Prozess wegen Erkrankung geplatzt

Der Prozess gegen einen Chemnitzer, der sich wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht verantworten sollte, ist vorerst geplatzt. Die Verhandlung musste am gestrigen Mittwoch kurzfristig wegen einer Erkrankung des Angeklagten gestrichen werden, erklärte eine Gerichtssprecherin auf Nachfrage. Ein neuer Termin für den Prozess steht noch nicht fest, sagte sie. Dem 42 Jahre alten Mann wird vorgeworfen, am 8.November vergangenen Jahres die Gedenkveranstaltung für die Opfer der Reichspogromnacht auf dem Stephanplatz, dem ehemaligen Standort der Chemnitzer Synagoge, gestört zu haben. In eine Gruppe von etwa 100 Personen habe der Mann "Lang lebe das Deutsche Reich" gerufen, so das Gericht. (hfn)

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