Die Wahrheit, nichts als die ...

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Das war wieder so ein Moment, in dem ich vor dieser Wahl stand und entscheiden musste: Die Wahrheit zum Ausdruck bringen oder eben nicht. Der Leser meinte: "Die Lebensdauer der Viren ist in der Luft, wie ich schon in vielen medizinischen Fernsehbeiträgen erfahren habe, zeitlich sehr begrenzt. Damit werden sie, wenn sie nicht auf kurzen Weg einen neuen Wirt finden, unschädlich für den eigenen Körper." Während er an dieser Stelle eine kurze Pause machte, kam mir eine Idee, wieder einmal mit mir selbst zu wetten: Wenn im nächsten Satz das Wort "Maske" fällt, darf ich außerhalb meiner eigenen Regeln ein zusätzliches Stück bittere Schokolade naschen, und wenn nicht, muss ich dem Mann tatsächlich die Wahrheit sagen. Mit diesem Ergebnis: "Mit dem Tragen einer Maske entsteht aber eine andere Situation. Die Viren werden, besonders in kalten Jahreszeiten, weil mehr Luftfeuchte beim Ausatmen, in der Gesichtsmaske eigefangen und beim Einatmen zurück in den Körper gelangen um sich wieder zu vermehren, und das geschieht so lange, bis das Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, die Viren einzudämmen und damit die Krankheit zum Ausbruch kommt." Ich habe die Schublade meines Schreibtisches aufgezogen und dem Leser gleichzeitig mitgeteilt: "Vielen Dank für den Hinweis, ich werde meine Kollegen informieren, dass sie sich gemeldet haben, damit sie Ihren Hinweis bei künftigen Recherchen berücksichtigen können."

Im Gegensatz dazu habe ich einer anderen Leserin im vollen Bewusstsein dessen, was ich tue, tatsächlich gesagt, was ich von dem halte, was sie mir mitgeteilt hat, sie meinte nämlich: "Bei Corona geht es doch nur darum, den Gift-Impfstoff der Pharmakonzerne zu verhökern. Das Virus wird durch die Geimpften verbreitet, weil die das gespritzte Impfgift ausatmen und die Gesunden es einatmen." Wie die Frau darauf reagiert hat, dass ich es wagte, ihr Wissen infrage zu stellen, möchte ich lieber für mich behalten. 

Täglich erhalte ich im Schnitt etwa 50 Mails von Leuten, die weder die "Freie Presse" lesen, noch überhaupt in Sachsen leben, sondern meistens die Mailadresse aus irgendeiner Übersicht im Netz haben und einfach mal auf gut Glück ihr Statement auf die digitale Reise schicken, wobei ich nun nicht verraten möchte, warum gerade ich dieses Postfach betreue. Solche Meinungen von außerhalb habe allerdings keine Chance, in irgendeiner Weise über meine Kanäle veröffentlich zu werden. Bei der folgenden aber möchte ich eine Ausnahme machen, weil ich, gebe ich zu, eine Weile länger darüber nachgedacht habe, was ich davon halte, wenn ich dies lese als Grund dafür, dass bei uns die Coronalage mehr als nur angespannt ist. Nach Ansicht des Mailschreibers liegt es daran: "Provinzbürgermeister und Lokalpolitiker, die sich lauthals über die Absage der Weihnachtsmärkte ereifern, und bei Montagsspaziergängen mitunter vorneweg marschieren sowie ein Ministerpräsident, der durch seinen politischen Zickzack-Kurs an Rückhalt in der Bevölkerung verloren hat. Und schließlich ein Lockdown, der gar keiner ist." 

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