den seltenen Erden, die z.B. für den KAT gebraucht werden, erstaunlicherweise keinen; die meisten wissen es nicht einmal. Nur bei E-Autos ist das schlimm. (https://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article13940818/Seltene-Erden-im-Auto.html)

  • 17
    7
    HHCL
    08.05.2019

    "Die Rote-Daumen Fraktion hat wahrscheinlich noch nie in einem richtigen Produktionsbetrieb gearbeitet und auch noch nie Angst haben müssen ihren Job zu verlieren."

    Vielleicht hat die "Rote-Daumen-Fraktion" auch einfach nur verstanden, dass Leute, die aus der Verbrennerindustrie entlassen werden, für andere Dinge dringend gebraucht und wieder Arbeitsplätze finden werden.

    "Herstellung/Entsorgung des Fahrzeuges und Herstellung/Entsorgung mehrerer notweniger Baterieblöcke für ein Fahrzeugleben eingerechnet, ist nachgewiesenermaßen schlechter wie ein Diesel."

    Wobei die angenommenen geringen Akku-Lebensdauern auch erwiesenermaßen falsch sind. Die beruhen auf Annahmen aus der Anfangszeit und werden regelmäßig deutlich überboten. Energieneutral, wie der grüne Mainstream es gern behauptet, sind E-Autos natürlich wirklich nicht und darüber wird man sich noch viele Gedanken machen müssen. Auch, wie das Stromnetz die ganzen E-Autos laden soll, wenn sie denn wirklich mal das Maß der Dinge sein werden.

    Wer immer noch glaubt Deutschland sei für den Automobilmarkt sehr bedeutend, muss schon lange schlafen. Die Absatzzahlen in Asien sind deutlich größer und daher werden auch diese Länder bestimmen, was in Zukunft produziert wird. Wer ernsthaft behauptet die Chinesen würden E-Autos kaufen, weil die Grünen die deutsche Automobilwirtschaft schlecht reden, macht sich lächerlich. Die deutschen Konzerne haben sich mit ihren Abgaslügen und ihrer Entwicklungsfeindlichkeit selbst ruiniert. Da brauchte es keine links-grüne Verschwörung.

    @Zahlemann: Wieso sollte Mathe nicht Nixnuzzes Stärke sein? Die Rechnung, die Sie aufmachen ist nur einfach hanebüchen. Wieso sollte der Bedarf nach Autos in Europa und Asien gleich sein? Der Automarkt in Europa ist gesättigt; in Asien noch lange nicht.

    Außerdem ist auch nicht jeder "alternative Antrieb" ein Elektroauto. Sie haben nicht einmal die Quelle die Sie zitieren verstanden.

  • 6
    4
    Nixnuzz
    08.05.2019

    Nur zur Info: Meine Firma gibt es nicht mehr. Mein Büro gibt es nicht mehr. Meine Arbeit in der Form gibt es nicht mehr. Das Gebäude wurde 1 Jahr später den Reisszähnen eines Abbruchbaggers überantwortet. Das Gelände ist jetzt eine grüne Wiese. Die Produktpalette gibt es in der Größe nicht mehr. Die meisten Informationen kommen jetzt von Zulieferanten oder der Verarbeiter bastelt selber. Einzelne Kollegen sind zu den Verarbeitern gewechselt. Grundsatzinformationen kommen jetzt aus Helsinki, der zentralen Erfassung von Großchemiekalien. Die ärztliche Abteilung mit Verbindungen zur Behörde wg. Stoffkenntnissen ist zusammengeschmolzen. Stellen nicht mehr neu besetzt. Die Tox-Abteilung ist zusammengeschrumpft worden. Notwendige hochwissenschaftliche Untersuchungen an Universitäten oder Fachinstitute abgegeben. Grundlagenforschung an org. und anorg. Chemie nahezu geschlossen. 3 Fachbereiche zusammengeschmissen und Produktpalette geschrumpft. 3 Großchemikalien durch die letzten Anwendungstechnika auf eine verbesserte Variante zusammengestrichen. Produktion überarbeitet und ca. 60 Leute freigestellt, versetzt oder in den vorzeitigen Ruhestand gesetzt. Aber automatisierte Produktion auf das jetzt 3-fache hochgefahren. Danach Zwilling der autom. Anlage in Shanghai aufgebaut und hochgefahren. Diese 2 Anlagen reichen jetzt für den Weltmarkt. 3-Schichtbetrieb mit 2 Händen voll Leuten. Nein - ich habe keine Ahnung, das bei der Anwendung von Marktgesetzen Mitarbeiter die Firma dann nur noch von aussen betrachten können. Wenn die Gebäude dann noch dasind....

