Dass ich mir selbst meinen eigenen musikalischen Horizont erweitere, kommt eigentlich höchst selten vor, weil er ohnehin nur wenig Grenzen kennt. Heute aber ist es mal wieder passiert. Denn ich muss zugeben, dass die Songs von der Band "Die Toten Hosen" für mich bislang nicht zu denen gehörten, denen ich, wenn sie im Radio oder bei anderen Gelegenheiten den Weg in meine Gehörgänge schafften, nur wenig bis gar keine Aufmerksamkeit schenkte, was daran liegt, dass ich zu Punkrock eher keinen musikalischen Zugang finde; bei den Texten verhält es sich anders, aber leider kann ich da nur schwer trennen. Nun denn: Ich habe mir heute den Videoclip "Alles passiert" von den "Toten Hosen" angeschaut und war überrascht: Zum einen hat mir die szenische Umsetzung gefallen, zum anderen hörte ich Rockmusik, die mir so fremd gar nich vorkam, weil sie es nämlich geschafft hat, meine von eher klassischen Harmonien und in diesem Sinne konventionell geprägten Saiten in Schwingung zu bringen. Ich schreibe, wie es ist: "Alles passiert" finde ich klasse. Nun die Auflösung, warum ich mir den Song angehört habe: Es gibt wieder mal ein "Gedicht der Woche". Ein Leser hat mir diese Verse per Mail geschickt:

 

"Die Leichtigkeit der SPD ist lange her.

Die glorreiche Story bedeutet heut nichts mehr. 

Nichts wichtiges was übrig bleibt,

denn du stehst immer noch auf das verruchte Groko-Kleid.

Der letzte Sand fällt durch die Uhr.

Und kein Zurück in die Erfolgsspur.

Ein Moment, der bitter schmeckt.

Der keine neuen guten Geister weckt.

Kein Happyend, kein Hollywood.

Alles passiert, wie es passieren muss."

 

Inspiriert sei dabei durch den Song der "Toten Hosen" worden, teilte er mir noch mit, weshalb er sein Gedicht mit dem Zusatz "frei nach ..." versah und ich dann meinen musikalischen Horizont erweitern konnte. Zu erwähnen wäre noch, dass ich heute eine meiner Außenagentinnen in die Spur schicken musste, weil ich eine Bestätigung dafür brauchte, dass die Kritik einer Leserin, die mich wegen des Artikels "Erste Stare im Vogtland gesichtet" angerufen hatte, zumindest annähernd berechtigt sein können. Die Frau meinte: "So ein Quatsch, ich habe schon vor zwei Wochen die ersten Stare in meinem Garten beobachten können." Nach einer Stunde meldete mein Außenposten: "Ich habe ein paar Amseln, Meisen, den Eichelhäher und eine Krähe gesehen, aber keine Stare." Noch dieser abschließende Hinweis: Ich werde der Versuchung widerstehen, in der Überschrift zu diesem Blogeintrag von Vögeln zu schreiben, um eventuell die Klickzahlen in die Höhe treiben zu können. 

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