Und welche Partei wählen Sie?

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Die Diskussionen, die ich mit Leserinnen und Lesern am Telefon geführt habe, nachdem der Ostbeauftragte der Bundesregierung vor etwa drei Monaten die Meinung vertreten hatte, dass viele Menschen, die in den größen Teil ihres Lebens in der DDR verbracht haben, deshalb "in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach 30 Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind", wollen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf und damit aus meinen Gehirnwindungen gehen. Denn oft genug kommt es immer noch vor, dass ich Marco Wanderwitz zustimmen möchte angesichts dessen, was ich höre oder lese, wenn Leute mir zu einem Thema ihre Meinung mitteilen, aber lieber schweige und meine Einschätzung für mich behalte, um niemanden vor den Kopf zu stoßen mit meiner Einschätzung, dass er immer noch ein etwas fragwürdiges Verhältnis zu demokratischen Strukturen hat. Heute war dies der Fall, nachdem ein Mann, den meine Kollegen gefragt hatten, welche Partei er denn bei der Bundestagwahl wählen wird, mir dies mitgeteilt hatte: "Ich finde es aber absolut unverschämt, dass sich mich fragen, welche Partei ich mit meiner Zweitstimme wählen möchte. Das geht sie überhaupt nichts an. Falls die Redakteure der Freien Presse es schon mitbekommen haben, leben wir nicht mehr in der DDR. Selbst da war man nicht so unverschämt." Meine erste Frage, ob er denn wisse, wie Meinungsumfragen funktionieren würden, die uns sagen, wie die aktuelle Stimmungslage im Land ist, war dann auch schon eine falsche und damit der Beginn des Endes dieser Unterhaltung. 

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