  • 14
    14
    Zahlemann
    08.05.2019

    @Nixnuzz Mathe ist nicht ihre Stärke ? Wenn in China von 1,2 Mrd Menschen ca. 1,2 Mio E-Fahrzeuge fahren, dann ist das umgerechnet auf die Europa ca. 500.000 Fahrzeuge.
    T-Online sagt:
    Die Gesamtzahl der neuen Autos mit Alternativen Antrieben in Europa belief sich im ersten Quartal 2017 auf 212.945 Einheiten (plus 37,6 Prozent).
    Also nichts mit hinterherhinken in Europa.

    Die Rote-Daumen Fraktion hat wahrscheinlich noch nie in einem richtigen Produktionsbetrieb gearbeitet und auch noch nie Angst haben müssen ihren Job zu verlieren.

  • 17
    16
    Franziskamarcus
    08.05.2019

    Haha, und die linksgrünen hier sehen das Heil im E-Auto. Ein Rohrkrepierer wird zum Heilsbringer hochstilisiert.

  • 22
    8
    Goschi
    08.05.2019

    Ich habe mir vergangenen Monat wieder einen Diesel gekauft, der meinen Ansprüchen, lange Strecken, Zuglast eines Caravan und Hänger, bezeiztes Auto für die Kinder in Winter auch gerecht wird. Ein E-Auto bringt weniger Umweltbelastung in Großstädten aber die Energiebilanz einschl. Herstellung/Entsorgung des Fahrzeuges und Herstellung/Entsorgung mehrerer notweniger Baterieblöcke für ein Fahrzeugleben eingerechnet, ist nachgewiesenermaßen schlechter wie ein Diesel.
    Wen interessierts, wo die Batterien der E-Autos entsogrt werden, in welchen chinesischen Bach das landet? Hauptsache Deutschland bleibt sauber.
    ... und außerdem bringe ich so Arbeit für den Diesel in Deutschland ... morgen wird es der Benziner und der Feinstaub sein, und übermorgen das E-Auto, wenn man dann die Wasserspaltung o. ä. soweit hat....

  • 15
    18
    ArndtBremen
    08.05.2019

    Nixnuzz, sie machen ihrem Pseudonym alle Ehre. Haben sie auch mal daran gedacht, daß von der Firmenschliessung Menschen betroffen sind?

  • 22
    20
    franzudo2013
    08.05.2019

    Oh, linksgrün ist schon aufgestanden. Guten Morgen. Die Industrie wird von einer sinnbefreiten Politik in die Zange genommen. Scheitern wird diese Politik am Ende, leider mit dem Kollateralschaden unseres Wohlstandes.
    Wer Grenzwerte beschließt, die technisch nicht umsetzbar sind, ist der Schuldige. Fiat kauft sich frei durch den Erwerb von Tesla, sehen so Grenzwertregelungen aus, die der Umwelt nützen ?
    Ehrlich gerechnet ist kein Elektroauto im Grenzwert besser als ein Diesel. Die Elektroautos haben nur ihren Auspuff am Standort der Braunkohlekraftwerke. Wenn die dann geschlossen sind, gehen wir alle zu Fuß zur Feldarbeit.

  • 19
    10
    Nixnuzz
    08.05.2019

    Bittere Erkenntnis: Nicht das die Firma den Anpassungsprozess durchläuft sondern das wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen Arbeitsplatz und Produktbedarf/Verkauf/Markt nicht gesehen werden! Sollen zwecks Arbeitsplatzerhalt weiter Rohrkrümmer mangels Absatzgebiet für den Schrott auf meine Steuer- oder Sozialkosten hin produziert werden? Hochachtung vor jedem Marketing-Menschen, der seiner Firma Aufträge besorgen kann. Noch ist der Zustand wie in "Die Weber" von Gerhart Hauptmann nicht erreicht - und unsere soziale Marktwirtschaft kann das hoffentlich verhindern - aber der Globus hat sich weiter nach Osten gedreht und dort steht man auf elektrischen Fahrzeugen. Dort ist der Markt und die zugelassenen Produktionen. China nutzt derzeit mehr als 1,2 Millionen Batterie-Autos. Wir haben den Geschichtszug verpennt. ... und es werden wohl noch weitere "Strafzettel" kommen..

