Ortschef kritisiert Landkreis

Bürgermeister sieht Amt bei Hauptstraße in Pflicht

Niederfrohna.

In die allgemeine Feierstimmung in Niederfrohna haben sich auch einige kritische Worte gemischt. Zwar herrschte bei Einwohnern und Rathausmitarbeitern am Dienstag Einigkeit darüber, dass die Freigabe der ausgebauten Ortsdurchfahrt im Unterdorf einen wichtigen Meilenstein darstellt. Doch das ändert nichts daran, dass zwei Abschnitte der Unteren Hauptstraße zwischen Viehweg und Wetzelmühle noch immer unsaniert sind und zum Teil Kopfsteinpflaster aufweisen. Für diese ist der Landkreis Zwickau zuständig - anders als für das jetzt ausgebaute Teilstück, das als Folge des Baus der Ortsumgehung von einer Kreis- zu einer Gemeindestraße heruntergestuft wurde.

Bürgermeister Klaus Kertzscher konnte sich während der Feierstunde einen Seitenhieb auf den Landkreis nicht verkneifen. Kurz bevor er das obligatorische Band zur Freigabe durchschnitt, sagte er: "Wenn dieser Abschnitt noch eine Kreisstraße wäre, würden wir heute nicht hier stehen." Es sei sehr schade, dass es noch jene zwei unsanierten Teilstücke gebe, auf die die Gemeinde keinen Zugriff habe.

Eine am Dienstag gestellte Anfrage der "Freien Presse", ob es Planungen zum Ausbau jener Abschnitte gibt, ließ das Landratsamt bis zum gestrigen Donnerstag unbeantwortet. Große Hoffnungen auf eine baldige Sanierung sollten sich die Niederfrohnaer aber nicht machen: Vor zwei Jahren hatte eine Landkreissprecherin mitgeteilt, dass mit einem Ausbau nicht vor 2023 zu rechnen sei. Als Grund nannte sie einen Investitionsstau bei der Sanierung von Kreisstraßen, "der aufgrund nicht ausreichender finanzieller, sachlicher und personeller Kapazitäten nur schrittweise abgebaut werden" könne. (jop)

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