Von Fragen zu Fragen und Antworten

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Zu meinen täglichen Aufgaben gehören auch die Beantwortung von Fragen und das Fragen zu Hinweisen mit Blick auf eine möglichst bessere Einordnung der Anliegen von Leuten, die mich anrufen, doch weil das ziemlich kompliziert klingt, möchte ich betonen, dass es besser nachzuvollziehen ist, nachdem man meine traditionellen Randnotizen aus den Protokollen zum Wochenausklang gelesen hat, los geht es: 

Episode 1: Ohne weiteren Hinweis und eine eindeutige Mailadresse erreichte mich dieser Satz: "Für die Meinungsforscher kommt es bei der Wahlumfrage darauf an, welchen Kaffeesatz sie benutzen." Drei Fragen hätte ich dazu, wenn ich sie dem Absender stellen könnte. Erstens: Gehen wie von einer herkömmlichen Kaffeemaschine oder einem Vollautomaten aus? Zweitens: Warum sollte diese mehr esoterische Verfahrensweise bei der Vorhersage von Ereignissen in der Zukunft einen anderen Abweichungsfaktor von ein paar Prozent haben als die von Meinungsforschungsinstituten? Drittens: Warum haben Sie mir diese Mail geschickt?

Episode 2: Zu diesem Satz, den ich auch in einer Mail lesen durfte, hätte ich dagegen nur eine Frage, zuerst die Worte: "Die Europäer*innen heißen so, weil sie die Bewohner*innen von Europa sind. Sie gliedern sich in zahlreiche Volksgruppen auf, zum Beispiel in Griech*innen, Franzos*innen, Ir*innen und viele andere mehr. Aber auch die Deutsch*innen gehören dazu. Alle verbindet eine Gemeinsamkeit, nämlich es sind alles Mensch*innen." Dies hätte ich gern gewusst: Was soll mir das sagen?

Episode 3: Diese Aussage eines Lesers ist meiner Ansicht nach ein weiterer Beleg dafür, dass der Ostbeauftrage der Bundesregierung (siehe Blogeintrag von gestern) mit seiner Einschätzung so falsch nicht gelegen haben kann, denn der Mann meinte dies: "Ist es nicht auch Wahlbetrug, wenn 100 Prozent zur Wahl gerechnet werden, aber nur 60 Prozent überhaupt ihre Stimme abgegeben haben?

Episode 4: Leider konnte (und wollte) ich einem Leser nicht den Gefallen tun, eine Mail an den bayrischen Ministerpräsidenten weiterzuleiten, denn er meinte, weil er eben keine Mailadresse hat, über mich diese Nachricht übermitteln zu können, in dem er Bezug nehmen wollte auf die umstrittene Entscheidung bei der Vergabe der Fördermittel für die Wasserstoffforschung. Dies wollte er gern dem CSU-Politiker mitteilen: "Danke lieber Herr Söder, Sie haben uns die Qual der Wahl am 27. September 2021 wesentlich vereinfacht und eine weitere Partei aus dem Portfolio gestrichen."

Episode 5: Mich erreichte außerdem noch die Frage eines interessierten Lesers, der eigenen Angaben zufolge auf den Komoren (Hinweis, den ich im Netz gefunden habe: Inselstaat im Indischen Ozean am nördlichen Ausgang der Straße von Mosambik zwischen Mosambik und Madagaskar) lebt und sich sehr für alles interessiert, was mit Elektronischer Datenverarbeitung zu tun hat. Dies wollte er von mir wissen: "Mich würde interessieren, wie ihre erfahrenen Politik- und Wirtschaftsjournalisten den Status Quo und die Aussichten Deutschlands in Punkto Digitalisierung beurteilen?" Ich habe ihm diese Antwort zukommen lassen: "Gut."

Episode 6: Zum Abschluss meines Rückblicks auf die zu Ende gehende Woche möchte ich einen Mann zitieren, um ihm das Fazit zu überlassen, dem ich zumindest nicht widersprochen habe mit Blick auf die Vorschläge, um mehr Menschen zum Impfen zu motivieren, und die zu bestrafen, die es aus persönlichen Gründen und nicht als Impfskeptiker nicht wollen, der Leser meinte nämlich: "In finde es unglaublich, zu welchen irrwitzigen Maßnahmen diese Politiker fähig sind."

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