Satan und die armen Seelen

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Das war wieder einmal so ein Moment, in dem ich (mit Verweis auf meine mittlerweile gekappten katholischen Wurzeln) beinahe ein Kreuzzeichen gemacht hätte: "Satan nimmt die Seelen in den Würgegriff", waren die letzten Worte eines Lesers, der mir seine Meinung zur Pandemie und zu der Tatsache, dass "diese Welt nur noch von Korruption, Habsucht und Gier geprägt ist", mitteilen wollte. Fünf Minuten später fiel mir dann wieder mal auf die Füße, dass ich eben nicht in der DDR groß geworden bin, weil ich, um das Ende einer Mail vollständig zu verstehen, einen Kollegen im Nachbarzimmer aufsuchen müsste, denn zu lesen war dies (ohne Haftung wegen der korrekten Schreiweisen): "Merci pour rien, thanks for nothing, spassibo dorogie drusja." Den Montag gerettet, was an sich meistens eine eher unlösbare Aufgabe ist, hat dann doch ein Leser, der bei mir vorstellig geworden ist, weil ihn meine letzte Kolumne auf der Seite "Leserforum" dazu bewegt hatte. Er meinte, mir Trost spenden zu wollen und zu können: "Dem Dummen ward auf dieser Welt zum Trost der Dümmere gesellt. Drum nie das Selbstvertrauen verloren, der Dümmste ist noch nicht geboren."

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