Baustelle Schule: Stadt investiert Millionen

Neben mehreren Neubauprojekten treibt die Stadt die Modernisierung älterer Schulgebäude voran. Für Schüler und Lehrer bringt das oft Einschränkungen mit sich.

Georg-Weerth-Oberschule: Umziehen ans andere Ende der Stadt heißt es für die Schüler und Lehrer der Weerthschule zu Beginn des neuen Schuljahres. Weil ihr Schulgebäude auf dem Sonnenberg saniert und erweitert wird, findet der Unterricht für voraussichtlich zwei Jahre in der früheren Grundschule Borna statt. Die Räumlichkeiten dort mussten dafür zunächst für 650.000 Euro saniert und umgebaut werden. Der Standort soll laut Rathaus für längere Zeit als Ausweichobjekt genutzt werden.

Heinrich-Heine-Grundschule: Ungewohnter Schulweg für viele Erst- bis Viertklässler aus Bernsdorf: Sie sind bis auf weiteres täglich mit dem Schulbus unterwegs. Da in der Heinrich-Heine-Grundschule an der Augsburger Straße im September die seit längerem geplante Innensanierung beginnt (Kosten: 2,7 Millionen Euro), findet der Unterricht für voraussichtlich zwei Jahre in der Comenius-Grundschule in Altchemnitz statt. Weil es dort nicht genügend Platz gibt, wurden für 2,2 Millionen Euro mobile Klassenräume angeschafft und aufgebaut.


Josephinenschule: Der 120 Jahre alte Schulstandort zählt zu den Dauerbaustellen in der Chemnitzer Schullandschaft. Als nächste Etappe steht demnächst eine Deckenertüchtigung im Stammgebäude am Josephinenplatz an. Bis auf kleinere Restarbeiten weitgehend abgeschlossen ist hingegen die im Juni 2018 begonnene Sanierung der Sporthalle Agnesstraße. Für 1,2 Millionen Euro wurde sie unter anderem energetisch saniert und der Funktionsanbau mit Umkleideräumen und Sanitärbereichen erweitert. Das Hallendach wurde ertüchtigt, der Hallenboden abgesenkt sowie eine Fußbodenheizung eingebaut.

Schule Schönau: Weitergebaut wird im neuen Schuljahr im Stadtteil Schönau, wo Grund- und Mittelschule in einem Gebäude untergebracht sind. "Der Innenausbau ist in die nächste Phase gegangen", heißt es aus dem für die Schulhäuser zuständigen Hochbau- und Gebäudemanagement der Stadt. In den Ferien habe der Ausbau des Dachgeschosses begonnen; die Bauarbeiten im Umfang von rund 1,4 Millionen Euro sollen im Februar abgeschlossen sein.

Grundschule Rabenstein Zuletzt über mehrere Jahre leerstehend, wurde die Rabensteiner Schule vor einigen Jahren als reguläre Schule wiederbelebt. Mit der Fertigstellung eines neuen Nebengebäudes ist das Unternehmen Generalsanierung nunmehr abgeschlossen. Der seit Herbst vergangenen Jahres errichtete, rund 420.000 Euro teure Bau umfasst einen Heizraum, ein Hackschnitzellager und eine Reihe weiterer Funktionsräume. "Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um zukünftig anfallende Holzabfälle, auch aus den Holzressourcen der Stadt Chemnitz, für die Wärmegewinnung zu nutzen", heißt es aus dem Rathaus.

Sprachheilschule Ernst Busch: Nach der Entscheidung zum dauerhaften Erhalt der Sprachheilschule an der Ernst-Wabra-Straße im Stadtteil Hutholz beginnen die Bauarbeiten zur Sanierung des zu DDR-Zeiten errichteten Schulgebäudes, der Sporthalle und der Außenanlagen. Zudem ist ein Erweiterungsneubau geplant. Mit einer Investitionssumme von 16 Millionen Euro zählt das Vorhaben aktuell zu den größten im Schulbereich. In den Ferien sei der Grundschulteil samt Hort bereits in Räume der Abendoberschule an der Arno-Schreiter-Straße im Nachbarstadtteil Markersdorf umgezogen, heißt es aus dem Rathaus. Die Bau- arbeiten sollen bis Februar 2022 abgeschlossen sein.

Grundschule Klaffenbach: Wegen der anstehenden Sanierung des Hortbereiches ist ein Teil der Grundschule Klaffenbach für ein Jahr in die Grundschule Einsiedel ausgelagert worden. Für den rund sechs Kilometer langen Schulweg dorthin wird den betreffenden Schülern ein Bus zur Verfügung gestellt.

Grundschule Glösa: Die Arbeiten im Altbau werden nach Rathausangaben kommenden Monat fertiggestellt, die Außenanlagen folgen bis zum Oktober. Die Gesamtmaßnahme, die auch einen Erweiterungsneubau umfasst, hat ein Budget von 3,9 Millionen Euro.

Rosa-Luxemburg-Grundschule: Ein jahrelanges Ärgernis ist beseitigt: Nach der Sanierung des Schulgebäudes am Brühl ist mit einiger Verspätung nun auch der Schulhof in Ordnung gebracht worden. Die Sanierung hat laut Rathaus rund 410.000 Euro gekostet und wurde rechtzeitig zum Beginn des Schuljahres beendet.

Janusz-Korczak-Schule: Die an der Max-Schäller-Straße ansässige Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung wird derzeit komplett saniert. Die Bauarbeiten in einem Umfang von rund 4,4 Millionen Euro werden voraussichtlich bis Frühjahr kommenden Jahres andauern. Bis dahin werden die Schüler in einer früheren Schule im Stadtteil Rottluff unterrichtet.

Grundschule Reichenhain: Noch bis voraussichtlich Oktober dauern die Arbeiten zur Sanierung des Gebäudes der Reichenhainer Grundschule an, das im kommenden Jahr 70 Jahre alt wird. Gesamtkosten: 3,2Millionen Euro.

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