  • 25
    10
    HHCL
    08.05.2019

    @franzudo2013 Das hat nichts mit zerstören zu tun. Die Welt entwickelt sich und die Dinge, denen Sie hier hinterher trauern, sind einfach überholt.

    Problematisch ist allerdings, dass man hier nur das alte abschafft, aber nichts neues nachkommt. Die deutsche Autoindustrie hat gepennt und betrogen. Die Lage ist selbst verschuldet. Man sollte sich auch langsam daran gewöhnt haben, dass Anstellungen auf Lebenszeit ein DDR-Relikt sind und heute so etwas kaum noch zu finden ist. Fachkräfte werden überall gesucht. Entlassung also mit unausweichlicher Langzeitarbeitslosigkeit gleichzusetzen, wäre falsch.

  • 12
    24
    franzudo2013
    08.05.2019

    Die Landesregierung will ja auch den Kohleausstieg. So wird zerstört, was hier 30 Jahre aufgebaut wurde. Schade drum. Unsere Kinder können sich dann gegenseitig Müsli verkaufen. Doch halt, so weit muss es nicht kommen, beim FC Liverpool hat es mit dem Wunder geklappt. Warum nicht auch hier ?

  • 25
    9
    Zeitungss
    08.05.2019

    Monokulturen haben auf Dauer keinen Bestand, habe ich in meiner Schulzeit (noch unter roten Bedingungen) schon gelernt und siehe da, es ist auch so. Wenn ein Land nur AUTO kann, muss man mit den Folgen leben, sollten zumindest unsere Wirtschaftslenker und Lobbyisten im Hinterkopf haben. Deutsche Entwicklungen baut der Chinese für uns usw, man könnte hier aufreihen ohne Ende.

  • 17
    32
    Zahlemann
    08.05.2019

    Tja Kinder, jetzt hüpft mal Freitags schön weiter. Eure Eltern werden es euch danken, denn die haben demnächst viel Zeit für euch.

    Ansonsten kann ich den Mitarbeitern nur empfehlen nach Achern und Umgebung Offenburg zu gehen. Habe selbst 12 Jahre dort gelebt. Es ist eine wunderschöne Gegend und menschlich ist die Welt dort auch noch in Ordnung. Letzten Endes werdet ihr auch bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung vorfinden als in der Gegend hier.

  • 25
    17
    Blackadder
    08.05.2019

    @Tauchsieder: Die Automobilindustrie hinkt seit Jahren der Entwicklung hinterher! Man hat auf den Diesel und allgemein auf Verbrennungsmotoren gesetzt, während die Welt längt viel weiter war: Elektroautos in China, aber auch Hybrid oder Wasserstoffantrieb. Innovation ist das Stichwort. Was soll die Politik denn machen, wenn die Industrie hier scheitert?

    Wer auf veraltete Technologien setzt, muss sich nicht wundern, wenn man plötzlich global nicht mehr zu den großen Playern gehört.

  • 28
    21
    Tauchsieder
    08.05.2019

    Das ist erst der Anfang vom Ende einer Erfolgsgeschichte die weit über hundert Jahre dauerte. Die Politik hat es geschafft in relativ kurzer Zeit die Automobilindustrie in D in Frage zu stellen. Es stehen hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel !
    Diese von oben verordneten "Wohltaten", wie eine "Luftsteuer", oder eine Bevormundung was ich zu essen, wie ich zu leben und was ich zu fahren habe usw., werden bei den nächsten Wahlen nicht ohne Folgen bleiben.

  • 20
    16
    Franziskamarcus
    08.05.2019

    Na das ist doch nur der Anfang. Kenne allein drei Leute aus meinem Bekanntenkreis, wo in ihrer Firma (alles in der Autozulieferbranche) schon gesagt wurde, ihr seid zu viele. Da weisste, wo der Hase hinrennt. Und wieso soll die Landesregierung da eisteigen? Und immer fein dran denken bei der nächsten Wahl, liebe Bürger...
    Nochmal der Spruch: Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber!!

  • 24
    8
    Mike1969
    08.05.2019

    Na da bin ich mal gespannt, ob unsere Landesregierung das wichtig genug ist, sich da mal stark zu machen. Ist ja kein Dresden und Leipzig



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