Dass sich Leute bei mir melden, nur weil sie mal jemanden brauchen, bei dem sie Dampf ablassen können und der sie dabei nach Möglichkeit nicht unterbricht, ist bei mir zwischen zehn und zwölf ganz normal und für mich eher gewöhnlicher Alltag. Aber dass ich nur einem einzigen Leser, der sich nur aus diesem Grund an mich gewandt hat, einen ganz Blogeintrag widme, ist dann doch eher außergewöhnlich, weshalb ich es betone, denn es soll so schnell auch nicht wieder vorkommen, aber jetzt geht es einfach nicht andern. Dem Mann ist offenbar komplett der Kragen geplatzt, nachdem er "Wenn die Taxis künftig in die Luft gehen" gelesen hatte, und weil sich das in diesem Fall einfach anbietet, möchte ich seine Äußerungen einfach mal nur auflisten und mir jeden weiteren Kommentar sparen:

"Über uns kreisen tausende Satelliten und noch mehr Weltraumschrott.

Unzählige Passagierflugzeuge fliegen am Himmel und produzieren mit ihren weißen Streifen großflächige Muster, die Spinnennetzen gleichen.

Auf den Weltmeeren tummeln sich Kreuzfahrtschiffe mit abertausenden Passagieren, die dafür sorgen, dass die Einwohner in den Hafenstädten die Schwindsucht bekommen.

Es gibt immer mehr Lifte in den Bergen, und in den Skigebieten werden die Gondeln immer größer, weshalb man von einem sanften Tourismus nur noch träumen kann.

Die Großstädte und Ballungszentren ersticken im Verkehrschaos.

Auf den Autobahnen rasen viele Fahrer mit über 200 Kilometern in der Stunde durch die Gegend und gefährden nicht nur ihr eigenes Leben.

Offenbar gibt es in Asien schon Pläne, Menschen künftig durch Metallröhren zu katapultieren, um wie von einem zum anderen Ort zu transportieren.

Es gilt nur noch das Prinzip: Alles muss boomen, der Kommerz muss galoppieren.

Die nächsten Generationen werden mehr Energie verbrauchen als alle vorherigen zusammen. 

Und irgendwann steht auf dem Display von Smartphones und Computer: Nichts geht mehr, alles verbraucht.

Und jetzt sollen die Taxis auch noch durch dir Luft fliegen?

Hallo, geht's noch?"

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