Diese Aufregung, ich bitte um Nachsicht

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Entsprechend dem emotionalen Nachdruck, mit dem Leser mir ihre Sorgen und Nöte mit Inhalten der Zeitung schildern, gibt es immer den einen Aufreger des Tages sowie einen auf dem zweiten Platz. Heute waren es diese beiden Anliegen, mit denen ich konfrontiert worden bin:

"In dem Interview mit Sabine Ebert wird der Autorin der Hebamme diese Frage gestellt: Gleich auf den ersten Seiten Ihres Romans sterben die Menschen wie die Fliegen an einer Seuche. Als Sie das schrieben, war von Corona nichts zu ahnen. Sind Sie hellsichtig?" Was dem Leser in die Nase gefahren war: "Ich kann mich nicht erinnern, dass die Menschen in unserem Land gerade wie die Fliegen an Corona sterben." Diskutieren wollte ich darüber nicht, ich bitte um Nachsicht.

"Ich habe gerade den Bericht über den neuen Kommandeur der Wettiner-Kaserne Frankenberg gelesen."

"Und?

"Der Mann wurde im niedersächsischen Göttingen geboren?"

"Ja?"

"Das liegt im Westen."

"Weiß ich."

"Also ist er ein Wessi, und das ganze Geschreibe über mehr Ostdeutsche in Führungspositionen in der Zeitung ist das Papier nicht wert, auf dem es steht."

"Wirklich?"

"Ganz bestimmt, und ich überlegt mir, ob ich nicht ..."

An dieser Stelle enden meine Aufzeichnungen, ich bitte um Verständnis.

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